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Brustselbstuntersuchung – Wie geht das?

Sitzende Frau mit entblößter Brust, Jean-Baptiste-Camille Corot

Ich muss ehrlich zugeben, dass auch ich mich mit diesem Thema bisher kaum auseinander gesetzt habe. Vor Jahren habe ich mal eine Broschüre mitgenommen, nie reingeschaut und sie dann irgendwann weggeworfen. Deswegen habe ich nun das Internet durchforstet und bin auf einige Anleitungen gestoßen, die ich hier gerne weiterempfehlen möchte.

Die häufigste Krebserkrankung bei deutschen Frauen ist der Brustkrebs.
Die meisten Knoten in der Brust werden bei der Brustuntersuchung ertastet, in 80% bei der Selbstuntersuchung. Es ist also wahnsinnig wichtig, dass wir Frauen unsere Brüste nicht nur im Auge behalten, sondern auch selbstständig abtasten können. Klar macht das auch die Frauenärztin, aber zu der gehen wir ja nur alle 6-12 Monate und Früherkennung steigert nun mal die Heilungschancen.

Ich würde euch gerne dieses Video hier ans Herz legen. Schritt für Schritt wird alles gut erklärt und grade für den Einstieg ist es gut, mal richtig gesehen zu haben, was ihr tun müsst. Hinterher reicht dann vielleicht wirklich ein merkblatt zur Gedächtnisauffrischung. Ich würde euch da das Merkblatt zur Brustuntersuchung von netdoktor.at empfehlen. Es handelt sich um ein pdf, das ihr einfach ausdrucken könnt.

 

Trotz allem ist es sinnvoll, dass ihr mit eurer Frauenärztin sprecht und euch ggf. von ihr zeigen lasst, wie ihr euch am besten abtastet. Die Selbstuntersuchung ersetzt auch auf keinen Fall die Untersuchung bei der Gynäkologin!

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14 Kommentare

  1. Juli

    :guterbeitrag:

    Finde ich auch sehr wichtig, das Thema. Meine Mama ist selber daran erkrankt und Brustkrebs ist auch einer der wenigen Krebsarten die vererbbar sind.

  2. Klaine

    Ich schließe mich Juli komplett an! :guterbeitrag: Das ist ein wirklich wichtiges Thema, welches oft zu kurz kommt. Bisher habe ich nirgends darüber etwas gelesen!
    Leider ist es ein sehr wichtiges Thema für mich da meine Oma und meine Mutter beide Brustkrebs hatten.
    Ganz liebe Grüße!

    • Danke euch :-)
      Ich habe tatsächlich auch anderswo schon davon gelesen, aber ich fand es wichtig, das hier aufzugreifen. Wir haben doch sehr viele Leserinnen und neben all den schönen Sachen, finde ich auch solche Gesundheitsthemen immer wieder von Bedeutung.

  3. Juli

    @Klaine, du kannst in ein Brustkrebszentrum gehen, denen deine erbliche Vorbelastung schildern und nach einer Untersuchung wird man dann als ein Hochrisikopatient eingestuft, sodass die ärztliche Vorsorge übernommen und auch gewährleistet wird.

    Ich muss gestehen ich war selber noch nicht in diesem Zentrum um mich weiter zu informieren und mich entsprechend untersuchen zu lassen,aber im Krebsinfoheftchen steht das so drin.

  4. Jule

    Zusätzlich zu den Beratungsgesprächen und der intensivierten Vorsorge hat man auch die Möglichkeit einen Gentest machen zu lassen.
    Hier sind sämtliche Zentren, die sich auf familiären Brustkrebs spezialisiert haben, aufgelistet: http://www.krebshilfe.de/brustkrebszentren.html

    Ihr braucht echt keine Angst zu haben, dort einen Termin zu machen. :) Ihr werdet 2 Beratungsgespräche bekommen, das eine mit einer Gynäkologin/einem Gynäkologen und eines mit einer Genetikerin/einem Genetiker, dabei wird das persönliche Risikoprofiel erstellt und je nachdem gibt es auch die Möglichkeit, einen genetischen Test ddurchführen zu lassen (ist aber kein Muss). Außerdem wird man über prophylaktische Möglichkeiten aufgeklärt und über die intensivierte Vorsorge (Ultraschall, MRT, Mammografie). Eirekte Untersuchungen finden nicht statt.
    Wichtig ist jedoch, möglichst viel über die Krankheitsfälle in der Familie zu wissen. :)

  5. Ich finde es sehr wichtig und auch super von dir, dass du auf dieses Thema ansprichst, denn Krebs ist schon lange zu einer Volkskrankheit geworden und kann einen wirklich in JEDEM Alter treffen. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen sollte auf jeden Fall jeder wahrnehmen. Es ist einfach wichtig, denn die Menschen erkranken in immer jüngeren Jahren an Krebs. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin mit 22 Jahren an Brustkrebs erkrankt und habe in meiner ganzen Therapiezeit wie auch jetzt sehr viele andere junge Menschen kennen gelernt, die ebenfalls an Krebs erkrankt sind. Nehmt es also nicht auf die leichte Schulter.

    Liebe Grüße
    Yvonne

  6. Das Thema scheint in meinem Leben leider immer irgendwie aktuell zu sein. Schon deshalb finde ich den Beitrag sehr gut. Allein als Anregung darüber nachzudenken, wie sehr man selbst dieses Thema immer vor sich her schiebt.

    • Erbse

      Danke, Raine.
      Das stimmt. Man denkt viel zu selten dran. Und besonders in vorbelasteten Familien, ist das doch überaus wichtig.
      In meiner Familie gibts da leider auch eine Vergangenheit.
      LG <3

  7. marswuerm

    Ich bin zwar noch nicht mit dieser Krebsart in meinem Umfeld in Berührung gekommen (und werde es auch hoffentlich nie), aber ich achte auch sehr darauf mich zu überprüfen. Danke für das Aufgreifen dieses wichtigen Themas!
    Im Übrigen habe ich einen Frauenarzt… ;)

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