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(Video) Schönheitsterror – Getrieben vom Körperkult

„Allein in Deutschland werden jährlich mindestens 170 Millionen Euro für pharmazeutische Schlankmacher ausgegeben. Unzählige Frauen lassen sich ihre Falten mit Botox aufspritzen und legen sich auf die Operationstische der Schönheitschirurgen. Und 90 Prozent aller Frauen haben sich einer Diät unterzogen, davon wiederum 97 Prozent ohne Erfolg. Filmemacherin Birgit Herdlitschke geht dem Schönheits- und Schlankheitswahn der westlichen Wohlstandsgesellschaft auf den Grund und befragt Experten und Betroffene nach Möglichkeiten, ihm zu entgehen.“

Ich schicke euch heute nicht viel Text, dafür aber eine gelungene arte-Dokumentation von 2010. Im Moment bin ich mit Henrik an der Ostsee. Wir holen unsere Flitterwochen nach und zudem ist das auch noch unser erster gemeinsamer Urlaub überhaupt. <3 Habt bitte Verständnis dafür, dass ich deswegen erst später auf etwaige Fragen und so eingehen kann.

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6 Kommentare

  1. Avatar
    Eiswürfel

    Gut aufgemachte Reportage, auch wenn mir der Fokus zu sehr auf dem Thema dünn oder dick sein liegt.
    Gewicht bestimmt nicht was wir schön finden, oder wer hat zuletzt nach der Kleidergröße eines Regenbogens gefragt?
    Und nur weil jemand Übergewicht hat ist er nicht hässlich, aber das heißt nicht, dass er der Person damit gut geht.

    Viele liebe Grüße an die Ostsee!

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    lelith

    ich kannte die doku noch gar nicht und hatte um ehrlich zu sein zeitweise ein paar tränen in den augen. seit ich 12 bin mache ich diäten/ernährungsumstellungen und das einzige was ich dabei wirklich geschafft habe ist dauerhaft zuzunehmen. immer wieder fange ich an „ja ich muss abnehmen“ treibe mich dazu an mich beim sport zu quälen, bei jeder mahlzeit zu überlegen was ich nun esse oder nicht esse.nur um am ende verbissen auf die waage zu stehen. dann nach 6 wochen oder 6 monaten gebe ich auf. weil ich irgendwann immer einen punkt erreiche an dem nichts mehr vorwärts geht. die waage konstant auf einem level bleibt.

    von normalgewichtigen/schlanken menschen wird man gern angeschaut als wäre man faul und undiszipliniert. „is doch kein problem abzunehmen. du musst nur mehr sport treiben“. inzwischen empfinde ich meinen körper teilweise als feind. essen ist immer negativ. wenn ich „diäte“ kreisen meine gedanken ständig um essen „darf ich das jetzt essen“ „was könnte ich essen das wenig kalorien/fett/kohlehydrate enthält“.

    eigentlich liebe ich schwimmen, aber wenn es zum zwang wird „du musst mehr sport machen, nur so nimmst du ab“ stresst es mich. ich hab keine freude mehr daran.

    wenn man zu dem punkt kommt an dem man sagen möchte „ok, ich bin halt dick, ich möchte mich so aktzeptieren wie ich bin“ kommt wieder jemand und sagt „das sagst du nur damit du dich auf deiner faulheit ausruhen kannst. abnehmen ist doch gar nicht so schwer, schau du isst ja abends auch immer kohlenhydrate. wenn du abends keine kohlehydrate mehr isst dann nimmst du problemlos ab“ und urplötzlich sitze ich abends da und esse salat um anschließend hungrig ins bett zu gehen und mich am nächsten morgen im fitness studio wieder zu finden. uns zu überlegen ob ich morgens lieber tee ohne alles trinke anstatt kaffee mit milch.

    ja die doku dreht sich viel um gewicht, aber gerade schlanksein ist ein statussymbol. wenn man eine krumme nase hat kann man nunmal keine fitness übungen machen um sie zu verkleinern. es gibt auch kein nahrungsmittel auf das man verzichten muss oder ähnliches. das ist ganz klar genetisch und könnte man nur operativ verändern. wer hingegen einen fetten arsch hat ist ja selber schuld. so ist der tenor. das ist der druck den man als übergewichtiger mensch hat.

    schlanksein in einer gesellschaft in der höher kalorische lebensmittel billiger sind als niedrig kalorische lebensmittel ist ein paradox.

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    Da kann ich nur sagen, dass man so schlank/dick etc. sein sollte, wie man sich wohlfühlt. Wenn ich mir im Spiegel selbst nicht gefalle, mache ich was dagegen. Oder auch nicht. Was mir irgendwelche Schönheitsideale vorgaukeln ist mir herzlich egal.

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    Ich finde das eine sehr gelungene Doku und habe sie gerne geschaut. Was ich vor allem wichtig fand war „Den Frieden mit sich selbst finden“. Da gibt es ja zwei Stufen. Wenn ich zu kurze Beine habe, kann ich dagegen nichts machen und es fällt mir leichter, das zu akzeptieren. Bin ich jedoch zu dick, dann kann ich ja sogar ohne OP etwas verändern. Ganz „leicht“ (ja, lol) und so fällt es mir schwerer, das zu akzeptieren, denn jeder weiß, dass es änderbar ist. Aber warum MUSS man das denn unbedingt ändern?
    Oftmals ist der Wunsch nach Änderung nur wegen des gesellschaftlichen Drucks da, nicht wegen der Körperlichkeit. Das ist schade. Ich hoffe, das botoxen und brüste aufblasen nicht auch zum gesellschaftlichen druck werden.

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    alice

    arte macht einfach gute Dokus. Merci fürs drauf aufmerksam machen. Was ich dazu zu sagen habe? Na, also mit 35 Kilo kann man sich genau so unwohl fühlen wie mit 75 und ich weiß da von was ich rede. Ich bemühe mich vor allem mitlerweile sehr, das alles zu ignorieren, den ganzen Dürrheitskult, das ganze Gelaber irgendwelcher Frauen die damit koketieren, dass sie ein Brötchen zuviel gegessen haben und wie sehr sie jetzt hungern müssen , um das wieder weg zu kriegen. Ich will es, nach Jahren, die ich mir an Lebensfreude selbst gestohlen habe, einfach nicht mehr anhören. Trotz oder gerade deswegen lässt mich dieses Thema niemals kalt.

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