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Patreon und wie ihr mein Projekt unterstützen könnt

So richtig bin ich ja bisher nicht mit der Sprache herausgerückt, was es mit dem Patron*innen-Banner in der Sidebar auf sich hat. Ich möchte das hiermit gerne nachholen und auch kurz erläutern, weshalb ich bis jetzt so zaghaft mit Patreon umging.

Patreon ist eine US-amerikanische Support-Plattform, die Künstlern, Schriftstellern und Schaffenden aller Art ermöglicht, in Form von Spenden ihre Arbeit zu finanzieren. Kurzum besteht dort die Gelegenheit, ähnlich einem Zeitschriften-Abonnement, kleine Geldbeträge an Projekte zu spenden, die man mag. Schaut euch am Besten dafür einfach mal auf meiner Patreon-Seite um, falls das System interessant für euch scheint und ihr genauere Informationen wünscht.
Auf meiner Patreon-Seite befindet sich außerdem eine ausführliche Erklärung (sowohl in Text, als auch in Video-Form), weshalb ich mich für diesen Weg der Blog-Finanzierung entschieden habe. Mir ist wichtig, dass kosmetik-vegan.de kostenlos und unabhängig bleibt. Es wird sich für euch Leser*innen also auf dem ersten Blick nicht sehr viel ändern.

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Mit dem Bloggen Geld verdienen. Ein Thema was in letzter Zeit nicht gerade wenig diskutiert wurde. Ich stehe dem Ganzen nicht unkritisch gegenüber und kann verstehen, wenn Leser*innen zu Recht von so manchen Blogs abspringen, weil diese nur noch aus Artikeln bestehen, die durch (bezahlte) Kooperationen entstanden sind. Ich kann erst recht verstehen, wenn dies passiert, weil auf manchen Blogs immer noch die Kennzeichnung solcher bezahlten Artikel fehlt. Trotzdem weiss ich, dass es möglich ist mit dem Bloggen Geld zu verdienen, ohne seine Meinung zu verkaufen, ohne seine Prinzipien zu verraten und vor Allem ohne seine Leser*innen zu belügen. Mittlerweile gibt es immer mehr Blogger*innen die von ihrer Leidenschaft leben können und das ist in meinen Augen eine wundervolle und logische Entwicklung.
Ich finanziere mich derzeit überwiegend durch meinen Blog und durch Aufträge für andere Online-Medien und Print. Dafür bin ich wahnsinnig dankbar, denn nur die Wenigsten können ihr Hobby zum Beruf machen. Ich werde damit nicht reich, aber das möchte ich auch gar nicht. Das war mir noch nie sonderlich wichtig im Leben. Für Kooperationen mit (tierversuchsfreien und veganen) Unternehmen geht aber viel Zeit drauf, welche ich gerne in andere Projekte stecken würde. Auf meiner Patreon-Seite schreibe ich: „Neben den Recherchen zu Inhaltsstoffen, (Unternehmens-)Philosophien und Neuigkeiten aus der Branche, zum Beispiel zu weltweiten Tierversuchsrichtlinien, fließt eine verhältnismäßig große Kraft in das Finden von möglichen Werbepartnern, die meine Prinzipien teilen und mir helfen mein Webprojekt voran zu treiben und zu finanzieren. Viel lieber würde ich aber meine Zeit in das stecken, was mich motiviert und wirklich wichtig ist: Aufklärungs- und Tierrechtsarbeit, die Tierversuchsliste regelmäßig prüfen und erweitern, die dazugehörige kostenlose App weiterentwickeln, das Entwickeln neuer Konzepte und Hilfestellungen, Recherche-Reisen, Interviews vor Ort, Artikel verwirklichen, Videos drehen, Podcasts, vielleicht mal ein Buch schreiben und last but not least natürlich auch der engere Kontakt zu euch Leser*innen.“ An diesem Punkt kommt Patreon ins Spiel, denn es wäre schön, wenn sich darüber genug Unterstützer*innen beziehungsweise Patron*innen finden, die mir bei meinem Vorhaben helfen und in ihre ganz persönlichen „Erbse-Aktien“ investieren, wie Julia von Beautyjagd letztens so schön schrieb. Schaut euch für mehr Informationen bitte unbedingt die Beschreibung auf meiner Patreon-Seite an.

Auf Patreon bin ich nun schon den zweiten Monat und bis heute haben sich 9 Patron*innen eingefunden, die kosmetik-vegan.de auch finanziell unterstützen möchten. Vielen Dank! <3 Ich habe bisher noch nicht sonderlich auf Patreon aufmerksam gemacht, weil ich ehrlich gesagt etwas Angst hatte. Und zwar vor euren Reaktionen. Mittlerweile weiss ich, dass mich viele von euch verstehen und eben nicht denken, dass alles im Internet immer absolut ohne finanzielle Gegenleistung entstanden sein muss, obwohl eine Menge Zeit und Arbeit investiert wurde. Ich will mich bei euch bedanken und bin froh über jede Form der Unterstützung… egal ob es ein Kommentar ist, ein paar Dollar auf Patreon, ein Daumen nach oben auf den Social Media-Plattformen, das Teilen der Tierversuchsliste oder der Artikel, oder einfach nur ein paar motivierende Worte, denn ich weiss, dass das alles hier ohne euch gar nicht funktionieren würde. Gleich werde ich noch ganz sentimental. :’D Ihr seid einfach die tollste Blog-Gemeinschaft die man sich nur wünschen kann und das weiss ich sehr zu schätzen. <3 Mich überwältigt das manchmal einfach alles so.

Patreon Klappkarten und Buttons kosmetik vegan erbse

Für jede*n Patron*in habe ich ein paar Goodies in Form von Klappkarten für den Geldbeutel oder die Hosentasche (wie man vegane Kosmetik, unvegane Inhaltsstoffe, Mikroplastik und Palmöl-Derivate erkennt) und Buttons vorbereitet. Außerdem möchte ich in Zukunft regelmäßig auf Patreon (Video-)Updates geben, damit ihr als erste Bescheid wisst, woran ich gerade arbeite und wie es allgemein so läuft. Das alles steht noch am Anfang und ich bin wahnsinnig aufgeregt deswegen! Die ersten Patron*innen dürften ihre Goodies bereits erhalten haben oder in den kommenden Tagen erhalten. Neun Patron*innen spendeten im Februar 64 Dollar. Davon fielen 4,21 Dollar Gebühren an und 3,20 Dollar gingen an Patreon. Insgesamt habt ihr mich im Februar also mit 56,59 Dollar unterstützt. <3

Egal ob mit oder ohne Patreon, ich freue mich auf die kommende Zeit mit euch und auf alles was wir hier so rocken werden.

Falls ihr noch weitere Fragen bezüglich Patreon habt, scheut euch nicht sie zu stellen! :)

Waschbär Ben

Kaffeekasse

Stöberst du gerne auf kosmetik-vegan.de? Ich freue mich über ein kleines Trinkgeld. Danke für deine Unterstützung!

♥ Ko-fi / Paypal ♥ Patreon

4 Kommentare

  1. Ganz ehrlich, ich finde es vollkommen legitim, dass man Dich und Deine Arbeit mit Patreon unterstützt bzw. dass Du diese Möglichkeit nutzen möchtest.

    Ich habe nur einen winzigen Blog und selbst in diesem steckt schon einiges an Arbeit, wenn ich mal etwas länger für ein Thema recherchieren oder die richtigen Fotos raussuchen und bearbeiten muss.

    Ich bin mir sicher, dass Du für bestimmte Recherchen sogar mehrere Tage oder auch manchmal Wochen benötigst.

    Im Endeffekt sieht man auf (D)einem Blog mit bloßem Auge nur einen kleinen Teil dessen, was tatsächlich dahinter steckt, aber ich denke jeder, der selbst einen betreibt, weiß oder kann sich zumindest vorstellen, was dahinter steckt.

    Du, und natürlich auch Celilander und Deine Co-Blogger, habt hier etwas ganz großes geschaffen und ich würde Euch wünschen, dass Ihr entspannt von dem Leben könnt, was Euch begeistert und erfüllt.
    Ich werde sicher auch noch meinen Teil dazu beitragen. ;-)

    Liebe Grüße,

    die MuhKuh

  2. Jenna

    Liebe Erbse,

    nur keine Bescheidenheit! Ich weiß nicht, ob dir das so klar ist, aber du bist für viele vegane Beauty-Liebhaberinnen Referenz schlechthin! Ich schaue mir gerne viele vegane Blogs an und eines ist den meisten (aus Deutschland) gemeinsam: An irgendeiner Stelle oder manchmal auch an mehreren Stellen beziehen sie sich auf dich! Und das will schon was heißen. Ich denke, du machst dir wirklich immer so viel Mühe, gehst den Dingen auf den Grund, gibst neue Anstöße, recherchierst – und nimmst damit auch eine ganz schöne Verantwortung auf dich, die du so, als unbezahlte Kreativkraft eigentlich gar nicht nötig hättest. Dein Patreon-Projekt ist also meiner Ansicht nach auf jeden Fall berechtigt.

    Ich selbst mache Musik und spiele in einer Band, die zwar beliebt ist und schon ganz gut in Europa rumgekommen ist, aber wir können davon nicht leben und müssen alle irgendeiner „normalen“ Arbeit nachgehen. Manchmal könnte ich mich so darüber aufregen, wenn zum Beispiel Leute an der Kasse zu einem Konzert ewig darüber diskutieren, ob sie einen Nachlass haben können, weil sie ja die erste Band verpasst haben (aber mindestens den gleichen Betrag offensichtlich schon längst für Alkohol ausgegeben haben) oder wenn Bands in vielen Clubs sogar noch draufzahlen müssen, um überhaupt auftreten zu dürfen. Nach dem Konzert sind immer alle total begeistert und fragen uns, warum wir nicht schon berühmt sind – tja, so wird das nichts. Denn um die nötige Arbeit in die Band zu stecken, müssten wir mehr Zeit haben. Zeit, die zum Lohnarbeiten draufgeht. Das heißt, um von der Band leben zu können, müssten wir eben für unseren kreativen Output anständig entlohnt werden, dann müssten wir auch nicht mehr/weniger Lohnarbeiten und hätten wieder mehr Zeit für Kreativität. Da das nicht der Fall ist, beißt sich die Katze am Ende in den Schwanz.
    Von daher finde ich es immer toll, wenn jemand von seinem*ihrem Herzensprojekt leben kann und auch mal nach außen transportiert, dass diese ganze Arbeit eben auch was kostet und was Wert ist.
    Ich drücke dir die Daumen, dass eine ordentliche Summe zusammenkommt!

    Und an die anderen Leser*innen: Leute, ihr schaut hier regelmäßig rein! Für euren Coffee to go oder euer Bierchen am Abend, Lippenstifte und Schokoriegel gebt ihr doch auch ständig Geld aus, wieso dann nicht auch für kreativen Input und vertrauenswürdigen Journalismus? Ihr könnt eure Unterstützung auf Patreon jederzeit kündigen, wenn ihr den Blog nicht mehr so regelmäßig besucht oder nicht mehr spannend genug findet. Also worauf wartet ihr?

    Alles Liebe und toi toi toi,
    Jenna

  3. Ich kann Dein Zögern gut verstehen, finde den Ansatz aber absolut legitim, richtig und wegweisend. Hoffentlich kommen gnügend Patrone zusammen, damit sich das ganze für Dich ausgeht und Kosmetik vegan noch stärker wird!

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