vegan rocks beauty essen interview
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[Interview] “Vegan Rocks Beauty” Kosmetikstudio in Essen

Auf so manchen Webseiten die sich mit dem Veganismus beschäftigen, wurde schon fleißig über das KosmEthik Studio „Vegan Rocks Beauty„, welches in Essen dieses Jahr seine Pforten öffnete, berichtet. Ich bin ehrlich gesagt mehr als hellauf begeistert, dass wir hiermit Deutschlands erstes veganes Kosmetikstudio begrüßen dürfen. So begeistert bin ich, dass ich Moni vom Vegan Rocks Beauty doch glatt um ein kleines Interview bat.

Liebe Moni,

du hast Mitte Juli mit „Vegan Rocks Beauty“ das deutschlandweit erste vegane Kosmetikstudio eröffnet. Erzähle unseren Lesern und Leserinnen doch bitte wie es dazu kam und wieso du den Schritt in die Selbstständigkeit mit einer Nische, dem Veganismus, gewagt hast. Wir von Blanc et Noir bewundern das sehr und ich muss ganz offen gestehen, dass es mich doch ein bisschen ärgert selbst soweit weg von Essen zu wohnen.

vegan rocks beauty essen interview Vielen lieben Dank für Eure Unterstützung. Ich verfolge Eure Seite schon so lange und bin nun stolz wie Oskar selbst etwas beitragen zu können.

Manchmal kann ich es selbst noch nicht so richtig fassen, dass es nun das Vegan Rocks gibt. Ein absolut seltsames Gefühl unser Logo auf Flyern, Werbetafeln und Visitenkarten zu sehen. Ein Logo was auf meinem Sofa an irgendeinem Sonntagnachmittag entstanden ist. Sehr wahrscheinlich im Pyjama. Und jetzt lächelt es mich an, über Facebook, die Homepage und T-Shirts. Schon toll, wie sich eine Idee so entwickeln kann, denn ich wollte eigentlich nur einen Termin für eine Gesichtsbehandlung.

Ich machte mich auf die Suche nach einem veganem Kosmetikangebot. Ich recherchierte, schrieb Mails, und rief einige Geschäfte an. Doch leider musste ich enttäuscht feststellen, dass das Angebot für Veganer alles andere als groß war. Sehr oft hatte ich das Gefühl, dass mir eine Dienstleistung fälschlicherweise als vegan beschrieben wurde, nur um diese zu verkaufen. Richtig auf mich eingegangen wurde nur selten. Die Mitarbeiter konnten sehr oft nichts mit dem Wort vegan anfangen und fühlten sich durch jede Anfrage überfordert. Oft hatte ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen, warum es denn nun so wichtig sei, dass in den Produkten keine tierischen Inhaltsstoffe sind. Ganz zu schweigen von dem Wunsch, dass nicht mit Echthaar gearbeitet wird oder dass ich einen Kaffee mit Sojamilch bekommen hätte.

Ich stellte mir vor, wie toll es wäre, einfach in ein Geschäft zu marschieren, das ausschließlich ein veganes Angebot hat. Ganz im Stil vom Veganz im Berlin oder vom Vegilicious in Dortmund. Einfach etwas aussuchen ohne immer zu recherchieren, nachfragen und die Inhaltsstoffe zu studieren. Und so kam mir die Idee für das Vegan Rocks: „Wenn es kein Anderer macht, dann mache ich es halt selbst!“.

Natürlich ist die Selbstständigkeit Alles andere also risikofrei, besonders wenn es um eine Nische geht. Doch darüber habe ich mir nie Sorgen gemacht. Ich glaube an die Idee. Und ich hoffe sehr, dass es Andere gibt, die genauso daran glauben und uns unterstützen.

Großes Glück hatten wir auch mit unserem Partner, der Beautex Hairlounge. Dies sind absolute Haarprofis und die liebsten Mädels der Welt. Da wir unter einem Dach arbeiten hat es sich angeboten gemeinsam ein veganes Haarangebot zu konzipieren, sodass unter unserer Adresse ein vollständiges Beautyprogramm entstehen kann.

 

vegan rocks beauty essen interview Was unterscheidet euch, neben dem Veganismus, von anderen Kosmetikstudios?

Über diese Frage muss ich schmunzeln, denn uns unterscheidet so Einiges. Nicht umsonst ist unser inoffizielles Motto: „Wir sind Anders“.

Wir sind dermatologisch sehr gut ausgebildet und ohne eine gründliche Hautdiagnose kommt bei uns keiner auf die Behandlungsliege. Erst nach dieser gründlichen Untersuchung können wir individuell zu Haut und Inhaltsstoffen in verwendeten Kosmetika beraten.

Auch mischen wir viele unserer verwendeten Produkte selbst zusammen und können so auf Konservierungsstoffe, Parfümstoffe oder Emulgatoren verzichten. Zum Beispiel die Gesichtstonics, sind an Deine Haut angepasste Kräuterauszüge, ohne jegliche Zusatzstoffe. Auch verwenden wir zum Massieren nur Öle in Lebensmittel- und Bio-Qualität. Viele unserer Masken kann man in der Tat auch essen.

Gängige Standards wie zum Beispiel ein steril weißer Behandlungsraum ist uns ein Grauß. Wir mögen es bunt, individuell und etwas verrückt. Auch weiße Kittel oder „Fließbandarbeit“ wird man bei uns nicht finden. Muss es immer Meeresrauschen als Hintergrundberieselung sein? Wir möchten, dass sich jeder Kunde bei uns wohl fühlt – auf seine ganz persönliche Art und Weise – ob mit Heavymetal , Rock, Classic oder der eigenen Entspannungs-Hitliste.

Wir schauen über den Tellerrand hinaus und unternehmen mehr als nur Kosmetik. Wir planen Workshops zu diversen Themen, Konzerte, Ausstellungen und sogar Kochkurse – der gemeinsame Nenner, der Alles verbindet: VEGAN.

Last but not Least – Unsere Kunden. Gerade diese machen auch uns einzigartig. Es ist erstaunlich welch breites Spektrum an Individuen sich bei uns trifft – von Ärztin, zu Weltenbummlerin, vom „Punk“ bis zum Personalvorstand, von der Full-Time Mama bis zum 50’ies Tattoo-Model. Jeder Einzelne bereichert uns durch seine spannenden Geschichten.

 

Vielleicht kannst du uns einen kleinen Überblick über eure Angebote verschaffen. Was für Behandlungen bietet ihr an und was müssen wir unbedingt mal ausprobiert haben? Kristallisiert sich vielleicht schon ein absoluter Renner heraus? Ja, wir sind wahnsinnig neugierig auf euch!

vegan rocks beauty essen interview Wir haben viele unterschiedliche Anwendungen konzipiert, sowohl für das Gesicht, als auch für den Körper. Unsere großen Rubriken sind Gesichtsbehandlungen, Körperbehandlungen, Massagen, Sugaring (Entfernung der Körperhaare mit Zucker) und das „VEGAN ROCKS YOU“.

Gleichgültig ob trockene, empfindliche, unreine oder atrophische Haut, für jedes Problem finden wir die passende Behandlung. Unser persönlicher Liebling ist die Algenmaske. Angerührt mit kühlem Wasser hat sie eine Konsistenz wie Sojajoghurt, also noch recht flüssig. Diese Maske wird dick auf das Gesicht „gegossen“, was zu den Königsdisziplinen der Maskenanwendungen gehört. Nach einigen Minuten härtet sie auf der Haut aus und man kann sie in einem Stück abziehen, wie ein Silikonnegativ der Haut. Diese Maske ist so wunderbar kühlend bei heißen Tagen und sie wirkt wahre Wunder, da Rötungen, Reizungen und Schwellungen einfach verschwinden.

Viele Gesichtsbehandlungen können auch als Körperbehandlung angewendet werden. Der Rücken zum Beispiel hat auch Aufmerksamkeit verdient, ganz besonders deswegen, da wir selbst so schlecht dort hinkommen. Und es geht nun mal nichts über eine entspannende Rückenmassage, nachdem alle Unreinheiten beseitigt worden sind.

Mein persönliches Highlight ist die Gesichtsmassage. Bei entspannender Musik wird man durch Streichungen, Kreisungen, Knetungen und Vibrationen in Tiefenentspannung versetzt. Lustigerweise ist bei keiner anderen Anwendung die „Einschlafquote“ der Kunden so hoch. Für uns ist jedoch jeder Schnarcher ein großes Kompliment und Bestätigung dafür, dass der Kunde optimal relaxen konnte. Doch auch eine Kräuterstempel-Ganzkörpermassage, eine Fuß- und Beinmassage oder die Hot-Stone Massage entführen jeden in die Welt der Träume.

Absolut einzigartig ist das „VEGAN ROCKS YOU“. Dies ist ein spezielles Angebot, welches jeden Monat neu konzipiert wird und nur über unsere Homepage einzusehen ist. Es ist ein einmaliges Angebot was so schnell nicht mehr wiederkommt. Etwas absolut exklusives. Unser erstes „VEGAN ROCKS YOU“ war das Vegan Rocks Tofu – eine Gesichtsbehandlung rund um das Thema Soja. Dies beinhaltete z.B. eine selbstangerührte Maske aus Seidentofu, Kräutern, Heilerde und Sojamilch und eine Sojaöl-Massage. Wir haben großartiges Feedback seitens unserer Kunden dafür erhalten. Dies scheint auch unser Renner zu werden, denn wir haben Kunden die Termine blind für das nächste „VEGAN ROCKS YOU“ buchen, ohne vorher das Angebot überhaupt zu kennen.

Für die Zukunft geplante „VEGAN ROCKS YOU“-Angebote sind exotische Kokosanwendungen, maritime Meersalz-Ganzkörperpeelings, Rotweinarrangements für Paare, aber auch Special Events wie Haut- und Makeup-Seminare und vegane Kochkurse in Kooperation mit unserem veganem Lieblingskoch Holger Mauermann. Weitere geplante Events sind Ausstellungen zum Thema Konsum und Veganismus, Privatkonzerte mit Live-Bands, und, und, und, …. den wir sind halt anders. ;-)

Noch etwas ganz Besonderes zum Abschluss der Angebote: Das Star For One Day! Dies ist ein all-inklusive Paket für 5-6 Stunden. Hierbei machen wir Dich zum VIP und lesen Dir jeden Wunsch von den Augen ab. Gleichzeitig Fuß- und Gesichtsmassage von mehreren Mitarbeitern? Veganes Catering inklusive Sekt während der Maniküre? Gleichzeitige Behandlung von Dir und Deinem Liebsten? Veganes Profi-Hairstyling hinterher? Wir realisieren jeden Wunsch für einen unvergesslichen Tag!

Alle Angebote sind bei uns übrigens auch als Gutschein erhältlich! Und ja, wir verschicken diese auch quer durch Deutschland!

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Habt ihr auch spezielle Pflegebehandlungen für Männer im Programm?

Spezielle Behandlungen für Männer haben wir nicht im Programm, und das ganz bewusst. Wir finden es nämlich etwas diskriminierend, wenn in den Angeboten meist 90% der Behandlungen für Frauen ausgezeichnet werden und Männer sich mit zwei bis drei Treatments begnügen müssen. Sämtliche Angebote im Vegan Rocks sind selbstverständlich auch für Männer buchbar. Da wir individuell auf jedes Hautbild und jeden Hautzustand eingehen, müssen wir keine bestimmten Abläufe für Männer konzipieren. Natürlich ist die Männerhaut meistens etwas unreiner, gröber, unempfindlicher und robuster, doch wir gehen nie vom Regelfall aus, sondern beurteilen ganz individuell.

Der positive Trend geht immer mehr dazu, dass auch Männer Dauerkunden in Kosmetikstudios werden. Das Vegan Rocks zum Beispiel verzeichnet im Kundenstamm genauso viele Männer wie Frauen. Vor allem bei Männern hoch im Kurs sind entspannende Rückenbehandlungen, Maniküren/Pediküren und das Ausreinigen unreiner Haut. Auch Haarentfernungen an Rücken und Brust sind sehr begehrt, obwohl Männer – nach persönlicher Erfahrung – im Durchschnitt etwas schmerzempfindlicher sind, als Frauen.

Unter Kosmetikerinnen gelten Männer schon seit Jahren als begehrte Kunden. Wenn es um die Hautpflege geht, sind sie ihrer Kosmetikerin wahnsinnig treu, gehen nicht mit anderen Produkten fremd und sind dankbar für jeden Alltagstipp, sei es eine Empfehlung für die richtige Pflege oder für das Geburtstagsgeschenk der Freundin. ;-)

Für jeden Mann also, der schon immer eine Gesichtsbehandlung ausprobieren wollte, sich jedoch nicht getraut hat: Geht hin! Ihr werden mit offenen Armen empfangen und seid definitiv nicht der einzige Mann in der Kundenkartei!

 

Ihr schreibt euch selbst den Veganismus auf die Fahne, leben denn alle aus dem Team vegan?

Ein eindeutiges Jein! Mein Mann und ich leben inklusive Hund Sina vegan (obwohl Sina ab und zu Katzenfutter klaut). Meine beiden Katzen Lukas und Mietz leben nicht vegan und wir versuchen sie zu „barfen“, dies ist jedoch eine völlig andere Geschichte. Die weltbeste Praktikantin, die das Vegan Rocks vor kurzem noch beheimatete ist Vero. Auch Veganerin und sich nicht zu schade jeden Tag von Köln nach Essen zu pilgern. Danke Vero. Die Mädels vom Beautex-Hairteam leben nicht vegan. Jedoch sind sie begeistert von veganen Rezepten und verzichten auch immer mehr auf tierisches.

Vegan heißt für uns, dass alle verwendeten Produkte keine tierischen Inhaltsstoffe beinhalten, auch dürfen weder die Produkte noch deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet werden. Zu den tierischen Inhaltsstoffen, die nicht verwendet werden, zählen wir übrigens auch Honig und Bienenwachs.

Materialien, wie zum Beispiel Bürsten, Pinsel und Bezüge müssen frei vom Tierischen sein, dürfen also kein Tierhaar und keine Tierhaut enthalten.

Manchmal ist es schon eigenartig. Da bekomme ich Anfragen von interessierten Kunden, wie: „… sind die verwendeten Produkte vegan? Wurden Tierversuche durchgeführt an Inhaltsstoffen? An Produkten? Wurden welche in Auftrag gegeben? Wurde bei Zulieferern darauf geachtet?…“. Ich muss dann immer schmunzeln, da ich selbst sehr ähnliche Anfragen an Unternehmen und Zulieferer verschicke – und jetzt muss ich selbst welche beantworten. :-)

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Vielleicht hast du Lust an dieser Stelle zu berichten wie du zum Veganismus gekommen bist. Was hat dich motiviert?

Ich gehörte schon immer zu den Menschen, die ein schlechtes Gewissen beim Fleischessen hatten. Ich war jahrelang ein on/off Vegetarier, hatte mich aber nie richtig informiert über die negativen Folgen des Fleischkonsums. Ich kann mich erinnern, dass ich vor knapp 10 Jahren eine Checkliste schrieb mit Sachen, die ich gerne irgendwann erreicht haben will. Ich weiß, dass Nichtraucher und Vegetarier ganz oben drauf stand. Doch richtig angegangen bin ich die Sachen nie.

Und dann viel mir eines Tages Jonathan Safran Foers Buch „Tiere Essen“ in die Hände. Ich verschlang es innerhalb eines Tages und mir war klar: „Du willst nicht mehr ein Teil dessen sein!“ Dieses Mal sollte es eine Lebensentscheidung sein. Ich recherchierte weiter, zum Thema Tierversuche, Milch- und Eierindustrie, Massentierhaltung und war entsetzt! Entsetzt vom Umgang mit Tieren, entsetzt vom Einfluss auf die Umwelt, entsetzt über den Zusammenhang mit Welthunger. Und vor allem entsetzt wie ich viele Jahre so blind gelebt habe!

Ich wurde vom „Omni“ zum Veganer, von heute auf morgen. Bis zum heutigem Tag bin ich mit meiner Entscheidung furchtbar glücklich und möchte nie mehr zurück! Einige Tage später sagte ich auch den Zigaretten „auf Wiedersehen“ und traf zwei Entscheidungen, die wohl mein gesamtes Leben verändern sollten.

Mein Mann reagierte, nennen wir es mal „suboptimal“. Er war sehr skeptisch und hatte alle Vorbehalte gegen den Veganismus, den ein „Omni“ halt so hat. Wir einigten uns darauf, dass der Kühlschrank zweigeteilt wird und wenn Fleisch ins Haus kommt, dann nur noch in Bio-Qualität. Ich kaufte fleißig vegane Kochbücher und wenn wir zusammen aßen, dann halt immer vegan. Schon bereits nach einer Woche fragte Sebastian: „Du hast doch so ein Buch gelesen? Kann ich das auch mal haben?“ Ich beobachtete voller Begeisterung, wie er den gleichen Prozess durchschritt wie ich. Die Lektüre, die Recherche, die ständigen Fragen. Bis nach recht kurzer Zeit für mich die magischen Worte seinerseits kamen: „Ich habe mich dazu entschieden von jetzt an auch vegan zu leben.“ Ich hätte nicht glücklicher sein können, denn seitdem führen wir einen 100% veganen Haushalt (na ja, das Katzenfutter mal ausgenommen). :-)

 

Was uns natürlich brennend interessiert, sind die verwendeten Produkte im „Vegan Rocks Beauty“. Welche Marken finden sich in eurem Studio und weshalb habt ihr gerade diese ausgewählt?

Die Auswahl der richtigen Produkte hat sich mittlerweile zu einer wahren Odyssee entwickelt, denn unsere Anforderungen sind recht hoch. Grundvoraussetzung natürlich: die Produkte müssen vegan sein. Darüber hinaus muss der Wunschkandidat noch folgende Kriterien erfüllen: keine Mineralöle, keine Silikone, keine Palmöle, fair trade, keine Konservierungsstoffe, keine synthetischen Duftstoffe, keine Emulgatoren, Inhaltsstoffe in bio-Qualität, umweltfreundliche Verpackung, für den Kunden bezahlbar, hochwirksam ohne Marketinglügen. (Es würde Nobelpreise regnen, wenn so manches Produkt chemisch/dermatologisch das einhalten könnte, was die Werbung uns verspricht). Wie man sich denken kann, haben wir den optimalen Kandidaten noch nicht gefunden, doch einiges, was sehr nahe daran kommt.

Wir arbeiten nicht mit dem Gesamtangebot nur einer Marke, denn wir picken uns genau das bei jedem Hersteller heraus, was wir wirklich großartig finden. Zum Beispiel die „Young Skin Klärende Gesichtscreme“ von Hagina oder die „Olive Sensitive Reinigungsmilch“ von Safeas. Auch sehr große Fans sind wir mittlerweile vom „Leichten Feuchtigkeitsfluid“ von Farfalla, der „Salve“ von Yaoh oder vom gesamten LipBalm-Angebot von „Crazy Rumors“. Auch liebäugeln wir sehr mit „Dr. Baumann“, da wir von Produkten und Firmenengagement sehr angetan sind.

Viele weitere Partnerschaften sind geplant und werden noch folgen.

 

Aus dem Nähkästchen geplaudert: Wie reagieren Menschen auf euch, die sich mit dem Veganismus bisher noch nicht auseinandergesetzt haben?

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Glücklicherweise haben wir bisher sehr positives Feedback erhalten. Die Meisten Nicht-Veganer fragen dann interessiert nach: „Was ist den vegan?“ oder „Ich dachte, das hat nur was mit Essen zu tun!“. Viele freuen sich auch über die Möglichkeit in „diese Welt“ mal reinzuschnuppern oder zumindest jemanden zu haben, den man nach Erfahrungen und Rezepten fragen kann. (… so kamen wir übrigens auf die Idee der veganen Kochkurse)

Eine sehr interessante Reaktion habe ich von einer „Omni-Frau“ erhalten, die meinte, dass sie bei uns Kundin werden möchte. „Großartig!“ sagt ich, „…doch was ist für Sie der ausschlaggebende Punkt?“ fragte ich. Sie antwortete kurz und knapp: „Bei Euch hätte ich einfach ein besseres Gewissen!“.

 

Wie geht es weiter? Was habt ihr für Zukunftspläne?

Unser Baby soll erst mal wachsen und gedeihen – und das geht nur mit Eurer Unterstützung! Ansonsten wird es ab Ende des Jahres ein breites Spektrum an dekorativer Kosmetik geben, den Make Up ist unsere Leidenschaft. Wir haben uns unsterblich in OCC verliebt (Obsessive Compulsive Cosmetics) und hoffen, dass wir möglichst bald zur Zusammenarbeit finden. Auch möchten wir das vegane Angebot erweitern und recherchieren gerade inwieweit Wimpernwelle, Fußpflege, Permanent Make Up, Nagelmodelage und andere Treatments vegan umsetzbar sind. Es wird viele neue Angebote geben, das ist gewiss.

Langfristig gefällt uns die Möglichkeit selbst Produkte herzustellen, die dann 100%ig unsere Anforderungen erfüllen. Einen Namen gäbe es auch schon: Phat Cat Cosmetics, gewidmet meinem Seelenverwandten, meinem Seelentröster und Glaubensretter, meinem buddhistischem Guru, der leider letztes Jahr in den Himmel kam – einer dicken weißen Katze.

Furchtbar freuen würden wir uns auch über weitere Filialen, doch bis dahin wird es noch ein langer, aber aufregender Weg sein.

 

Abschließend muss ich unbedingt noch etwas wissen: Du bist Make Up Artist. Was ist dein ganz persönlicher Beauty-Geheimtipp?

Ich wünschte ich wäre schon einer, aber meine Make Up Artist Ausbildung startet erst im November diesen Jahres, in der ich über mehrere Monaten ausführliche Trainings im Bereich Make Up für Film/Fernsehen und Modefotographie erhalten werden. Ein jahrelanger Wunsch von mir ist es ein Mal für das Frühstücksfernsehen auf SAT.1 zu schminken, bin nämlich sehr großer Lotte-Fan. Auf diese Ausbildung freue ich mich schon ungemein.

Und trotzdem habe ich jetzt schon einen wundervollen Tipp, der gleichzeitig erklärt, warum ich den Weg über die pflegende Kosmetik gegangen bin.

„Gleichgültig wie perfekt Deine Make Up – Technik, ungeachtet dessen wie professionell Dein Werkzeug, auf einer ungepflegten Leinwand wirst du nie ein Meisterwerk erschaffen.“

Ich kann es kaum erwarten, was die Zukunft für das Vegan Rocks bereithält. Wir sind jetzt schon unglaublich begeistert von der vielen positiven Unterstützung. Ich glaube sehr daran, dass wir gemeinsam etwas in der Welt bewegen können, und es ist mir eine große Ehre etwas veganes dazu beisteuern zu können.

Übrigens: Mit dem Passwort „Erbse“ bekommt Ihr 10% auf jede Dienstleistung bis zum 15.11.2012!

 

Danke, für das sehr sympathische und ausführliche Interview, Moni. Ich wünsche dir und deinem Team alles erdenklich Gute und ich hoffe sehr, dass ihr neben dem ganzen Spass der euch eure Arbeit bringt, auch noch richtig erfolgreich damit werdet. Und das wünsche ich nicht nur aus uneigennützigen Zwecken… denn wie cool wäre es denn, wenn wir zum Beispiel in wenigen Jahren bereits die zweite Filiale von Vegan Rocks Beauty auf der Deutschlandkarte verzeichnen könnten. Am Besten dann natürlich in Kassel. ;)

Na, seid ihr jetzt auch so neugierig wie ich? Ward ihr vielleicht sogar schon mal im Vegan Rocks Beauty?

Vegan Rocks Beauty findet ihr natürlich auch im Internet unter veganrocksbeauty.de
Die Hair-Partner vom Vegan Rocks Beauty haben natürlich auch eine Webseite: beautex-friseure.de
Und die Fotos wurden mir freundlicherweise von Lina zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!

Waschbär Ben

Kaffeekasse

Stöberst du gerne auf kosmetik-vegan.de? Ich freue mich über ein kleines Trinkgeld. Danke für deine Unterstützung!

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14 Kommentare

  1. AD

    Ich lebe zwar nicht vegan, finde die Idee aber echt klasse :)Dass da noch keiner vorher drauf gekommen ist! Und das schöne ist: Ich wohne im Ruhrpott und hab es gar nicht so weit nach Essen :) Vielleicht traue ich mich dann endlich mal, ein Bikinizonen-Sugaring zu machen ;)

  2. Flopsi

    das is so toll,echt!hab neulich noch drüber nachgedacht,dass ich niemals zu ner massage/gesichtsbehandlung/pedicüre usw gehen kann,wenns keine rein-veganen kosmetikstudios gibt,wovon ich nicht ausging…
    kaum bedauert,gibts eins!:-D wie klasse,freu mich sehr über diese info und werd mir das auf jeden fall mal gönnen,solang ich im ruhrpott wohne.yippieh!

  3. Jarda

    Schade, dass das so weit weg ist. Die machen wirklich einen super sympathischen Eindruck mit tollen Ideen und Vorstellungen.
    Das ist doch schon wieder ein Schritt in die richtige Richtung :) und bestimmt finden sich irgenwann auch Nachahmer bezüglich des veganen Kosmetikstudios!
    Liebe Grüße

  4. Mau

    Oh, schade, dass Essen so weit weg ist. :-(
    Aber wenn ich mal da bin, dann schnei ich da rein… ich war zwar noch nie bei einer Kosmetikerin, aber das Konzept klingt toll und die Leute super sympathisch. :Raccoon:

  5. Sarah

    Das klingt nach einem wirklich tollen Konzept und einer echten Marktlücke! Schade für mich, dass Essen so weit weg ist :/
    Jetzt würde mich aber schon noch interessieren, wie das mit der MakeUp Artist Ausbildung ist – gibts die auch „in vegan“?

  6. Faun

    Soweit ich das mitbekommen habe, pflegt das Sugaring zusätzlich die Haare und führt dazu, dass diese verdicken. Ich lasse mich seit Jahren wachsen und kann durchaus einen Rückgang des Haarwachstums feststellen. Es entstehen kahlere Stellen und die Haare werden logischerweise weicher, weil die Haut die Wurzeln immer wieder von Neuem aufbauen muss.
    Ich muss aber zugeben, dass ich mich noch nicht mit den Inhaltsstoffen auseinandergesetzt habe, die bei mir verwendet werden, aber ein Sugaring kam bei uns von vorneherein nicht in Frage (Cousinchen ist Ästhetikerin? Nennt man das so? Jedenfalls ist sie kosmetisch gesehen auf die Haut spezialisiert. :D), deswegen bin ich neugierig darauf, wie sich das bei anderen auswirkt (und ob es sich wirklich so auswirkt, wie es mir mitgeteilt wurde).

    Erbse, ich lese deinen Blog ziemlich gerne, auch wenn ich nicht vegan bin (das eine schließt das andere ja nicht aus). Aber das in meiner Kosmetik umzusetzen war mir sehr wichtig und deine Beiträge, sowie auch die Beiträge von den anderen Bloggern, geben immer einen interessanten Einblick und Überblick. Weiter so! ♥

  7. Pingback: #WBR17 – Neues, Linkliebe und Tierversuche | Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

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