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#WBR24 Animals’ Beauty Business – Nordamerika, China, Taiwan & wer kaufte wen?!

animals beauty business waschbärenreport vegan tierversuche kosmetikDiese Sonderausgabe des Waschbärenreports beschäftigt sich ausschließlich mit der derzeitigen Tierversuchspolitik weltweit. Außerdem wurden wieder viele Marken von Konzern zu Konzern verkauft, was sich bedingt auf die Tierversuchsliste auswirkt. Was hat sich also die letzten Wochen getan? Hier erfahrt ihr es.
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Wer kauft wen? Was ändert sich an der Tierversuchsliste?

  • Unilever kaufte die Hautpflegemarken REN und Kate Somerville.
  • Kendo, welche zur LVMH/Sephora-Gruppe gehören, wurde mit den Marken Bite Beauty, Kat von D, Elizabeth and James, Formula X, Marc Jacobs Beauty und Ole Henriksen zur Tierversuchsliste hinzugefügt.
  • Procter & Gamble trennt sich von einigen Kosmetikmarken und Coty schlägt zu. Betroffen sind Gucci, Dolce & Gabbana und Hugo Boss Fragrances, Wella, Clairol Hair Care, Max Factor und Cover Girl. Noch ist der Deal nicht ganz in trockenen Tüchern, denn Henkel ist starker Mitbewerber bezüglich Wella.
  • Um Burberry Color Cosmetics und Fragrances auf den japanischen Markt zu bringen, ist Burberry eine Partnerschaft mit Shiseido eingegangen.

Gute Nachrichten aus Kanada!

In Kanada waren Tierversuche für Kosmetik bisher weder verboten noch gesetzlich vorgeschrieben. Mit Hilfe von Humane Society International (#BeCrueltyFree Kampagne) und Animal Alliance of Canada will Senatorin Carolyn Stewart Olsen den “Cruelty-Free Cosmetics Act” einführen. Wenn dieser Plan so eintritt, würde das folgende Änderungen bedeuten:

  • Tierversuche für Kosmetikprodukte in Kanada wären verboten.
  • Der Verkauf von Produkten, die neu im Tierversuch getestet wurden, wäre untersagt.
  • Der Verkauf von an Tieren getesteten Inhaltsstoffen für Kosmetik wäre ebenfalls untersagt.
  • Das Verkaufsverbot soll ebenfalls für Produkte gelten, die außerhalb von Kanada im Tierversuch getestet wurden.

Das kommt insgesamt dem EU-Gesetz gleich.

USA ebenfalls bald tierversuchsfrei?!

Die USA zogen vor wenigen Tagen nach und präsentierten den Humane Cosmetics Act. Wie auch in Kanada sind Tierversuche für Kosmetik in den USA derzeit weder gesetzlich vorgeschrieben noch verboten. Das könnte sich bald ändern, wenn der Humane Cosmetics Act, der ebenfalls mit Hilfe von Humane Society International und ihrer #BeCrueltyFree-Kampagne erarbeitet wurde, in Kraft treten sollte. Verboten wären dann Tierversuche für Kosmetikprodukte, die in den USA hergestellt und verkauft werden. [/col_half][col_half_last]

Gipfeltreffen in China

Cruelty Free International veranstaltet ein Gipfeltreffen in Beijing, um dort vierzig der weltweit führenden Forscher*innen der tierversuchsfreien, alternativen Testmethoden für Kosmetik, an einen Tisch zu bringen und um den Fortschritt und die Entwicklung dieser Methoden zu diskutieren. Ziel ist es, das Wissen über diese Alternativen mit den chinesischen Forscher*innen und den Kosmetikunternehmen zu teilen und diese näher zu bringen.
Organisiert wurde das Ganze zusammen mit der Chinese Environmental Mutagen Society und von Dr. He Zhengming vom National Institute for Food and Drug Quality Control sowie Dr. Nick Palmer, Director of Policy für Cruelty Free International. Dr. Palmer: “The Chinese decision to allow companies to register most domestically-produced cosmetics with their own safety testing dossiers was extremely important. It has, for the first time, paved the way for ethical cosmetic companies to develop in the Chinese market without causing suffering to animals. However, it is vital that companies know that the official institutions will accept the alternatives, hence our decision to organise this event with our Chinese partners to spread the latest information widely.” Quelle

In Taiwan könnten Tierversuche für Kosmetik bald verboten sein

Taiwan könnte bald das erste ost-asiatische Land sein, das Tierversuche für Kosmetik verbietet. Das geplante Verbot soll den Verkauf von neu-getesteten Produkten, als auch das Testen der Kosmetik an sich beinhalten. Das kommt den EU-Gesetz sehr nahe und ist eine tolle Entwicklung! Kosmetikunternehmen werden drei Jahre Zeit bekommen, um sich umzustellen. Eine aktuelle Meinungsumfrage der TSPCA ergab, dass rund 69 Prozent der Taiwaner*innen Tierversuche für Kosmetik ablehnen. Rund 77 Prozent sind der Ansicht, dass Tiere nicht für unsere Schönheit leiden sollten. Der Abgeordnete Wang YuMin dazu: “In 2009 the EU, the world’s largest cosmetics market, banned cosmetics animal testing, and in 2013 banned the sale of cosmetics that have been tested on animals. In recent years, Israel, India and New Zealand have also passed similar legislation. Only by implementing this ban can the welfare and rights of the animals used in cosmetic testing be protected here in Taiwan.” Quelle [/col_half_last]

Insgesamt also viele viele freudige Nachrichten, die zeigen, dass es voran geht. :)

Waschbär Ben

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3 Kommentare

  1. Bea

    liest sich gut aber ich bin so lange skeptisch was den asiatischen Markt angeht bis man das gesetzlich verabschiedet hat. Und dann stellt sich mir die Frage wer das in Asien kontrolliert?

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