arte fairtrade doku
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(Video) Wie fair ist Fairtrade?

Letzte Woche lief auf dem deutsch-französischen Fernsehsender arte eine Dokumentation zum Thema Fairtrade. Der faire Handel boomt und so gab es die letzten Jahre extreme Umsatzsteigerungen in diesem Bereich. Es werden ständig weitere faire Labels gegründet und der Konsument fühlt sich beim Kaufen von Fairtrade-Produkten zufrieden und irgendwie beruhigt, denn immerhin unterstützt man damit faire Arbeitsbedingungen sowie angemessenen Lohn für Kleinbauern, Näher/innen und Co aus vielen Ländern dieser Welt. Der Regisseur Donatien Lemaître geht in seiner Reportage der Frage auf den Grund, ob faire Produkte wirklich so fair sind wie wir denken.
Ich wünsche euch viel Spass beim Schauen. :)

Alternativlink: http://future.arte.tv/de/thema/wie-fair-ist-fairtrade

Fairtrade Deutschland hat sich bereits zu der Reportage geäußerst, Stellung bezogen und Fragen beantwortet. Das alles ist hier zu finden: Fairtrade Deutschland zur arte Doku

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6 Kommentare

  1. Hey, danke für’s teilen!
    Sehr interessanter Bericht, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, was ich für ein Fazit aus der Doku ziehen soll. Kaffee, Kakao und Tee gibt’s dann ab sofort nur noch von GEPA, die ja ihre eigenen Standards für fairen Handel haben und wie es aussieht auch in erster Linie mit kleinen Kollektiven zusammenarbeiten. Den Rest versuche ich sowieso so gut es geht regional oder zumindest aus EU-Anbau zu kaufen.
    Bananen werd ich dann eben zähneknirschend doch die mit dem FT-Siegel kaufen, auch, wenn es mich sehr ärgert, dass ich durch den höheren Preis in erster Linie enorme Gewinne für (europäische) Großplantagenbesitzer ermögliche.
    Ich finde nämlich, dass in der Doku ein bisschen untergegangen ist, dass das trotzdem noch das kleinere Übel darstellt. Immerhin wird deutlich, dass die FT-zertifizierten Plantagen in der Dom Rep die haitianischen Wanderarbeiter besser bezahlt und behandelt als alle anderen Plantagen. Auch, wenn es gemessen an den Gewinnen die erwirtschaftet werden, immer noch viel zu wenig ist!
    Ich hoffe eben, dass jetzt niemand denkt, es ist eh egal, man kann sich auf nichts mehr verlassen, dann kauf ich eben wieder Chiquita. Die bezahlen ihren Arbeitern nämlich noch weniger.
    Ich denke, was deutlich wird, ist einfach: man muss immer genau hinschauen und nachfragen. Kritisch konsumieren ist eben manchmal ne ganze Menge Arbeit…

  2. Eiswürfel

    @Sarah: Leider muss ich dir beipflichten. Ich habe mich gestern mit jemanden über die Doku unterhalten und er hat genau dieses Fazit gezogen: „Das ist schon schlimm, aber dann kann ich ja wieder bei H&M kaufen“ 0.0
    Fand ich persönlich sehr krass, für mich war das Fazit eher: ok dann kaufe ich eher nur noch in kleinen Shops, wie z.Bsp. dem Bekleidungssyndikat oder dem kleinen Fairtradeladen hier.
    Generell wäre das auch eher mein

  3. Ianeira

    Ein sehr guter Bericht. Ich kaufe sowieso lieber regional und lasse die Finger von Obst und Gemüse, dass den halben Globus umschifft hat, aber gerade bei Tee und Kaffe ist man dann ja schnell in die Falle getappt. Es gibt ja noch einen Eine-Welt-Läden und einen Orientalsichen/Internationalen Laden, wo wir inzwischen schon die Gewürze kaufen. Da weiß man wenigstens, wo die Gewinnspanne landet. Dennoch ist Fair gehandelt die bessere Wahl, wenns sonst nur normalen Handel gibt.
    [OT]
    Rewe ist nicht nur sicht Auskunfstbereit sondern sowiewo gemein. Die haben ein Förderprogramm für kleine Unterfilialen, die die Preise nicht selsbt bestimmen dürfen, sodass bei machen Artikeln eine negative Gewinnspanne rauskommt. Nicht mal bei so ungewöhnlichen, sondern bei Katzenstreu, wenn ich mich recht erinnere. Wenn man im Februar „bedruckte“ Taschentuchboxen bestellt, bekommt man Weihnachtsmotive (es gibt keine Möglichekit der Vorschau, bei der bestellung) und wenn die Chips einen Gutschein auf dem Deckel haben, dann schickt Rewe den Kleinfilialen die mit abgelaufenem Gutschein. Ich hab paralel geschaut. In den Großfilialen hatten sie noch Jahr gültige Gutscheine. Die schicken die kelinen Selbstständigen die Sachen, die sie selbst nicht so gut loswerden. Ist zum kotzen.

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