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Meine Gedanken zu Tierversuchen in der Kosmetikbranche

Tierversuche? Nein also sowas gibt es doch inzwischen fast gar nicht mehr. Klar für Medikamente und so da macht man es wohl noch, aber für alles andere ist sowas doch verboten und gar nicht mehr zeitgemäß. Wir fliegen doch zum Mond und können Roboter bauen und so… wer braucht da noch Tierversuche?

So in etwa habe ich früher drüber gedacht. So etwas ist doch gar nicht mehr zeitgemäß, es wird doch keine neuen Erkenntnisse bringen und jeder Konzern der sowas befürwortet hat doch sofort n Imageproblem. Weiter geforscht habe ich nicht, man nimmt es halt so hin und denkt schon „Also mit meinem Konsum is doch alles gut, ich kauf doch nicht immer den billigsten Kram“. Bewusstes Konsumieren steht und fällt mit dem nachforschen, dem Interesse die Vorgänge zu verstehen und Fehler einzugestehen. Mit meinem Konsumverhalten vor ein paar Jahren habe ich gravierende Fehler gemacht. Das heutige Verhalten ist immer noch durchzogen von Missständen, vermutlich aber nicht mehr so wie es der durchschnittliche Bürger halt so unternimmt.

Persönlich kenne ich wenige Menschen die sich mit der Thematik in größerem Maße beschäftigen. Keiner findet Tierversuche toll, aber das Bewusstein wie viel über Tierleid abgewickelt wird ist nicht da. Mich macht es sehr traurig das dieses Thema auch kaum Beachtung über die größeren Medien bekommt. Und solange soetwas nicht öfters aufgegriffen wird, gerät die lobbyfreie Tierbevölkerung in Vergessenheit.

Vor allem bei der männlichen Bevölkerungsschicht hat kaum einer einen blassen Schimmer von Waren die an Tieren getestet werden. Schminke benutzen ja eher wenige Männer und diejenigen die es dann tun, werden sich in den seltensten Fällen auch für das Tun der Firma interessieren. (Kosmetik wird leider oft als reines Frauenthema gesehen, obwohl jeder Mensch zumindest das ein oder andere pflegende Kosmetikprodukt benutzt.) – Fakt ist aber, dass die meisten großen Konzerne Tierversuche über andere Firmen durchwinken. Selbst will man ja nicht in der Kritik stehen, also lässt man andere für sich die Drecksarbeit machen.

Die Wende kam eigentlich mit dem Zusammenleben mit Erbse. Es ist immer gut Menschen in seinem Umfeld zu haben die sich mit diesem Thema beschäftigen. Man kann Dinge einfach unvermittelt erfragen und sieht direkt am Menschen wie sich eine gewisse Umstellung auswirkt. Mir wurde bewusst, dass ich einen Fehler mache den ich nicht mehr machen möchte. Stück für Stück habe ich damit begonnen Gewohnheiten und Konsumverhalten umzustellen. Trotzdem fehlt es mir an nichts, kein Produkt fehlt mir.

Warum bin ich denn nun eigentlich gegen Tierversuche bei Kosmetik? Nun, ich finde es einfach unnötig für ein Luxusprodukt Lebewesen leiden zu lassen. Da vor allem die Wissenschaft schon sehr viele Stoffe soweit erforscht hat, dass wir wissen wie wir damit umzugehen haben. Es ist in vielen Fällen einfach nicht mehr „notwendig“ und nicht zu vertreten.  In Vitro Verfahren (z.B. Experimente im Reagenzglas) bieten Alternativen die viel zu selten genutzt werden. Und wenn es schon Möglichkeiten gibt Tierleid zu mindern oder auszulassen sollte dieses auch geschehen. Meine eigene Moral und Ethik sagen mir das ich sowas nicht möchte.

Mir leuchtet ein, dass es Methoden geben muss an denen man erkennen kann was ein Stoff bewirkt und ob man sowas dann überhaupt verkaufen kann. Es leuchtet mir auch ein, dass im medizinischen Sektor nunmal auch Tierversuche flächendeckend aktiv sind. Schön ist das nicht. Doch zumindest in meinem alltäglichen Leben ist es möglich auf Produkte/Firmen zu verzichten die auf Tierversuche setzen. Keinem geht etwas dabei verloren, euer Produktsortiment verschiebt sich lediglich in eine Richtung. Informiert euch, schaut zu welchem Konzern das Produkt gehört und wie diese zu Tierversuchen steht. Diese Seite bildet zum Beispiel eine Grundlage mit der man daran arbeiten kann sich zu informieren.

Und natürlich sind wir alle vom „Alles richtig machen“ weit entfernt. Doch wenn wir uns alle nicht mehr dafür intressieren was wir täglich in uns rein stopfen, in uns wirken lassen, auf unserer Haut tragen und mit Geld unterstützen freuen sich nur diejenigen, die unser Geld dankend in Rattenaugen spritzen.

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In Kategorie: Für Männer, Tierversuche, Waschbärenreport

Über den Autor

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Ich bin der Henrik, 28 Jahre alt, wohne in der schönen Stadt Kassel und bin hier für die "männlichen Männer" unter euch zuständig. Ich schreibe über Produkte die der Mann haben sollte, Dinge die einen Mann bewegen und versuche euch Pflegekram näher zu bringen. Dabei lerne ich ständig dazu und wachse mit euch zum Pflegeexperten heran. Auch ich habe bei 0 angefangen und schreibe aus der Perspektive in der sich wohl die meisten Männer wiederfinden. Bei mir gibt es nicht nur langweilige Produktvorstellungen, sondern echten, ehrlichen Content. Ansonsten drehe ich gerne ab und an ein Youtube Video, spiele fürchterlich viel am PC und twittere den Rest des Tages.

14 Kommentare

  1. Klaine

    Ich sehe das ähnlich: für mich ist Kosmetik ein Hobby und ich möchte nicht, dass Tiere für mein Hobby gequält werden. Es soll etwas Schönes sein und mir Spaß machen, aber es ist einfach nicht notwendig, dass Tiere dafür leiden.

  2. Absolute Zustimmung!
    Man selbst gibt sich, wenn man sich näher damit befasst, sehr viel Mühe, Produkte nicht zu kaufen, nicht zu konsumieren, von denen man weiß, sie kommen von Konzernen, bei denen bekannt ist, dass sie Tierversuche unterstützen, bzw. es nur indirekt oder schwammig zugeben. Das war mitunter auch ein Grund, weshalb ich mich dazu entschieden habe, bis auf wirklich wichtige, auf Medikamente zu verzichten. Zudem versuche ich, und hoffe auch, bei Kosmetika immer das richtige zu kaufen, wo mir die gute Liste von der Erbse auch schon viel geholfen hat (ich bedanke mich nochmal recht herzlich dafür!). Durch die Statements kann ich schonmal sehr abschätzen, welche Marken ich lieber meide.

    Klar, wurde irgendwann mal alles getestet, aber vieles auch eben nicht und ich finde, die Kosmetikindustrie kann auf soviele gute Rohstoffe zurückgreifen, dass man doch nicht noch unnötig das Rad neu erfinden muss, nur weil man immer danach bestrebt ist, die Kunden zufrieden zustellen und irgendwas innovatives haben muss. Lieber mit dem experementieren, was schon da ist und versuchen, das bestmöglichste zu machen.

    Wenn ich mich für das Thema einsetze und versuche, andere aufzuklären, bekomm ich immer die Frage an den Kopf geworfen, an wem man denn sonst testen soll und ob man denn lieber irgendwann verrecken möchte… mich macht das ganze ehrlich gesagt dann immer richtig traurig, weil ich weiß, ich kann denen dann eh nichts vermitteln und weiß dann gar nicht, was ich antworten soll…

  3. Du weißt ja das mir dieses Thema auch sehr am Herzen liegt und viel an meiner Haltung zu dem Thema dir zu verdanken ist. Ich denke wenn es schon eine günstige Testmethode sein soll, sollten sie doch an Probanden testen. Es gibt soviel Menschen da draussen, die bereit für so etwas wären die einen eigenen Willen äußern. Aber wie du schon geschrieben hast, es ist einfach nicht mehr nötig. Wir können nicht alles richtig machen, aber jeder einzelne kleine Schritt hilft zu einem großen Ganzen. Letztes Jahr habe ich mich entschieden kein Leder mehr zu kaufen, seit diesem Jahr versuche ich auf Kosmetikmarken zu verzichten die die namhaften Versuche machen. Mein Konsumverhalten hat sich verändert. Aber dennoch mache ich nicht alles richtig. Ich würde mir wünschen, dass sich einfach mehr Firmen gegen Tierversuche entscheiden.

  4. Kate.

    Mir liegt das Thema auch sehr am Herzen. Ich versuche auch meine Mutter und Freunde dafür zu „begeistern“ (also möglichst TV-Produkte zu meiden).
    Ich fahre eigentlich mittlerweile auch sehr gut damit. Mir fehlen die Produkte auch nicht. Ich verstehe es einfach nicht dass gerade hochpreisige Firmen Tiere so quälen und dafür zahlt man dann auch noch viel Geld. Wie kann es sein, dass Produkte (Alverde), die wenig Geld kosten, ohne TV auskommen?! Einfach nicht nachvollziehbar für mich. Das Thema wird in den Medien wirklich totgeschwiegen. Viele Leute wollen es auch einfach nicht wissen oder gucken bei den traurigen Bildern lieber schnell weg – wollen sich nicht mit unangenehmen Themen auseinandersetzen. Ich kenne das von meiner Mutter. Ich war mit ihr auf der grünen Woche in Berlin und wollte direkt zu dem Stand von Ärzte gegen TV. Meine Mutter wollte zunächst nicht, da ihr das Thema so nah geht und sie die Bilder nicht sehen möchte, ich konnte sie dann aber doch überzeugen. Sie achtet auch seit ich ihr das erklärt habe, viel mehr darauf.
    Ich hoffe, dass es bald ein umdenken gibt, was TV betrifft…es würde mir ein großer Stein vom Herzen fallen, wenn ich wüsste, dass WENIGSTENS für die Kosmetik keine Tiere mehr leiden müssen.

  5. Anja

    Mal ne Frage: Ich meine vor einiger Zeit auf deinem Blog mal gelesen zu haben, das Peta MAC von seiner TV-Frei-Liste gestrichen hat, weil MAC TV in Auftrag gegeben hat um ein Produkt in Asien (oder so) verkaufen zu dürfen. Wenn ich mir aber die neue TV-Liste bei Peta angucke, steht MAC immernoch bei den TV-Freien-Unternehmen?? Cosnova und ähnliche Unternehmen tauchen bei Peta gar nicht erst auf…weißt du, warum?

  6. Pingback: Blogger gegen Tierversuche « Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

  7. Pingback: Blogger gegen Tierversuche « Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

  8. Aside from all of these Civilization-esque additions,
    random events come into play, such as rogue knight attacks,
    or even a humongous undead invasion after a certain time has passed.
    Currently the app only works over USB, but Dutta is working on Bluetooth.
    All of these mods were fun and worked with both the original Fallout titles and the renovated XP and
    Vista-compatible versions of Fallout 1 & 2.

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