Hey I Just Met You Meme MakeUp expensive money pricey beauty blogger vegan brands
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I am pricey, but use me maybe?!

Hey I Just Met You Meme MakeUp expensive money pricey beauty blogger vegan brands

Kennt ihr das? Als übermäßige Konsumentin von Kosmetikartikeln, beschränkt man sich über die Zeit nicht mehr nur auf die Drogerie. Man schaut schnell über den Tellerrand zum unerschwinglichen High End-Bereich, obwohl man sich vielleicht früher vornahm auch mit Drogerie-Kosmetik so zufrieden zu sein, dass man den „teuren Scheiß“ nicht braucht. „Brauchen“ ist ja auch so ein Wort.
Eingeschränkt durch Prinzipien wie vegan und tierversuchsfrei, hat sich bei mir über die Jahre als Beauty-Bloggerin nicht so viel angesammelt, wie bei manch anderen Kolleginnen. Zumindest zeigen mir das die immer mal wiederkehrenden Videos und Artikel, wo sie ihre beeindruckenden Sammlungen zeigen. Mir geht es hier nun aber gar nicht um Masse, denn ich bin fest davon überzeugt, dass ein Beauty-Kit auch mit wenigen auserwählten Produkten mehr als tauglich ist. Das ist der Punkt der mich damals zum Nachdenken brachte. Lieber weniger, aber dafür teurer? Teurer gleich automatisch besser? Und dann dieser Hype um so manches Produkt. Hypes widerstehe ich meistens. Eben weil diese zum größten Teil um Produkte entstehen, die ich aus Prinzip nicht kaufen möchte. Trotzdem gibt es hier und da was… besonders bei Nagellacken. Oder schönen Verpackungen. Damals zum Beispiel die rund 45 Dollar teure Vegan Palette von Urban Decay, bevor sie vom Konzern L’Oréal gekauft wurden. Das war für mich ein absolutes Must Have und als ich die Palette damals das erste Mal in meinen Händen hielt, war das für diesen Moment ein unglaubliches Glücksgefühl. Konsum löst sowas aus. Deswegen funktioniert es. Ihr wisst das. Auch wenn es im Nachhinein natürlich nicht glücklich macht.
Ich wehre mich immer so ein bisschen halbherzig gegen diesen Konsumgedanken. Haben haben haben. Deswegen versuche ich mehr selbst zu machen. Aber dann erwischte ich mich erst kürzlich wieder dabei, als ich die an die HBO-Serie „Girls“ angelehnte Nagellack-Kollektion von Deborah Lippmann sah. Vier Fläschchen Nagellack. Jede Farbe passend zu einem der vier Hauptcharaktere. 45 Dollar. Und ich will sie. Weil ich Lena Dunhams Serie liebe und weil die Lacke von Deborah Lippmann sind.

Und dann fallen mir die ganzen Nagellack-Flaschen ein, die bereits in meinem Regal stehen. Mehrere von Deborah Lippmann und anderen hochpreisigeren tierversuchsfreien Marken wie Butter London oder Priti NYC. Ich schaue sie an, finde sie super schön, aber trage sie so gut wie nie. Und wieso? Weil sie mir zu schade dafür sind. Zu schade zum benutzen, weil sie so teuer waren. „Sie dürfen niemals leer werden.“ oder „Die trage ich am Besten nur zu ganz besonderen Anlässen.“ Ach, Erbse! Seriously. Komm mal klar!

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15 Kommentare

  1. Nini

    hahaha. es ist einfach so wahr. habe mir die woche einen lippenstift von butter london gekauft, bzw. nach langem hin und her mich selbst dazu überredet, allerdings mit dem gedanken „wenn du ihn jeden tag benutzt, dann darf das ding auch mal 24€“ kosten. was hab ich mir dabei gedacht – die erst ecke ist schon an meinem zahn hängen geblieben und abgebrochen hab ich ihn auch schon. also doch lieber wieder zurück zur bewunderung der teuren schätze, ich tauge dafür nicht.

  2. Sandra

    Sie dürfen niemals leer werden :) wie oft mir das durch den Kopf schießt! Und manchmal besinne ich mich dann und frage mich „wozu denn überhaupt??“ Man sollte gerade teures Make Up oft verwenden auch wenn es leer wird, schon allein dass sich das Geld lohnt und man dann auch etwas davon hat. Sonst vergammelt es nurund man ärgert sich nur dass man sichdamit nicht hübsch gemacht hat. Und viele Produkte reichen ja auch länger, da der Preis über den Zeitraum verteilt auch nicht mehr sooo schlimm.

    Das sage ich jetzt so einfach, doch auch ich werde beim nächsten mal wieder dieses Problem haben :) Ach der liebe Konsum ist schon anstrengend.

    Wobei ich mir das auch bei günstigeren Sachen denke … einfach weil es in der Packung oft so hübsch aussieht.

  3. Ich will mich auch oft gegen den Konsum wehren und versuche, mehr selbst zu machen. Dann denke ich aber wieder – Firmen, die sich die Mühe geben, vegane Produkte auf den Markt zu bringen, die muss man doch gerade unterstützen! Am Schluss hören die noch auf, die Sachen zu produzieren! Hach ja, ich hab Probleme… :-(
    “Die trage ich am Besten nur zu ganz besonderen Anlässen.” Kenn ich auch, und dann sind die Sachen, Mascaras und Nagellacke meistens, wenn ich sie dann für die besonderen Anlässe aus dem Schrank hole, schon vertrocknet oder klumpig. Das gleiche ist mir auch schon mit veganem Essen passiert („Aber wenigstens habe ich die veganen Produkte dieser Firma unterstützt!“).
    Einen Nagellack habe ich aber im Schrank stehen, der bleibt erstmal ungeöffnet. Für meine Hochzeit, hatte ich mir damals gedacht, hahaha! Der ist allerdings nur von p2. Für mich bedeutet also nicht, dass teurer gleich besser sein muss. Naja, vielleicht ist es das ja schon, aber ich schminke mich sowieso nicht so professionell, da helfen auch keine professionellen Produkte, denke ich mir. Teure Produkte (wobei die „teuersten“, die ich habe, von Annemarie Börlind und Manic Panic (wenn man die Versandkosten dazurechnet) sind) kaufe ich meistens nur, wenn es nichts vergleichbares in billiger gibt.

  4. Liese

    Da kommt mir vieles ziemlich bekannt vor ;) Zum Glück bin ich beim Makeup (noch?) der Meinung dass ich so „teuren Scheiss“ nicht brauche, wie du so schön sagst. 40 € für dekorative Kosmetik von wenigen Gramm auszugeben welche von den Komponenten her ein paar Cent kostet und auch nicht innovativ ist (wo denn bitte?), da sträubt sich in meinem Inneren einfach alles dagegen (bei Pflege hingegen lässt sich darüber streiten finde ich – je nach Inhaltsstoffen)
    Das Phänomen des „das ist viel zu schade für den täglichen Gebrauch“ habe ich eher bei Klamotten, die ich unbedingt schonen will obwohl es auch total unsinnig ist…

    • Erbse

      Hallo Liese,

      oh ja… Klamotten. Da geht es mir auch so. Ich habe so ein paar bestimmte Teile, die eigentlich recht casual sind, aber die ich nicht zu häufig anziehen weil, um sie zu schonen. Dabei trage ich sie so gerne und fühle mich wohl darin. Da spielt dann wiederum der Preis auch keine Rolle bei mir. Ich kaufe eher günstigere Klamotten.

      Aber das Gute ist ja… sobald man sich darüber im Klaren ist, könnte man versuchen diese Denke abzustellen. :)

      Liebe Grüße,

  5. Miss K.

    Ach ja, das kenne ich ebenfalls nur zu gut: Die teuren Cremes liegen bei mir unbenutzt herum, da sie doch viel zu schade zum Gebrauch sind – was für ein dämlicher Gedanke! Schließlich kauft man sie doch genau dafür.

    Das heißt, ich komme heute Abend heim, und nach der Genuss-Dusche gönne ich mir einmal die teure Hautcreme. Mal sehen ob ich das schaffe ;D

    Grüßle,
    Miss K.

  6. Eiswürfel

    Gefühlte 100 Daumen hoch für diesen Beitrag!
    Just so true…ich erwische mich auch immer wieder bei solch abstrusen Gedankenkonstrukten und versuche mich daher in einer gewissen Selbsterziehung. Manches teure kaufe ich dann einfach nicht mehr bzw. verkaufe es wieder- z.Bsp. ist meine Urban Decay Palette jetzt bei Kleiderkreisel weggegangen, erst war sie mir zu schade zum nutzen, dann war mir Urban Decay nicht mehr sympathisch(WTF?). Oder versuche es mit einer Umdeutung: Teure Sache nicht benutzen ist noch viel verschwenderischer, denn du hast ja extra so viel Geld in die guten Incis gesteckt. Das funktioniert inzwischen besser, so dass ich eine recht teure tägliche Mascara habe. Ansonsten versuche ich mich in der Selbstbestrugs-Schadensbegrenzung: statt dem teueren Lippie/Lidschatten werden lieber Proben von anderen veganen Minerallippies/lidschatten bestellt.
    Meine Kryptonit sind dann auch immer Nagellacke, keine teuren zum Glück, sondern eher p2. Aber trotzdem, rein theoretisch würde ein Pflegelack reichen…
    Viele liebe Grüße!

  7. Kleine Chemikerin

    Kenn ich zu gut. Ich denke, daher kommt auch dieses „teure Sachen sind ergiebiger“, weil man einfach weniger davon nutzt.
    Es hilft wirklich, dann nur das teure zu haben und aufzubrauchen – spätestens dann gucke ich aber, ob es das gleiche nicht günstiger gibt.

  8. Kafka

    Boah, geht mir genau so. Nicht mal nur mit teuren Sachen, auch mit einfach irgendwie ..besonderen oder Dingen, die ich noch vor kurzer Zeit nieee benutzt hätte, denn „ich werd nieee so eine MakeUp-Tankte!“. So benutze ich z.b Lidschatten ganz wenig, obwohl ich oft Lust habe, weil ich mir sage „ne, ich geh doch nur kurz zum Strickladen“.
    Aber mein bestes Beispiel ist wohl ein doch teures Parfum, dass ich vor inzwischen 3 Jahren zu Weihnachten bekommen habe. Eine Probe davon bekam ich im Kino, „Womanity“ von Thierry Mugler. Das ist eine große Flasche, und sie ist nichtmal sichtbar benutzt. Grund: Die kostet regulär 60€ (meine Mama hat sie im Sale geschossen – trotzdem!) und ich würde es nicht nachkaufen, wegen TV und Co. Inzwischen MUSS ich das aber einfach auch mal so tragen, denn irgendwann kippt Parfum nunmal um. Auch eine breite Auswahl an Lotions und Body Butters habe ich, von Balea bis Biotherm (auch Weihnachtsgeschenk). Immerhin muss ich jetzt, weil ich 2-3 Mal die Woche schwimme auch 2-3 Mal die Woche Lotion benutzen, weil meine Haut sonst arg staubt. Tja.

  9. J.

    Hallo :)
    Ich kann deinen Beitrag sehr gut nachvollziehen, denn früher habe ich mich genauso verhalten :D
    Allerdings musste ich demletzt sehr viele Dinge wegwerfen, einfach weil sie zu alt geworden sind und gekippt sind.
    Und zugleich habe ich einige teure Sachen gekauft (Eine Foundation für 40€, einen Lippenstift für 35€, Liedschatten 35€, Palette 35€… Oo) Konsumeinschränkung, wie ich sie mir immer wünsche, klappt also nicht so optimal. Als mir klar geworden ist, welche Summen ich dafür ausgegeben habe sind, musste ich mich ganz schön selbst auslachen, denn so viel Geld habe ich dafür eigentlich nicht übrig und dann entsprechen sie nicht mal alle den grundsätzichen ethischen Voraussetzungen, die ich eigentlich an Kosmetik habe.
    Diese Dinge benutze ich jetzt jeden Tag, denn die Sorge, dass ich sie irgendwann wegwerfen muss ist gar nicht so unbegründet. Selbst bei täglichem Gebrauch werden die Sachen wohl Jahre halten (ausser der Foundation ); )
    Ich hoffe, du kannst dich überwinden und hast Spaß an deinen Sachen :)

  10. Pingback: Die Cura Noctis und ich. Wir werden keine Freunde. | Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

  11. Hej,

    ich kann deine Ansicht zu diesem fiesen Thema komplett nachvollziehen und finde es erfrischend, dass du Aspekte beschreibst, die schlichtweg interessieren, weil sie nachvollziehbar sind. Und ehrlich!

    Dein Blog ist wirklich toll und inspirierend, ja sogar motivierend, wie in meinem Falle.

    Keep going, denn du hast durch deine beharrliche Recherche und Bloggerei gezeigt, dass man mit ein paar Pixeln doch mehr Menschen erreicht, als ich gedacht hätte! ;)

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