TissUse 10 Organ Chip animal testing tierversuche kosmetik vegan
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Ist dieser Mikrochip das Ende für Tierversuche?

Was wäre, wenn sich viele Tierversuche für kosmetische Inhaltsstoffe und auch für Medikamente in naher Zukunft erübrigen würden? Es gibt reichlich alternative Testmethoden, wie wir wissen. Und wir wissen auch, dass gerade für Kosmetikprodukte Tierversuche absolut rückständig und moralisch und ethisch nicht vertretbar sind. Trotzdem sind diese in vielen Ländern dieser Welt immer noch erlaubt oder gar gesetzlich vorgeschrieben.
yeah science bitch animal testing tierversuche vegan kosmetikDas könnte sich eventuell bald ändern. Nicht nur weil reichlich Kampagnenarbeit und politisches Engagement seitens der Tierrechtsorganisationen betrieben wird, sondern auch, weil intensiv an weiteren alternativen Testmethoden geforscht wird.
Letztens noch habe ich mal wieder darüber sinniert, was für Speichermedien uns mittlerweile zur Verfügung stehen. Passten auf eine übliche Diskette gerade mal 1,4 MB, haben wir heute schon winzige SD-Karten die 2 TB speichern. Und das alles nur innerhalb weniger Jahre! Nun gibt es eine ganz neue Art von Mikrochip, der nicht für das Speichern von Urlaubsbildern und Dokumenten gedacht ist.
Das deutsche Biotechunternehmen TissUse, das auf die Entwicklung von In-vitro-Systemen für die Substanztestung in der pharmazeutischen, kosmetischen und chemischen Industrie spezialisiert ist, hat einen menschlichen Organismus auf einem Objektträger im Speicherchip-Format entwickelt. Auf diesem Mikrochip („Human-on-a-chip”, “Multi-Organ-Chip”) befindet sich ein funktionierender Organismus, der keine weiteren Versuche an Mensch oder Tier erforderlich macht. Diese neue Technologie könnte in Zukunft die zehn Millionen Versuchstiere pro Jahr alleine in Europa, teilweise oder vollständig ersetzen.

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Derzeit gibt es bereits 2-Organ-Chips. Gearbeitet wird an einem 4-Organ-Chip-Prototyp. Und bis 2017 ist der 10-Organ-Chip geplant, der laut Dr. Uwe Marx, dem Gründer und Geschäftsführer von der TissUse GmbH, die Medikamenten-Entwicklung revolutionieren wird.

Und wie funktioniert das?

“Der 2-Organ-Chip bildet auf Grundlage menschlicher Zellverbände im Miniaturmaßstab zwei interagierende menschliche Organe ab. Imitate von Organen wie der Leber, des Darms oder der Haut werden auf einem Chip inklusive der Gewebeernährung sowie der Perfusion zwischen den Organen auf physiologischem Level nachgebildet. Die Verbindung der Organe untereinander wird mithilfe von Mikropumpen, Kanälen und Membranen körpergetreu simuliert. Die direkte Wirkung von Stoffen sowie deren Verstoffwechselung kann so am lebensechten Modell beobachtet werden.” Quelle

TissUse – Mini-Organism-on-a-Chip (TissUse HoC)

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5 Kommentare

  1. michaela

    Das klingt ja sehr interessant. Ich finde das wirklich an alternativen geforscht werden sollte, denn solche alternativen zu Tierversuchen, wie der HET-CAM-Test, wo befruchtete Hühnereier verwendet werden, finde ich nicht sehr befriedigend. Sicher besser als die eigentlichen Tierversuche aber schöner wäre es ja schon mit anderen alternativen.

  2. Sab

    Interessant und für mich irgendwie schwer zu erfassen, dass das tatsächlich funktioniert. Hat was von Science Fiction, aber im positiven Sinne. Danke für den Artikel. :)

    Hoffentlich wird schön viel Geld in diese Forschung gesteckt.

  3. Nachtigall

    Das klingt ja wirklich genial! Kommt mir nur irgendwie zu schön vor, um wirklich war zu sein. Ich persönlich fange erst an zu jubeln, wenn es das Ding wirklich gibt und Tierversuche damit abgeschafft werden…

    LG

  4. Pingback: Kurzwort: Cyber-Menstruationstassen, Tierversuche und Neues | Blanc et Noir – Vegan Beauty Blog

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