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Haarbande: Lange Haare im Sommer

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Wie schnell so ein Monat vergeht. Heute erscheinen die ersten regulären Artikel im Rahmen der Haarbande. Wir haben uns, anlässlich der Jahreszeit, das Oberthema „Lange Haare im Sommer“ vorgenommen, und ehrlicherweise fiel mir erst ganz spät etwas Passendes dazu ein, denn ich pflege meine Haare nicht viel anders als sonst. Dachte ich zumindest!

Tatsächlich wollte ich einfach ein Foto von mir machen, wie ich einen Cocktail schlürfe und auf meinem Sofa sitze. Fertig. Aber dann waren letztens diese super heißen Tage und ich erwischte mich wirklich Cocktail-schlürfend auf dem Sofa. Und mir fiel auf, dass ich gar nicht so haarfaul war. Klar: Das wichtigste im Sommer überhaupt, ist das Wegstecken der langen und viel zu warmen Mähne. Darüber muss ich eigentlich nicht reden, zumal ich echt nicht frisurenbegabt bin und ich sie einfach nur irgendwie oben auf dem Kopf zusammenrolle und feststecke.

Meine Kopfhaut war angenehm gekühlt, meine Haare rochen wahnsinnig frisch und sahen auch noch gut mit Feuchtigkeit versorgt aus. Und das habe ich so gemacht:

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1. Rinse mit Minze

Die Minze ist so ein typisches Kraut aus meiner Kindheit. Ich bin froh, dass ich sie vor einigen Jahren für mich neu entdecken konnte, denn sie ist besonders im Sommer nicht mehr aus meinem Alltag wegzudenken. Richtig erfrischend ist eine Rinse, also eine Spülung, mit einem Aufguss aus frischer oder getrockneter Minze. Ich nehme dafür eine halbe Hand voll Minze, übergieße sie mit heißem Wasser und lasse den Tee eine ganze Weile ziehen, bis ich die Blätter abseihe. Ein Vorrat im Kühlschrank hält sich wenige Tage. Die kühle Rinse kommt dann in eine Schüssel in die ich meine frisch gewaschenen Haare, samt Kopf, stecke. Wenn die Haare sich schön vollgesogen haben und die Kopfhaut ebenfalls etwas abbekommen hat, trockne ich die Haare mit einem Handtuch und lasse sie danach lufttrocknen. Ausgewaschen wird die Minze-Rinse also nicht. Die Minze macht nicht nur toll duftendes Haar und kühlt die Kopfhaut, sie hilft ebenfalls gegen schnell fettendes Haar und gegen Schuppen.
Mehr zur Minze habe ich schon mal im Haarkräuterkalender geschrieben: Haarkräuterkalender im Juni – Holunder, Minze, Melisse, Ringelblume und Raupi

2. Spray für viel Feuchtigkeit

Einen richtigen Sonnenschutz für Haare gibt es leider nicht, aber es hilft ungemein, sie mit genügend Feuchtigkeit zu versorgen, wenn wir sie immer wieder großer Hitze aussetzen. Ich mische mir dafür gerne ein Leave in-Spray an, was ich nach Bedarf in meine Haare sprühe. Im Kühlschrank hält es sich einige Tage. Mit destilliertem Wasser, anstatt Kokoswasser, sogar einige Wochen. Es kommt aber immer darauf an, wie sehr ihr bei der Herstellung auf Hygiene achtet. Mein Rezept ist super leicht nachzumachen und kann von den Mengen, wie immer, an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

  • 100 ml Kokoswasser (oder destilliertes Wasser)
  • 3 Teelöffel Aloe Gel (oder Aloe-Saft; entweder aus der eigenen Pflanze oder zum Beispiel von Marken wie Aubrey Organics, Bjobj oder Santaverde)
  • (optional wenige Tropfen ätherisches Minzöl, für den Mint-Overload!)

Alles zusammenmischen, in eine abgekochte und/oder mit Alkohol gereinigte Sprühflasche füllen, gut schütteln. Fertig. :)
Kokoswasser macht das Haar geschmeidig, bringt es zum glänzen und hilft es leicht kämmbar zu machen. Das Aloe-Gel wirkt kühlend, spendet Feuchtigkeit, macht das Haar geschmeidig und ist außerdem eine echte Wohltat, falls es tatsächlich mal zu Sonnenbrand auf der Kopfhaut gekommen ist. Aloe fördert nämlich die Selbstheilung der Haut und wirkt zusätzlich entzündungshemmend.

Wie wir Feuchtigkeitsmangel oder Proteinmangel im Haar erkennen und was wir dagegen tun können, habe ich hier beschrieben: [DIY] Protein-Sprühkur fürs Haar (vegan & „magic“) | Wie erkenne ich Proteinmangel?

3. Extra-Pflege für die Haarspitzen

Unsere Haare weisen nicht an allen Stellen die gleiche Qualität auf und so ist es nicht selten, dass unsere Haarspitzen spröde und trocken sind, während der Haaransatz fröhlich vor sich hin fettet. Meinen Haarspitzen lasse ich deshalb zusätzlich Aufmerksamkeit zukommen, indem ich sie mit einer Extra-Portion Pflege versorge. Dafür gebe ich am Liebsten irgendein gutes Öl, wie Klettenwurzelöl oder Brokkolisamenöl in die Spitzen. Momentan bevorzuge ich allerdings Sheabutter, ein echter Allrounder.

Ich trage die Sheabutter direkt nach dem Feuchtigkeitsspray auf. Auf keinen Fall davor, denn die Sheabutter hinterlässt einen Schutzfilm, sodass die Haare danach nur noch schwer Feuchtigkeit aufnehmen können. Aber nach dem Spray angewendet, schließt die Sheabutter die Feuchtigkeit im Haar ein. Mir genügt meist ein erbsengroßer Teil der Sheabutter. Falls ihr noch keine Erfahrung mit Sheabutter habt, werdet ihr aber schnell herausfinden wie viel eure Haare vertragen ohne strähnig auszusehen.

So. Von wegen ich kann nichts zum Thema beitragen, Erbse! :D
Wenn ihr euch auch die Beiträge der anderen Haarbande-Menschen anschauen möchtet, leite ich euch an dieser Stelle gerne weiter. Ich bin selbst schon sehr gespannt, denn ich habe keine Ahnung.

 

Macht ihr im Sommer etwas Besonderes mit euren Haaren? Vielleicht könnt ihr mir ja ein paar einfache Sommerfrisuren vorschlagen. Ich würde mich freuen!

Waschbär Ben

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12 Kommentare

  1. Oh, das mit der Minze-Rinse klingt total toll (reimt sich sogar!), das muss ich unbedingt ausprobieren, bei uns wuchert die sowieso ohne Ende im Teich. :)

    Dass du eine „erbsengroße“ Menge Sheabutter verwendest, ist ja auch sehr passend. :D

  2. Minze liebe ich aktuell auch; allerdings kommt sie mit ein paar Himbeeren aktuell in mein Trinkwasser ;)
    Das Spray klingt super; das werde ich auf jeden Fall nachmachen. Ich hab‘ nämlich schon überlegt, wie ich meine Haare im Sommerurlaub besser schützen könnte.

  3. Arcia

    Ich hab ja jetzt dank meiner Nachbarin Minze im Garten und muss das mal ausprobieren :D

    Das ist jetzt mein erster Sommer mit langen Haaren und ich fühle mich, als würde ich ne Wollmütze tragen, wenn ich sie nicht zurück binde :/

  4. Pudenta

    huhu erbse,
    mal eine kurze frage. könnte man die minze-rinse auch statt der essig-rinse benutzen? ich kriege leider schier das „kotzen“ wenn ich an essig geruch denke, geschweige es auf die haare zu schütte.
    gruß pudenta

  5. Hallo leibe Erbse,

    erst einmal Hut ab vor dem tollen und liebevoll gestalteten Vegan Blog. Ich belese mich zur Zeit viel im Netz zu gesunden alternativen im Bereich Kosmetik, da ich drei Kinder ( Mädels ) habe und keine Chemie mehr an Ihre Haut und Haare kommen lassen möchte. Da ich auch gern koche, schwenke ich immer mehr zur Veganen Küche um.

    Liebe Grüße und weiter so….

    Mutti Claudia

  6. Ich gebe zu, ich bin ein wenig skeptisch. Aber ich werde Deine Tipps ausprobieren, und hoffe ich erreiche ebenfalls so ein tolles Ergebnis wie Du. Würde mich freuen, wenn ich auch hier Richtung vegan gehen könnte

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