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#WBR22 Animals‘ Beauty Business – Neuseeland, Südkorea und Co

animals beauty business waschbärenreport vegan tierversuche kosmetikDiese Sonderausgabe des Waschbärenreports beschäftigt sich ausschließlich mit der derzeitigen Tierversuchspolitik weltweit. Was hat sich also die letzten Wochen getan? Hier erfahrt ihr es.

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Neuseeland verbietet Tierversuche

Bisher waren Tierversuche für Kosmetik in Neuseeland nicht erforderlich, jedoch waren diese für synthetische Inhaltsstoffe, die in Kosmetik und in medizinischen Produkten Verwendung finden, immer noch gestattet. Das hat nun endlich ein Ende, denn Neuseeland folgt den Schritten der EU, Israel, Indien und Sao Paulo, und verbietet Tierversuche für fertige Produkte und für Inhaltsstoffe, die ausschließlich für Kosmetik benutzt werden. Juchu! Das bedeutet aber auch, dass Tierversuche für Inhaltsstoffe, die sowohl für Kosmetik als auch für Haushaltsprodukte eingesetzt werden, immer noch gestattet sind. Ähnlich den Richtlinien der Europäischen Union, gilt das Verbot nicht für internationale Marken, die außerhalb Neuseelands herstellen und verkaufen. Marken die zum Beispiel in China vertrieben werden, wo Tierversuche gesetzlich immer noch Vorschrift sind, können dennoch in Neuseeland verkauft werden. Tatsächlich besteht der neuseeländische Kosmetikmarkt zu 90% aus ausländischen Marken.

Tag zur Abschaffung der Tierversuche

Wie jedes Jahr findet auch diesen April wieder ein bundesweiter Aktionstag gegen Tierversuche statt. In ganz Deutschland werden am 18. April Mahnwachen, Informationsstände und Protestaktionen veranstaltet. Jede*r ist eingeladen selbst aktiv zu werden oder an bereits geplanten Aktionen teilzunehmen eine Städteliste findet ihr auf der Seite “Tag zur Abschaffung der Tierversuche”.

Hotline für illegale Tierversuche

Die Human Society International (HSI) hat in Indien ein Telefon-Hotline eingerichtet, damit Menschen illegale Tierversuche für Kosmetik melden können. Zwar sind in Indien, wie auch in der Europäischen Union, Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe und Fertigprodukte verboten, aber noch scheinen sich nicht alle Unternehmen daran zu halten. HSI India ermutigt anzurufen, wenn illegale Tierversuche bemerkt wurden, und bietet eine Belohnung von 25.000 indischen Rupien. Alokparna Sengupta, HSI/India’s #BeCrueltyFree Kampagnen-Manager sagt dazu: “We are proud to launch our first national tip line to combat illegal animal testing for cosmetics and help the Ministry of Health and Family Welfare and the Drug Controller General implement India’s historic ban. Testing cosmetics on animals has been outlawed because it is cruel and unnecessary, so we encourage anyone who has any information on any sort of animal testing for cosmetics taking place in any part of India to call us and we will work with the DCGI to make sure it stops immediately. India is rightly proud of this test ban, so callers will be doing a great service to animals and India, and we assure them the identity of all callers will remain strictly confidential” Quelle[/col_half][col_half_last]

Mit Schrubber und Putzlappen gegen Tierversuche

Seit März 2013 sind in der EU Tierversuche für Kosmetik verboten. Wir wissen aber, dass Inhaltsstoffe trotzdem noch getestet werden, sobald diese nicht nur kosmetischen Zwecken dienen. Deshalb gibt es Kampagnen, wie etwa durch die ECEAE, die sich dafür einsetzen, dass das Tierversuchsverbot auch für Haushaltsprodukte in Kraft tritt. Auf dem Parliament Square in Westminster fand deshalb eine Protestaktion statt, wo ECEAE-Mitglieder und Sympathisanten mit Wischmob und Staubwedel bewaffnet auf das Thema aufmerksam machten.
waschbärenreport 22 kosmetik vegan tierversuche hsi buav ecea ärzte gegen tierversuche against animal testingQuelle Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Das Mausmobil tourt durch Deutschland

Der Verein “Ärzte gegen Tierversuche e.V.” tourt diesen Sommer mit einem ganz besonderen Vehikel durch Deutschland. Überall wo das Mausmobil auftaucht, wird es einen Infostand zu Tierversuchen und Filmmaterial zum Thema geben. Der Verein möchte mit dieser Aktion aufklären und die Bürger dazu bewegen Druck auf Wirtschaft und Politik auszuüben. Welche Städte bisher feststehen, könnt ihr auf der Seite “Mausmobil” nachlesen.

Südkoreas erste Schritte Richtung Tierversuchsverbot

Die Kampagnen gegen Tierversuche (z.B. durch HSI #becrueltyfree) in Südkorea haben erste Erfolge zu verzeichnen, wenngleich hier leider noch kein allgemeines Verbot von Tierversuchen für Kosmetik bewirkt wurde. Die neue Regelung gilt nicht für verschiedene Produktkategorien und manche Inhaltsstoffe, wie Konservierungsstoffe, Sonnenschutz und Farbstoffe. Verboten sind Tierversuche außerdem nur, wenn durch die koreanische Regierung akzeptierte alternative Testmöglichkeiten vorliegen. Ausgenommen sind davon, wie so oft, Inhaltsstoffe, die nicht nur in Kosmetik eingesetzt werden. Der Verkauf internationaler Marken, die Tierversuche durchführen (lassen), ist in Südkorea ebenfalls nicht verboten.[/col_half_last]

Na, das ist doch schon mal was. :) Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche.

Waschbär Ben

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2 Kommentare

  1. Hannah

    Hey Erbse!
    Ich bin bei Recherchen über Tierversuche in Kosmetik auf deinen Blog gestoßen. Seitdem hat sich bei mir viel getan: Ich habe aufgehört, meine Haare mit Shampoo zu waschen, achte (noch) mehr auf Inhaltsstoffe und lese regelmäßig deinen Blog! Ich wollte mich einfach mal bedanken, denn du hhast mir geholfen, meinen Schweinehund zu überwinden und endlich mehr darauf zu achten, was man sich eigentlich so auf die Haut/Haare kippt! Dankeschön für deine stets informativen Reporte!

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