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1. Monat – Nie mehr Shampoo?!

Ja, das alles ist jetzt schon tatsächlich über einen Monat her. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet. Ein typischer Pessimist eben. :) Aber es hat bis jetzt funktioniert und ich hatte in der ganzen Zeit auch nur ein einziges Mal das Verlangen sofort und auf der Stelle Shampoo zu benutzen. Doch… fangen wir von vorne an. Wie sah der letzte Monat aus?


(Das Foto neben der Waschliste ist stark aufgehellt, damit man ein bisschen was sehen kann)

10.  08.03.2011 – nur mit Wasser gewaschen
11.  09.03.2011 – keine Wäsche
12.  10.03.2011 – Natron-Wäsche
13.  11.03.2011 – keine Wäsche
14.  12.03.2011 – keine Wäsche
15.  13.03.2011 – keine Wäsche
16.  14.03.2011 – keine Wäsche
17.  15.03.2011 – keine Wäsche, über Nacht Henna in den Haaren
18.  16.03.2011 – Henna ausgepült mit warmen Wasser
19.  17.03.2011 – keine Wäsche
20.  18.03.2011 – keine Wäsche
21.  19.03.2011 – Amla Haaröl als Kur, danach Natron-Wäsche
22.  20.03.2011 – keine Wäsche
23.  21.03.2011 – keine Wäsche
24.  22.03.2011 – keine Wäsche
25.  23.03.2011 – Wasserwäsche
26.  24.03.2011 – keine Wäsche, und Amla Haaröl im gesamten Haar
27.  25.03.2011 – Natron-Wäsche
28.  26.03.2011 – 2 mal Heilerde-Wäsche
29.  27.03.2011 – keine Wäsche
30.  28.03.2011 – keine Wäsche
31.  29.03.2011 – keine Wäsche
32.  30.03.2011 – Heilerde-Wäsche
33.  31.03.2011 – keine Wäsche, Neem Haarwasser in die Kopfhaut einmassiert
34.  01.04.2011 – Lavaerde-Wäsche
35.  02.04.2011 – keine Wäsche
36.  03.04.2011 –  Lavaerde-Wäsche
37.  04.04.2011 – keine Wäsche
38.  05.04.2011 – Henna für 6 Stunden im Haar, danach mit warmen Wasser ausgepült
39.  06.04.2011 – keine Wäsche

Das war lang. Ich bemühe mich ab sofort in kürzen Abständen ein Update zu geben. Die Keine-Wäsche-Tage habe ich mal dick markiert. Wie immer habe ich nach jeder Natron-Wäsche eine saure Rinse mit Apfelessig gemacht. – Von Tag 13 bis Tag 17 habe ich mich ganz schön durchgequält. Ich hatte gegen Ende wirklich sehr fettiges Haar, aber da ich nicht vor die Tür musste, war das ok. Gejuckt hat seltsamerweise gar nichts. Das hat mich doch etwas gewundert. Hätte ich das früher zu Shampoozeiten gemacht, hätte bereits nach spätestens zwei Tagen die Kopfhaut gejuckt. – Ab da lief es dann sehr gut was das Nachfetten angeht.

An Tag 21. habe ich das erste Mal das Khadi Amla-Haaröl benutzt. Davon werde ich noch genauer berichten. Ich glaube es tut meinen Haaren und vor Allem meiner Kopfhaut sehr gut. Da ich es zuerst nur etwa eine Stunde vor der Natron-Wäsche im gesamten Haar hatte, hatte ich auch kein Problem damit es wieder auszuspülen. An Tag 26 jedoch hat es meinen ganzen Rythmus durcheinandergebracht. Ich ließ es fast 24 Stunden im Haar. Und am nächsten Tag habe ich es nicht wieder ganz aus den Haaren rauswaschen können. Deswegen musste ich am Tag darauf noch zweimal waschen. Meine Lehre daraus: Weniger nehmen und nicht so lange im Haaransatz lassen!

Ab da war mein toller Waschrythmus kaputt. Ich muss jetzt zwar nicht wieder ganz von vorne anfangen. Aber ich werde mich wohl noch einmal ein paar Tage rigoros durchquälen müssen. Ihr seht ja, bis einschließlich Anfang April habe ich jeden zweiten Tag gewaschen.

Was habe ich anders gemacht?

Hinzugekommen sind zwei neue Pflegeprodukte. Das Amla Haaröl von Khadi und Neem-Haarwasser von Dr. Hauschka. Beides werde ich ausgiebig testen und möchte deswegen noch nichts dazu verraten. Außerdem habe ich das Natronpulver in meiner Natronwäsche erhöht. Ich benutze nun etwa 2 Esslöffel auf ungefähr 350ml warmen Wasser. Das hat bei mir die Waschwirkung meiner doch sehr langen Haare erheblich gebessert.

Wie zufrieden bin ich?

Als ich das Haaröl nicht mehr aus meinen Haaren rausbekam war ich einmal kurz davor zu Henriks Shampoo-Tube zu greifen. Ich war zu diesem Zeitpunkt fast wahnsinnig, weil ich eigentlich dringend nach draußen musste und nicht so viel Zeit zum Haarewaschen einkalkuliert hatte. Aber es hat zum Schluss dann ja doch noch geklappt. Ansonsten bin ich mit der Haarwaschmethode gänzlich ohne Chemie äußerst zufrieden. Meine Haarspitzen sind nicht mehr trocken und Spliss finde ich ebenfalls nicht mehr. Ich bleibe am Ball.

Wie schaut die Zukunft aus?

Ja, das ist so eine Sache. Das Haarewaschen läuft an sich super. Ich will noch viel ausprobieren. Zum Beispiel selbstgekochtes Waschnussshampoo. Aber letztlich bin ich mit meinen Haaren ingesamt nicht so zufrieden. Sie haben sich zwar überaus gebessert. Sind gepflegter, glänzen wunderschön in der Sonne, hängen nicht mehr platt runter. Jedoch macht mir meine Haarfarbe zu schaffen. Die zerstört im Moment einfach alles. Derzeit habe ich einen riesigen roten Haaransatz, weil nur noch rotes Henna in diesem hält. Alles Andere (Chemiehaarfarbe zogs am Anfang ja bereits raus, Indigo hält nicht mehr) will einfach nicht in meinem Haar bleiben. Wie ihr auf den Fotos in diesem Artikel sehen könnt, habe ich in den Längen bishin zur Spitze bereits rot-meliertes Haar. Das ist allerdings nur in der Sonne so kräftig. Da ich jahrelang ausschließlich meinen Haaransatz schwarz nachfärbte, wurden die Längen immer heller und durch die Henna-Kuren rötlich. Da wo die Farbe aber noch nicht „rausgewaschen“ ist, sind sie pechschwarz und geben einen ganz schönen Kontrast zum roten Haaransatz. Ich habe lange drüber nachgedacht und bin immer noch nicht zu einem Ergebnis gekommen. Meine Überlegungen:

  1. Haaransatz mit schwarzer Chemiefarbe färben, rigoros, auch wenn es dadurch viel öfter als alle paar Wochen/Monate sein muss
  2. Weiter mit rotem Henna färben und irgendwann zur Rothaarigen mutieren. Ob mir sowas stehen würde? Oder ist Henna zu warm für meinen Hauttyp? An rote Haare denke ich bereits seit zwei Jahren.
  3. Eine Abwandlung von Punkt 2. Zum Friseur gehen, die volle Chemiedröhnung geben, das Schwarze aus den Haaren rausziehen lassen (oder drüberblondieren?!) und ab da dann für die nächsten Jahre mit rotem Henna färben? Geht schneller und sieht nicht über laaaange Zeit sehr bescheiden aus.
  4. Zum Friseur gehen, rote Strähnen färben lassen (muss natürlich vorher blondiert werden) und ab dann das Schwaz rauswachsen lassen und nur noch mit Henna färben.
  5. Kommt eigentlich nicht in Frage, wäre aber theoretisch eine Möglichkeit: Zurück zur Naturhaarfarbe. Straßenköterblond.

Könnt ihr mir weiterhelfen? Würde mir rotes Haar stehen?

Wow, jetzt hatte ich doch mehr zu berichten als zuvor gedacht. :)

Wie schaut es bei euch aus?

Waschbär Ben

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69 Kommentare

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    Dorothea

    Hallo Erbse,

    auch wenn es schon ein paar Tage her ist, und viele Vorredner das gesagt haben, was ich gleich sagen will, schreibe ich Dir trotzdem mal:
    Als Teenie hatte ich auch schwarze Haare (erst vom Friseur, dann in Eigenregie mit Farbe aus dem Supermarkt) und wollte irgendwann zu meinem naturbraun zurück. Der Friseur wollte mit einer Blondierung das schwarz rausziehen. Er hat nach dem Blondieren keine Farbe mehr aufgetragen und es hat tatsächlich geklappt… partiell. Ich sah aus wie ein streifenhörnchen. Schwarz braun gold. Kurze Zeit später hab ich sie wieder geschwärzt.

    Beim nächsten Wunsch, braun zu werden haben wir uns entschieden, immer heller den Ansatz nachzufärben und die Farbe langsam verblassen zu lassen. Das geht bei braunen Haaren, bei blonden wird es wohl nicht klappen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, setzen sich bei Chemiefarben die Pigmente ins Haar, während Naturfarbe nur einen Farbmantel um das Haar legt (?) Sicher ist jedenfalls: Du wirst einen stark pigmentierten Streifen behalten, nämlich da, wo Du beim Ansatznachfärben mit der farbe auf schon geschwärztes Haar gekommen bist. Ich hatte Jahrelang einen „Balken“ rund um den Kopf.

    Neulich hab ich mich als Haarmodell hergegeben und der Firseur kam auf die tolle Idee, mich „erdbeerblond“ (ich würds ja orange nennen) zu machen. Sie haben das Haar blondiert mit einer sehr langen, schmerzhafen prozedur (soften) bei der die Friseurin mir zwei Stunden lang die Haare durchgekämmt hat, damit sich das Peroxydzeug gleichmäßig verteilt. Es stimmt auch, die Farbe war danach dermaßen Homogen, dass es super aussah ABER es hätte mich 300 Euro (gut, es war ein Friseur, bei dem die Angestellen anständig bezahlt werden) gekostet (wenn ich das nicht als Modeljob gemacht hätte).

    Ich mag blond auch nicht so und hab es wieder einmal braun haben wollen und habe auch dazu noch Chemiefarbe verwenden lassen. Leider geht die Farbe aber in mein gebleichtes Haar einfach nicht rein. Es schimmert immer golden durch. Die Haare darunter, die nicht so stark blondiert wurden, sind dunkelbraun (jetzt dank Naturhaarfarbe) aber in die oberen Schichten geht keine Farbe, egal ob Natur- oder Chemiekeule rein. Blöd.

    Diese lange rede soll heißen: NICHT BLONDIEREN! ;) Falls Du (wie ich wegen Deiner Fotos glaube) in Kassel wohnst, geh doch mal zu dem Naturfriseur. Leider verbindet der mit Naturkosmetik gleich wieder eine ganze Philosophie und bietet auch energetische Haarschnitte und Vollmondsitzungen an, aber der wird Dir helfen können. Amandus heißt der Salon.

    Ich habe aber auch noch ein paar Fragen zu Deinem Experiment:

    Meine Haare sind nach der Wäsche, wenn das Shampoo raus ist und sie noch nass sind, total spröde und ziepig. Das geht nur weg, wenn ich eine Spülung benutze. Hat der Apfelessig diese Wirkung? (Es klingt jedenfalls so unlogisch, Essig und Geschmeidigkeit…).

    Und dann, bitte nicht böse sein, musst Du auch nicht beantworten, riecht das nicht? Ich habe immer das gefühl, wenn ich eine Haarwäsche mal einen Tag vertrödle, rieche ich sofort talkig…

    Und würdest Du sagen, Deine Methode ist wirklich alltagstauglich? Du hast ja berichtet, dass Du mal schnell weg musstest und das Pflegeöl nicht auszuwaschen war. Die gesamte Methode klingt aber Zeitaufwändig, oder nimmt es ähnlich viel Zeit wie normales Haarewaschen + Spülen in Anspruch?

    Ich mache immer ein Riesentamtam um meine Haare und bin echt baff von Deinem Selbstversuch. Klingt nach einer sehr guten Journalistin.

    Liebe Grüße :)

    • Erbse

      Hallo Dorothea,

      danke für deinen ausführlichen Beitrag. :)
      Ich habe mich mittlerweile ganz klar gegen das Blondieren und auch erstmal gegen Rot entschieden und bleibe bei Schwarz. Bis ich irgendwann mal den nächsten Sinneswandel bekomme. Ich habe das alle paar Jahre mal.
      Habe gar nicht gewusst, dass es in Kassel einen Naturfrisör gibt. Da werde ich bei Gelegenheit einfach mal so vorbeischnuppern und mir den Laden mal ansehen. Danke für den Tipp!

      Zu deinen Fragen:
      Ich brauchte zuvor nur ganz selten eine Spülung für meine Haare, daher weiss ich nicht ob der Essig-Effekt bei Jedem gleich ist. In amerikanischen Berichten dazu, habe ich aber gelesen, dass die meisten Frauen mit Apfelessig gut auskommen. Bei mir macht Apfelessig gemischt mit Wasser als Leave-In wirklich sehr gute Arbeit. Die Haare sind ein bisschen weicher und vor Allem haben sie einen ganz natürlichen Glanz, den ich vorher auf die Weise noch nie hatte. Die Entdeckung des Apfelessigs für mich ist grandios. :) – Es gibt auch Mädels die Zitronensäure gemischt mit Wasser verwenden oder bestimmte Kräuterauszüge. Das werde ich nach und nach auch noch alles testen wollen.
      Vielleicht testet du es einfach mal aus. Kaputt gehen kann nichts. Und ich würde mich sehr über einen kleinen Erfahrungsbericht deinerseits freuen.

      Am Anfang fand ich schon, dass meine Haare recht schnell „ungewaschen“ gerochen haben. Mittlerweile ist das nicht mehr so, weil sie einfach langsamer nachfetten. Außerdem benutze ich hin und wieder Neemwasser, was ja einen Kräutergeruch hat und an Tagen wo sie schon nicht mehr so toll aussehen, benutze ich Kakao und da riecht man nur noch den. An sich bessert es sich immer mehr, je weiter ich mich durchquäle und wirklich mal nicht wasche. Die Haare gewöhnen sich daran und ich bin mir sicher, dass ich bald ohne fettiges Haar kurz vor der Wäsche zu haben, nur noch 1-2 Mal die Woche waschen muss. :) – Meine Haare nehmen zum Glück auch nicht so schnell Gerüche an. Die Haare meines Freundes zb riechen nach einem kurzen Raucherkneipenbesuch sofort nach Qualm. Und meine müssen erst einige Stunden dort verbracht haben, um so zu stinken. Da habe ich einfach Glück.

      Ich halte die Methode für alltagstauglich. Aber natürlich Bedarf es erstmal eine kleine Weile der Umgewöhnung. Es ist ja tatsächlich nicht so, dass man einfach eine Tube zur Hand nimmt und dann auch relativ bald schon wieder fertig ist. Der Waschaufwand ist der gleiche wie bei normalen Shampoo. Die Vorbereitung dafür ist aber unterschiedlich. Bei der Natronwäsche, die ich einmal in der Woche mache, fülle ich warmes Wasser und 2 EL Natron in eine Flasche und lasse das Natron darin auflösen. Die Rinse bereite ich in der Zeit auch schon vor. Einfach 2 EL Apfelessig in eine Flasche mit normaltemperiertem Wasser abfüllen. Da man das bloß einmal die Woche machen sollte, nehme ich mir die wenigen Minuten einfach dafür. Die Rinse mache ich aber in letzter Zeit auch oft bei Lavaerdewäschen. Die Lavaerde-Wäsche ist weniger zeitaufwendig und gut vorzubereiten. Ich nehme einfach eine kleine Schale, fülle ein paar Teelöffel Erde und warmes Wasser hinzu, rühre das Ganze kurz zu einem Brei und lasse es etwas aufquellen. Wenn ich keine Zeit habe, lasse ich den Brei nicht aufquellen. Generell lässt sich Lavaerde dann wie normales Shampoo verwenden, auch wenn es nicht schäumt.
      Die Situation mit dem Pflegeöl war einfach unbedacht von mir. Ich hatte zu viel Öl benutzt, dass meine Haare über Nacht nicht aufsaugen konnte und so hatte ich einen richtigen Ölkopf am nächsten Morgen. Das dauerte einfach generell zu lange um es ordentlich rauszuwaschen. Da habe ich echt ewig gespült. Mit Öl muss man also wirklich vorsichtig sein. Das habe ich gelernt und nehme daher lieber zu wenig als zu viel. Wenn das Öl gut dosiert ist, wird es vom Haar aufgesaugt und erzeugt dann eine sehr schöne Pflegewirkung. Sobald man da den Dreh raus hat, muss man es generell nicht mehr ausspülen und es schaut auch nichts mehr fettig aus. Ich übe und übe noch um die perfekte Dosis für mich zu finden.

      Ich hoffe ich konnte dir deine Fragen alle genügend beantworten. Wenn irgendwas unverständlich war, frag‘ gerne nocheinmal nach.
      Danke und einen schönen Donnerstag!

      Erbse

      • Avatar

        Wegen des Essigs hab ich da noch einen Gedankengang. Ich nehme zB klaren Essig als Ersatz für Weichspüler, denn der Kalk im Wasser setzt sich auf den Fasern der Kleidung ab und sorgt dafür, dass sonst so weiche Kleidungsstücke hart wie Bretter werden. Deswegen wird man bei den Haaren mit sauren Produkten den gleichen Effekt haben, davon abgesehen, dass die Kopfhaut bzw die Haut an sich ein saures Milieu ist. Je nach dem wo man wohnt kann das Wasser wirklich schädlich bzw hilfreich sein.
        Ich bin vor zwei Jahren umgezogen. Meine Heimatstadt hatte so weiches Wasser, dass Waschmaschinen uralt wurden ohne je Kalk anzusetzen. Ich hatte auch nie Probleme mit meinen Haaren.
        Als ich dann ein paar Kilometer weiter zog, kam fast Zement aus der Leitung. Hier ist das Wasser auf der Skala fast auf dem höchsten Wert. Wenn man mal Wasser im Topf kocht, dann hat man direkt einen weißen Kalkrand. Hier kam ich dann auch mit meinem Weichspüler nicht mehr zurecht weswegen ich erfolgreich auf Essig umgestiegen bin.
        Schaut also einfach mal nach, welche Wasserwerte euer Wasserwerk hat (steht auf deren Internetseite) und dann werdet ihr zumindest grob abschätzen können, wie stark sich saure Spülungen auf eure Haarqualität auswirken könnten.

  2. Avatar

    Ich hab noch mal eine Frage zu dem Neemöl. Ich kenne Neemprodukte nur als starke (und für Tiere recht kritisch gesehene) Insektizide. Sie machen Insekten unfruchtbar und stoppen das Wachstum. Zudem hab ich auch gelesen dass es als Mittel für Abtreibungen verwendet wird.
    Welche Auswirkungen hat es auf die Haare? Mir wurde es damals vorbeugend für meine Ratten empfohlen, dass ich sie alle 4 Wochen einsprühen sollte, dass evtl Schädlinge von der Einstreu nicht auf die Ratten übergehen. Mein Tierarzt hat mir damals dann davon abgeraten, weil er meinte, dass sei schädlicher als die Industrie einem weiß machen will. Mir war es neu, dass es da Haarwasser gibt.

    • Erbse

      Hallo Ricarda,
      bisher kenne ich Neem vom Niembaum ausschließlich als Produkt und Heilmittel im ayuverdischen Bereich. In Indien ist Neem sehr weit verbreitet und wird dort häufig eingesetzt, auch als Haarwasser. Da es verschiedene Teile des Niembaumes gibt, die verarbeitet werden, liegt der Unterschied vielleicht darin. Ich weiss es, ehrlich gesagt, nicht genau. Werde da aber auf jeden Fall etwas weiter recherchieren.
      Habe eben gleich mal nachgesehen. Die Insektizide werden wohl aus der Frucht (oder dem Kern der Frucht?!) gewonnen. Mein Haarwasser ist allerdings ein Extrakt aus den Blättern des Baumes.

      LG

  3. Avatar
    zimt-peppermint

    Kannst du vielleicht ein paar Posts zur Haarpflege machen? Über das Apfelessig und die Natron-Wäsche z.B., da würd ich gerne mehr wissen. Das wär echt toll! Ich wasche meine Haare seit über nem Monat alle 3 statt alle 2 Tage und irgendwie wird es nicht besser. =( Deshalb würde ich gerne auch anderes ausprobieren, mehr Natürliches.

  4. Avatar
    Lisa

    Ich hab ja auch mal einen kurzen Einschnitt in die Shampoo-freie Haarwäsche gemacht… Hab mir die Haare mit Heilerde gewaschen und das war wohl auch das einzige Mal :D Ich hab die Heilwerde überhaupt nicht mehr aus den Haaren bekommen und es kam noch Wäschen danach eine braune Suppe aus den Haaren. Ausserdem haben die sich total komisch angefühlt und waren so stumpf-fettig… Ganz merkwürdig. Ich glaube die ganze Shampoolose Geschichte ist nichts für mich wenn ich lese, dass das die Farbe zieht und neue Farbe nicht mehr hält. Ich bin auch so ne Straßenköterblond geplagte und das möcht ich nun wirklich nicht mehr sehen… Vielleicht teste ich nochmal die Natron-Variante aber wenn das nicht klappt wird das wohl nichts.

  5. Avatar
    angela

    hi an alle, und an erbse,

    habe schon mal hier gepostet wo ist es hingegangen?

    danke für deine seite.

    und ein super tipp ist das mit dem baking soda.

    also dem „echtamerikanischen natron“.= gut für zähne und co.
    was übrigens zu unserem deutschen natron ein großer unterschied ist.
    daseine heilt das andre nicht.

    ich lasses mir immer von einem apotheker schicken.

    und jetzt habe ich es nicht nur eingenommen, sondern auch auf die haare trocken drauf.

    ein toller effekt.
    die haare sind noch voller geworden. nur wenn man konsequent immer auf shampoo verzichtet.
    ich hatte vorher nur mit veganseife gewaschen.

    an alle nichtwisser!
    jede art von chemie, besonders haarfarbe, und shampoo
    verhindert das sich haare wieder regenerieren können.
    es sind immunblogger drin.

    besondere immunblocker sind auch in impfsoffen enthalten, aber das ist ein anderes thema.

    grüße von angela

  6. Avatar
    hasenfuss777

    Liebe Erbse,

    ich hatte recht lange (aber wohl etwas kürzer als deine!) fast schwarze Haare und bin ein recht blasser Typ. Ich hab damals gedacht, dass sich die Farbe rauswäscht, was aber nicht der Fall war und auf die Dauer war es mir dann viel zu dunkel. Es war ein langer Prozess, aber ich hab mich Stück für Stück von der Länge getrennt (waren auch sehr kaputt), helle (meinem „straßenköterblond“ einigermaßen ähnliche..) Strähnen färben lassen bis meine Haare nur noch halb so lang, aber wieder recht „normal“-farbig und einigermaßen gesund waren.

    Dann hat mich aber der ständige Ansatz gestört und ich war wieder nicht zufrieden, habe die Strähnen ein ganzes Stück rauswachsen lassen und dann kam ein stufiger Schnitt und voilà, ich hatte mein Naturhaar zurück! Heute sind sie wieder über schulterlänge – wenigstens was- und ungefärbt (und schon eine Weile silikonfrei).

    Trotz des langen Prozesses (3 Jahre oder so) bin ich nun happy, denn „straßenköterblond“ – so sehe ich das heute jedenfalls – sieht am Ansatz meistens oll aus, aber wenn das ganze Haar so ist wirkt das schon ganz anders. Naturhaar hat ja ganz natürliche Strähnen (z.B. vom Sommer) bzw. unterschiedliche Farbschattierungen. Grade wenn ich ungeschminkt vorm Spiegel stehe, stelle ich fest, dass einem die Naturhaarfarbe wirklich gut steht und ohne jedes Färben gehts kaum gesünder.

    Nur mal eine kleine „Haargeschichte“ meinerseits – du musst das nicht durchmachen! Auch, wenn ich sicher bin, dass dir deine Naturhaarfarbe viel besser stehen würde, als du denkst :)

    Liebe Grüße!

  7. Avatar
    Christina

    hallo Erbse!

    Darf ich mal fragen, wo du das khadi amla Haaröl gefunden hast? Gibts das in bestimmten Läden oder nur übers Internet?

    Habe die Sache mit der Lavaerde auch schon ausprobiert und find das echt gut!

    Liebe Grüße
    Christina

      • Avatar
        Christina

        Danke für deine Antwort! =) Das werde ich mir auf jeden Fall auch mal bestellen. Ich selbst habe einmal die „normale“ Lavaerde und die weiße. Bei der weißen allerdings kam es mir am nächsten Tag so vor,als ob die Haare fettig sind…

  8. Avatar
    Jenni

    Hey Erbse (:
    Ich glaube schon, dass dir rote Haare stehen könnten. Ich hab mir jetzt nicht alle Kommentare durchgelesen, aber was ist denn mit schwarzem Henna bzw. Indigo? Hat soweit ich weiß zwar nicht GENAU die gleiche starke Wirkung, wie chemische Tönungen, ist aber wohl trotzem sehr intensiv und schön.
    Die Lush Farben sind ja im Allgemeinen sehr gut: http://www.lush-shop.de/mama-caca-noir.781.html

    Und eine Frage hab ich noch:
    Bei dir hat die Natron-Wäsche ja ein Teil des chemie-zeugs rausgezogen, nur am Ansatz oder auch sonst?
    Ich kenn mich mit der Wirkung jetzt nicht so aus. Meinst du, dass man so zB. auch Rotpartikel rauswaschen kann?

    Viel Glück mit deiner Haarfarbe
    Jenni

    • Erbse

      Hallo Jenni,
      danke für deinen Kommentar.
      Ich färbte bisher schon viele Jahre lang abwechselnd mit Henna und/oder Indigo und alle paar Monate mit chemischer Farbe. Leider zieht mir das Natron auch das Indigo sehr schnell aus den Haaren. Der Rotstich vom Henna geht allerdings nicht raus. Am Stärksten ist der Effekt am Ansatz.

      Danke und liebe Grüße,
      Erbse

  9. Avatar
    Christina

    Hallo liebe Erbse!

    Ich hab schon wieder ne Frage =)
    Was benutzt du eigentlich für eine Haarbürste? Ich suche nun schon überall nach Sisal oder anderweitigen veganen „Pflanzenfaser“bürsten. Ich hätte nämlich gerne eine Alternative zu den normalen Plastikborsten.

    Hast du eigentlich schon was neues an deiner Haarfarbe gemacht?

    Liebste Grüße!

    • Erbse

      Hallo Christina,

      ich benutze im Moment eine Bürste komplett aus Holz. Mit der bin ich nicht ganz zufrieden, aber sie ist ok. Suche also ebenfalls noch. :)

      Meine Haare sind jetzt wieder schwarz am Ansatz. Ich wollte auch immer noch einen neuen Artikel zu dem Ganzen schreiben, aber derzeit komme ich einfach zu nichts. :D

      Danke für deinen Kommentar und liebe Grüße auch an dich,
      Erbse

  10. Pingback: 100 Tage – Nie mehr Shampoo?! « Blanc et Noir

  11. Avatar
    Frau Minzbonbon

    Hallo Erbse =)

    Ich bin inzwischen seit etwa zwei Wochen dabei, meine Haare täglich ohne Shampoo und ca. alle 4 Tage mit Shampoo von Alverde zu waschen. Dank deiner Artikel werde ich mich jetzt aber doch näher mit Natronwäsche beschäftigen – vielleicht hilft es ja auch mir, dass sie nicht mehr so schnell nachfetten.
    Und zeitgleich mit dir habe auch ich das Problem mit der Haarfarbe bekommen.
    Bei mir führt das Haarefärben immer dazu, dass sich die ganze Mühe mit dem Haarewaschenhinauszögern überhaupt nicht gelohnt hat. Seit zwei Jahren mache ich das nämlich mit den verschiedensten Hilfsmitteln, u.a. auch Lavaerde. Nach jeder Färbung fetten die Haare jedoch fast so schnell wieder nach wie früher.

    Deshalb bin ich inzwischen zu dem Entschluss gekommen, mein Blond wieder rauswachsen zu lassen – adieu Black Beauty. Ich bin gespannt, wie lange ich es durchhalte in Blond.

    Wünsche dir weiterhin viel Erfolg beim Trainieren der Talgdrüsen *kicher*
    Danke für all die Berichte und Tipps, vielleicht lebe ja auch ich bald komplett Shampoo-frei.

    Liebe Grüße,
    Minzbonbon

  12. Avatar
    lilScorpio

    hey erbse, kannst du mir eine kurze info zu dem haaröl von khadi geben? Findest du es empfehlenswert?
    Dann würde ich mir das auch mal anschaffen :)

    Liebe Grüße!

    • Erbse

      Hey :)
      Ich muss sagen, dass ich seit dem ich es habe, kein anderes Öl mehr an mein Haar lasse. Es ist auch nicht so typisch ölig und schwer auszuwaschen wie etwa Olivenöl. Ich liebe den Geruch. Und richtig dosiert kann man es auch tagtäglich in die Haare geben, ohne die Haare fettig aussehen zu lassen.
      Kann eigentlich im Moment nur Positives berichten und hoffe, dass ich endlich mal Zeit für einen Artikel auf dem Blog finde.

      Liebe Grüße :)

  13. Avatar
    Lena

    Hallo ihr Lieben,

    also vom Natron als Haarshampoo kann ich noch nicht berichten, aber als Deo ist es in Verbindung mit Kokosöl echt super.

    Ich schwitze schilddrüsenbedingt sehr stark und viele Deos verstärken diesen Effekt nochmal unschön, sodass ich stinke…
    Das hat sich total erledigt, seit ich 1:1 Kokosöl und Natron mische und mir in kleinen Mengen unter die Achseln schmiere. Hält den ganzen Tag:)
    Allerdings schützt es nicht vorm transpirieren, sondern nur vorm Geruch
    UND: die gleiche Mischung benutze ich auch als Zahnpasta nur mit ein bisschen Pfefferminzöl für den frischen Geschmack:)
    kein Plastik mehr, nix Chemisches und schon gar nix versteck Unveganes *freu*

    lg
    Lena

  14. Pingback: 100 Tage – Nie mehr Shampoo?! « Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

  15. Avatar

    Hej Erbse,
    hatte jetzt leider keine Zeit alle Kommentare durchzulesen. Hast du das denn mittlerweile mit Henna und Indigo hinbekommen? Ich hatte am Anfang auch total die Probleme damit. Habe es aber dann zum Schluss doch hinbekommen. Kannst ja mal auf meinem Blog schauen, wie es funktioniert.
    LG Eveline

    http://bonawil79.blogspot.se/2013/07/hennaindigo-letzter-versuch-mit.html
    http://bonawil79.blogspot.se/2013/10/hennaindigo-haare-naturlich-schwarz.html

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