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Happy World Vegan Day

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Heute ist der 1. November. Offizieller Weltvegantag und somit eine gute Möglichkeit um reichliche Veranstaltungen zu planen, Informationsaustausch zu bieten und um generell auf den Veganismus aufmerksam zu machen. Ausgerufen wurde der 1. November übrigens damals, weil die englische Vegan Society 1994 ihr fünfzigstes Jubiläum feierte. Das müsst ihr euch mal vorstellen… die Vegan Society gibt es also seit 1944!
Wir möchten diesen Tag heute auch ein bisschen mit euch zelebrieren, ganz egal ob ihr vegan, vegetarisch oder omnivor lebt, denn ein Bewusstsein für die Zusammenhänge und die Motivation hinter dem Veganismus sind für Jeden wichtig, wenngleich er auch unterschiedliche Schlüsse für sein Leben daraus zieht. Deshalb gebe ich euch heute ein paar Links als Informationsquellen an die Hand. Außerdem habe ich euch aus unserem VeganesNom-Repertoire ein paar tolle Rezepte rausgepickt. <3 Und wir haben uns die Frage gestellt, weshalb wir als Blogger/innen auf Blanc et Noir überhaupt vegane Kosmetik verwenden. Mit unseren Antworten möchten wir auch beginnen.

Wieso verwende ich Kosmetik ohne tierische Inhaltsstoffe und frei von Tierversuchen?

MhhhKathi antwortet:
Die Umstellung auf vegane, und vor allem tierversuchsfreie Kosmetik ging bei mir schon los, als ich „nur“ Vegetarierin war. Der Gedanke dahinter war ganz einfach: Warum sollten Tiere für mich leiden, nur damit ich mir diesen Luxus gönnen kann? Vor allem dekorative Kosmetik ist etwas, worauf man ganz einfach komplett verzichten könnte – genau wie die meisten Cremes, Peelings, und so weiter. Fast alle kosmetischen Produkte, die man so benutzt, sind ein kleiner Luxus, den man sich im Alltag gerne gönnt… Mir eine Creme ins Gesicht zu schmieren, für die Tiere sterben mussten, würde sich aber niemals gut anfühlen – egal, wie toll sie ansonsten ist. In meinem Umkreis habe ich schon oft erlebt, dass gerade Menschen, die für Veganismus ansonsten nicht viel übrig haben, für genau dieses Argument trotzdem sehr offen sind. Bei der Ernährung machen viele schnell dicht, aber die Umstellung auf tierversuchsfreie Kosmetik scheint manchen viel plausibler, und daher auch leichter. Vielleicht nutzt ihr den Welt-Vegan-Tag ja einfach mal, um vehementen Veganismus-Gegnern ein paar Pflegeprodukte zu empfehlen, mit denen sie ohne viel Mühe ihren Alltag tierleidfreier gestalten können :)

Erbse antwortet:
Als ich noch vegetarisch lebte, sah ich das mit der Kosmetik noch nicht so eng, auch weil ich mich leider nie ausführlicher damit auseinandersetzte. Wie so viele auch heute noch denken, dachte ich vor ein paar Jahren ebenfalls, dass Tierversuche für Kosmetik sicher längst verboten sind und über Inhaltsstoffe informierte ich mich auch nie. Die Leute die dafür zuständig sind, würden schon nichts in die Produkte mischen, was mir, der Umwelt und der Tierwelt schaden könne. Das war ziemlich bequem von mir. Und ich bin froh letztendlich für mich Konsequenzen gezogen zu haben, auch wenn ich ein bisschen nachvollziehen kann, dass diese Lösung nicht für Jeden eine darstellt oder noch nicht darstellt.
Ich weiss noch genau wie ich damals den Schritt zur veganen Ernährungsweise ging und mich fragte, ob ich das nun auch bei Kosmetikprodukten durchziehen solle. Erst wollte ich mir diesen Luxus nur nach Duft und Laune entscheiden zu können nämlich nicht nehmen lassen. Aber dann wurde mir schnell klar, dass es genau das ist. Luxus. Unnötiger Luxus der auf den Schultern von Lebewesen lastet, die ihre Stimme nicht erheben können und uns Menschen ausgesetzt sind. Als mir das wirklich bewusst wurde, durchlebte ich den gleichen Prozess wie es zuvor bezüglich der veganen Ernährung passierte. Als es zuerst noch ein (wenn auch freiwilliger) Verzicht war, wurde es schnell zur Bereicherung in meinem Leben. Denn mir geht es gut mit meiner Lebensweise. Und die Vielfalt der veganen und tierversuchsfreien Möglichkeiten in der Kosmetik könnt ihr hier auf Blanc et Noir mit uns erleben.

Celilander antwortet:
Kosmetik im allgemeinen ist ja eher ein Feld was Kerle nicht so interessiert. Und gerade weil es sie nicht interessiert, wird der best beworbenste Scheiß gekauft. Das generelle Verständnis ist nicht so da und zugegebenermaßen muss man sich mit dem Thema vegane Kosmetik auch beschäftigen. Wenn man schon Luxusprodukte verwendet, sollte man zumindest immer versuchen möglichst korrekt und schonend zu konsumieren. Vegane Kosmetik ist überall zu kriegen und teils auch im selben Preissegment wie unvegane Kosmetik. Es ist für mein Verständnis richtig vegane Kosmetik zu kaufen und man unterstützt einen gewissenhaften Geschäftszweig. Außerdem hat man die Möglichkeit sein engeres Umfeld mit neuen coolen Produkten zu zeigen was es alles für schöne Dinge abseits von „Axe“ und „Dusch Das“ gibt.

Zombiekatze antwortet:
Meine Antwort auf diese Frage lautet genau so, wie die Antwort auf die Frage: Warum vegane Ernährung? Weil wir es können. Weil es möglich ist. Und zwar ziemlich problemlos. Das konsumieren tierischer Produkte bedeutet, einem anderen, ebenfalls fühlenden Lebewesen etwas wegzunehmen, was eigentlich ihm gehört. Und das ist so gut wie immer mit physischen und psychischen Schmerzen verbunden. Jemandem etwas weg nehmen, auch wenn man es gar nicht wirklich nötig hat und man ohne sowieso viel gesünder dran ist und nebenbei auch noch die Umwelt entlastet, ist nicht so nett. Darum lasse ich es auch. Und ich habe trotzdem noch mehr als genug Auswahl und Abwechslung. Sowohl auf meinem Speiseplan als auch in meinem Kosmetiktäschchen. Und ich bin glücklich damit. Mehr Gründe braucht es doch gar nicht, oder? Happy World Vegan Day!

Und Du?

 

Eine Sammlung von tollen Aktionen in vielen deutschen Städten zum Vegan-Tag findet ihr auf vegan-tag.de.
Der Vegetarierbund Deutschland bietet auf seiner Webseite außerdem eine Vielzahl an Informationen rund um den Veganismus.

Was zum Naschen: Schoko-Orangen Trüffel
Was Lustiges: Kackhäufchen, die aber eigentlich nur aus fantastischem Schokoteig bestehen
Hausmannskost: Veganes Schnitzel
Und was Gefülltes: Zucchini mit Füllung und Reis

 

 

Waschbär Ben

Kaffeekasse

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6 Kommentare

  1. Ich gestehe, ich bin ein „böser“ Allesfresser. Allerdings ein Bewusster. Soll heißen, dass ich eben keine abgepackten Fleisch- oder Wurstprodukte im Supermarkt kaufe.

    Ich gehe zu einer kleinen Landmetzgerei. Da gibt es eben nicht immer alles. Meine Rouladen zB bekomme ich sehr selten. Demnach liegt das auch nur vielleicht 1x im Quartal bei mir aufn Teller. Dafür ist es aber auch was Besonderes und man genießt es ganz anders. Und da hier alles eben etwas teurer ist, gibt es eben nur 1- max. 2x die Woche ein Fleischgericht. Man kennt sich seit Jahrzehnten. Ich könnte sogar bei der Schlachtung dabei sein. Aber das will ich nicht unbedingt noch einmal erleben. Dennoch bin ich der Meinung, dass jeder, der Fleisch verzehrt, mindestens einmal einer Schlachtung beigewohnt haben sollte. Dann wird einem das alles viel bewusster. Wie will man als Kind bzw. selbst als Erwachsener einen Bezug zum Fleisch bekommen, wenn man immer nur diese steril abgepackten Portiönchen sieht, welche keinerlei Rückschlüsse zum Tier ziehen lassen!? Da kann man den Gedanken daran, dass das mal ein lebendiges Tier war sehr leicht verdrängen. Das finde ich sehr schade.

    Bei einem Bauernhof hole ich immer die Eier. Wenn man will (und früh genug da ist) kann man sie dort sogar selber sammeln. Da sieht man dann auch, wie es den Tieren geht und man sieht auch, dass sie ein großes Freigehege haben. Das Gehege dient ihnen aber auch eher als Schutz, da der Hof nah an einem Wald steht. Sonst würde da wohl öfter mal ein Fuchs vorbei kommen. Und ich bilde mir ein, dass diese Eier viel besser schmecken.
    Hier hole ich mir auch immer die Kartoffeln. Gelegentlich hat er auch anderes Gemüse da. Frischmilch gäbe es auch, aber die vertrage ich meiner chronischen Magen-Darm-Sache wegen nicht.
    Selbst die Weihnachtsgans ist von dort. Wenn es nach mir und meiner Mutter ginge, könnten wir gut drauf verzichten. Aber meine Herren Brüder und der Stiefvater… Aber auch die Gans war eben draußen. Konnte rennen, bekam ordentliches Futter. Wasser zum hinein watscheln. Viel besser als diese armen KZ-Tiere :(
    Bei diesem Hof steht im Grunde jedem die Türe offen. Immer. Also theoretisch. Wenn man da mitten in der Nacht angewackelt käme, wären die Bauersleut sicher nicht begeistert ^^

    Bei den Pflegeprodukten bzw. allgemein den Kosmetikprodukten war mir lange nicht bewusst, dass da wirklich auch tierische Inhaltsstoffe drin sind. Bzw. das Thema Tierversuche hätte ich auch nicht in diesem Bereich erahnt. Dachte, dass das längst Geschichte wäre. So leicht kann man sich täuschen. Aufmerksam wurde ich aber erst vor drei, vier Jahren darauf, als ich anfing, Blogs zu lesen. Ich finde es traurig, dass Otto Normalverbraucher da selbst erst in den Tiefen des WWWs verschwinden muss, um sich dessen wirklich zu werden.

    Ich bin froh, dass in Drogerien vegane Alternativen angeboten werden, welche idR nicht teurer sind, als Standardprodukte.

    Selbst den Liebsten konnte ich von der Thematik überzeugen. Auch wenn er wohl nie wirklich versteht, weswegen es bei mir nicht oft Fleisch gibt (er ist sehr ignorant und … bei uns nennt man das „wurschtig“ aufgewachsen. Seine Mutter guckt ausschließlich auf den Preis bei Tierprodukten – nicht mal schlechte Qualität schreckt sie ab – Hauptsache billig). Das wird wohl noch länger dauern, bis ich diese harte Nuss geknackt habe…
    Aber bei Duschgel, Shampoo etc. hat er mit sich reden lassen. Immerhin. Und da wir vielleicht ja doch bald mal zusammen wohnen, wird er sich wohl auch an ein etwas fleisch- und wurstfreieres Leben gewöhnen müssen.

    Allgemein denke ich, wäre den Tieren schon viel geholfen, wenn die Leute eben mit mehr Bewusstsein an die Sache heran gehen würden. Mc Donalds, KFC etc. sieht mich freiwillig nie und wenn ich doch mit muss, dann kauf ich dort inzwischen konsequent nur einen Salat oder einen Kaffee. Auch wenn die Burger eigentlich nicht schlecht schmecken, verhagelt mir der Gedanke daran, unter welchen Bedingungen wohl das Tier leben und sterben musste, gänzlich den Appetit. Bei DVD-Abenden mit Pizza-Lieferant bestelle ich wenn dann auch nur eine selbst zusammen gebastelte Pizza ohne Fleisch/Fisch. Im Prinzip nervt mich ja schon der Gedanke an Analogkäse (von Analogschinken etc ganz zu schweigen). Aber man will eben nicht immer der/die mit der Extrawurst sein. Wisst ihr was ich meine?
    Denn sind wir uns alle mal ehrlich. Es gibt nichts anstrengenderes als militante Vegetarier/Veganer, welche einen bei jedem Bissen angrummeln und anmotzen. Denn idR sorgen sie damit genau für das gegenteilige Verhalten. Der Angebrummelte mampft erst recht noch einen Burger oder dergleichen. Aufklärung ohne den erhobenen Zeigefinger.
    Anders herum finde ich es auch schrecklich, wenn Mitmenschen einem ihr Billigfleisch vor die Nase halten und meinen, wie toll sie jetzt wären, da sie unsereins damit ärgern. Schließlich schaden sie sich im Grunde nur selbst.

    Durch meine konsequente Art hab ich aber schon einige im Umfeld zum Umdenken gebracht. Bei der veganen Kosmetik sind fast alle mitgezogen und der Fleischkonsum wurde zumindest teilweise reduziert. Auch kaufen von ihnen einige lieber bei einem Metzger direkt, als im Supermarkt.

    Oi. Jetzt habe ich einen halben Roman verfasst. Ich hoffe, dass man meine Ansichten versteht und mich nicht gleich verbannt. Ich finde es toll, wenn jemand vegetarisch oder gar vegan lebt. Aber ich mag es einfach nicht. Mir würde da so manches fehlen.

    • Hallo liebe Brummelbrot,

      ich habe deinen Roman sehr gerne gelesen und freue mich, dass du so viel geschrieben hast. :) Dafür ist die Kommentarfunktion ja da.
      Du musst hier auch keine Sorge haben, dass du auf Grund deiner Ansichten verbannt wirst oder Ähnliches. Mir ist es persönlich sehr wichtig, dass hier auch Menschen mitlesen sowie schreiben, die nicht vegan oder vegetarisch leben. Im täglichen Leben sind wir schließlich mit ganz verschiedenen Menschen konfrontiert und wir alle sind ein Teil dieser Gesellschaft, egal ob omnivor, vegan oder vegetarisch lebend. Hier sind erstmal alle willkommen.

      Ich denke diese Fleischdiskussion ist ein fortlaufender Prozess. Wir werden ja (fast) alle nicht als Vegetarier geboren. Daher finde ich es toll, dass du so konsequent bist und auch versuchst dein Umfeld für die Thematik im Allgemeinen zu sensibilisieren.

      Liebe Grüße,
      Erbse

  2. Julia

    Gestern habe ich noch beschlossen, dass heute das offizielle Startdatum meines veganen Lebens sein wird und tadarata!! hab ich doch glatt eine Mail im Postkasten „[Neuer Artikel] Happy World Vegan Day“. Perfektes Timing, würd ich mal sagen ;)
    Ich möchte mich gerne bei dir bedanken Erbse, du hast auch einen ordentlichen Beitrag zu meiner Entscheidung beigetragen. Und jeden Einzelnen wünsche ich noch einen wunderschönen Weltvegantag!! :)

    PS: Das neue Waschbärendesign ist soooo niedlich <3

  3. Ganz einfach: Weil ich nicht möchte, dass Tiere leiden, und ich keinen rationalen Grund sehe, warum ich das dann verursachen sollte.
    Ich denke, dass ich mit der Zeit immer mehr diesen Gedanken umgesetzt habe. Zuerst habe ich natürlich gesehen, dass Fleisch von Tieren stammt, also habe ich irgendwann aufgehört, es zu essen.
    Ich habe als Vegetarierin angefangen, Kosmetik, die an Tieren getestet wurde, zu meiden. Warum sollte ich Tiere nicht essen und mir dann Shampoo, das an ihnen getestet wurde, auf die Kopfhaut schmieren? Allerdings hat das eine Zeit gedauert und ich bin auch erst über das Internet darauf gekommen. Vorher hätte ich keine Ahnung gehabt, ob Kosmetik an Tieren getestet wird. Ich hatte da nicht einmal darüber nachgedacht (ich war aber auch erst 14 oder gerade 15).
    Irgendwann habe ich dann vollständig den Gedanken umgesetzt und bin vegan geworden. Ich finde es aus diesem Gedanken heraus eigentlich nur logisch, dass ich keine Kosmetik konsumiere, die an Tieren getestet ist und/oder tierische Inhaltsstoffen enthält. :bunny:

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