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Kurzwort: Cyber-Menstruationstassen, Tierversuche und Neues

Endlich Herbst! Ich freue mich schon wahnsinnig auf Samhain gemeinsam mit Freunden, auf Horrorfilme und gutes Essen. Und ich freue mich auf den ganzen Halloween-Content jetzt im Oktober. Im Moment plane ich dahingehend ein paar Artikel und kann es vor Euphorie kaum erwarten. <3
Bevor es damit demnächst los geht, habe ich hier erstmal ein neues Kurzwort mit einigen Neuigkeiten für euch.

looncup vegan kosmetik menstruationstasse menstruation(c) Looncup

Gestern machte mich @suddenbreak auf ein neues Kickstarter-Projekt aufmerksam. Looncup entwickelt derzeit Cyber-Menstruationstassen. Höhö. Das klingt genauso skurril wie es ist. Mein erster Gedanke dazu war erstmal positiv. Ein lustiges, kleines Gadget. Aber bei genauerer Betrachtung kapiere ich den eigentlichen Nutzen dahinter nicht. Der Looncup hat eine eingebaute Antenne und einen Chip, der ausliest wie voll der Looncup ist, wann er gewechselt werden sollte und wie die Farbe des Blutes ist. Die Daten werden gespeichert und an eine App versendet, die Statistiken wie die Blutmenge trackt. That’s it. Ein großes Manko ist die kurze Lebensdauer der eingebauten Batterie. Diese hält nämlich gerade mal sechs Monate und kann weder aufgeladen noch ausgetauscht werden. Zwar lässt sich die Tasse danach noch ganz normal weiterverwenden, verliert aber ihre Besonderheit gegenüber sämtlichen “normalen” Tassen. Mich interessieren hier ganz stark eure Gedanken dazu.

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Seit Februar ist es für euch möglich mein Blog-Projekt via Patreon zu unterstützen. Als kleines Dankeschön erhält jede*r Patron*in einen Brief von mir. Was darin ist, könnt ihr euch auf der Patreon-Seite ansehen. Sobald es sich umsetzen lässt, will ich noch einige andere, größere Pledges integrieren. Das kostet aber Zeit und Geld, weswegen dies alles nur nach und nach geschieht. :) Jedenfalls wisst ihr ja, dass ich in letzter Zeit ganz gerne male und wollte deshalb auch die Patreon-Briefe etwas persönlicher gestalten, indem ich Postkarten habe drucken lassen. Seit letztem Monat sind diese in jedem neuen Brief zu finden.

Einführung in die vegane Naturkosmetik - M. Erbse Huth kosmetik-vegan.de Foto

Im September habe ich als Gastautorin für den Denns Bio-Blog geschrieben. Gerade für Einsteiger*innen in die vegane Naturkosmetik, soll mein Artikel “Einführung in die vegane Naturkosmetik” eine Orientierungshilfe bieten. Es würde mich natürlich sehr freuen, wenn ihr dort mal vorbei schaut. :)

Sendungen   Quarks   Co   Wissen   WDR Fernsehen tierversuche kosmetik vegan

Quarks & Co mit Ranga Yogeshwar. In letzter Zeit schaue ich die Sendung wirklich sehr gerne. Kürzlich gab es eine zum Thema Menstruation, die ich gut umgesetzt fand und die ich euch absolut uns Herz legen möchte. Die neueste Ausgabe handelt von Jägern und wie sinnvoll Jagd heutzutage noch ist. Die habe ich allerdings noch nicht gesehen. Die Woche davor ging es um Tierversuche. Und dazu möchte ich ein bisschen was sagen.

Ihr könnt euch ja sicherlich denken, dass ich Tierversuche ablehne. Für mich steht außer Frage, dass Tiere ihrer Würde nicht beraubt werden sollten und sie nicht nur eine Daseinsberechtigung haben, solange sie für uns von irgendeinem Nutzen sind. Für Kosmetik schon mal gar nicht.

Ich lese begeistert in Wissenschaftsmagazinen über alternative Testmethoden und freue mich, dass die Forschung daran stetig nach vorne schreitet. Diese Methoden sind unsere Zukunft. Tierversuche halte ich hingegen für rückständig, grausam und gefährlich. An dieser Stelle passt Gandhi ganz hervorragend. :D Kann ich mir nicht verkneifen.

“Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln.”

Mir ist bewusst, dass es viele sehr kranke Menschen gibt, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind. Aber zumindest im Kleinen können wir alle etwas tun, damit Tierversuche weniger werden und vielleicht irgendwann der Vergangenheit angehören. Jeder Mensch hat zum Beispiel die Wahl, welche Kosmetikprodukte oder Putzmittel er kauft und kann seinen Konsum dahingehend lenken. Es muss bestimmt auch nicht für jedes kleine Problem gleich eine Pille sein. Wir können Medikamente bewusster einnehmen und schauen, ob es nicht vielleicht sinnvoller ist die Ursache zu behandeln, anstatt nur die Symptome zu unterdrücken.

Manche Medikamente gibt es als Generika zu kaufen. Stada ist zum Beispiel Generika-Hersteller und ist selbst nicht an der Forschung beteiligt. Ein Themenfeld mit dem ich mich auf jeden Fall selbst auch noch genauer befassen muss.

Ich finde, dass Quarks & Co zumindest bemüht war, einen Mittelweg aufzuzeigen. Ein paar Kritikpunkte habe ich dennoch. Was Tierversuche für Kosmetik betrifft, wurde innerhalb der Sendung leider nur gesagt, dass diese Tests in der EU seit 2013 verboten sind und solche unsinnigen Tierversuche der Vergangenheit angehören. Das stimmt zwar, ist aber nur die halbe Wahrheit, da außerhalb der EU immer noch Tiere für Kosmetik leiden und sterben müssen. Und selbst innerhalb der EU werden indirekt noch Tierversuche für Kosmetik durchgeführt, denn immer dann, wenn ein Inhaltsstoff nicht nur für Kosmetik Verwendung findet und unter das Chemikaliengesetz fällt, sind Tierversuche gesetzlich vorgeschrieben. Das ist ein Problem, was es global zu beleuchten gilt, finde ich.
Kritisch finde ich auch, dass Tierversuchsgegner meist nur als gröhlende Protestgruppen dargestellt wurden. Tierversuchsbefürworter hingegen waren gänzlich Leute im weißen Kittel. Das vermittelt ein völlig falsches Bild an die Zuschauer, finde ich. Auch unter Wissenschaftlern und Ärzten gibt es reichlich Tierversuchsgegner. Es wäre schön gewesen, mehr von diesen zu erfahren. Zudem fehlte mir die Beleuchtung aktueller Alternativen zum Tierversuch. Zum Beispiel Human-on-a-chip.

Ich freue mich über eure Meinung zu den angesprochenen Themen und wünsche euch ein tolles Wochenende!

Waschbär Ben

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18 Kommentare

  1. Arcia

    Ich weiß gar nicht mehr, wo ich neulich mal auf dieses Statement zum Thema Tierversuch gestoßen bin…

    Es war jedenfalls keine rein Dekorative Kosmetik, sondern ein Konsumbereich, in dem es auch um Gesundheit ging, wo Tierversuche zur Debatte stünden.

    Jedenfalls war die Haltung dazu, neue Produkte grundsätzlich auf freiwillige Basis innerhalb des Unternehmens zu testen (dafür sind Mitarbeiter speziell versichert) und wenn das erfolgreich war auch Außenstehende zu Tests einzuladen, alles freiwillig und medizinisch begleitet.

    Nach allem was ich mitbekomme sind Tierversuche inzwischen sogar ein Hindernis für die von Krankheit betroffenen. Sehr viele neue Medikamente schaffen es nämlich nicht durch die vorgeschrieben Tierversuchsreihen. Dabei sind die Ergebnisse wegen der Abweichung zur Humanen Genetik sowieso diskutabel. Es werden also weiter Testreihen beantragt, bei denen es lediglich um Sterblichkeitsraten und Risiken geht, nicht mehr nur um Wirkungsweisen. Und erst im Anschluss daran dürfen Patienten sich zum freiwilligen versuch melden.

    Es gibt wohl etliche Krebs- und AIDSpatienten weltweit, die dringend auf neue Medikamente warten, die sie schlicht und ergreifend ausprobieren wollen, bevor sie sterben, weil sie konventionell austherapiert sind. und das geht nicht, weil die Freigaben für freiwillige Humanversuchsreihen eben nicht so ohne weiteres erteilt werden, wenn der Tierversuch fragliche Ergebnisse aufwirft (selbst wenn das in vitro total anders aussieht).

    Und wir kennen Wirkstoffe, die nach neuen Vorgehensweisen niemals zum Humanversuch zugelassen werden würden, Penicillin zum Beispiel würde im Tierversuch die Anforderungen nicht mal Ansatzweise erfüllen, so dass es weitere Studien gar nicht gegeben hätte.

    Die Medizin (jedenfalls die juristische Debatte) sollte da langsam echt viel viel offener werden, wo Menschen schon in der Lage sind einzelne Organe künstlich nachzuzüchten.

    Was die Tasse betrifft, kann ich eigentlich nur sagen, dass das wieder so eine absurde Entwicklung ist, zu jedem Schwachsinn eine App haben zu müssen um auf sein Smartphone einhämmern zu können.

    Es ist im Sinne der Kreislaufüberwachung und so vielleicht nett zu protokollieren, wie viel man geblutet hat… das kann man aber auch echt selber machen. Ich seh bei der App so absolut gar keinen Mehrwert.
    Da es bei der Tasse auch den Zeitraum zum Wechseln nicht so extrem ankommt wie beim Tampon oder Schwamm halte ich auch den Reminder im Grunde für überflüssig.

    Ich weiß natürlich nicht, wie andere Frauen das machen, aber ich warte nicht, bis „Bedarf“ besteht, sondern leere entsprechend meine Toilettenhygienegewohnheiten. Mein Tagesablauf ist aber auch ganz gut getaktet.

    Wenn man schon Geld in das Thema Menstruationstasse investiert, dann halte ich Projekte wie den Rubycup für ne viel lohnenswertere Sache.
    Für alle, dies nicht kennen:
    Man kauft für sich eine Tasse (es gibt auch ein Angebot zwei Tassen günstiger zu bekommen) die etwas hochpreisiger sind. Dafür spendet man aber automatisch eine Tasse an eine Frau/ein Mädchen, die sich selber keine leisten kann und auch sonst mäßigen bis keinen Zugang zu Damenhygieneartikeln hat, beispielsweise in Afrika.
    Way besser als sich so ein wirst world Dekadenzgefummle zuzulegen, wen ihr mich fragt.

    • Hey Arcia :)

      Zum Glück gibt es immer mehr Wissenschaftler und Mediziner, die sich ebenfalls gegen Tierversuche aussprechen und diese als überholt sehen. Ich schätze, dass ein ganz großer Faktor da mal wieder die Kohle ist. Man muss sich ja nur mal angucken wie stark Tierversuche subventioniert werden und wie es im Gegensatz dazu bei tierversuchsfreier Forschung aussieht.

      Als ich das erste Mal von Looncup hörte, war ich super neugierig, weil ich da noch nicht wusste, was genau die Tasse können würde. Ich mag kleine nützliche Gadgets ja echt gerne… zumindest um sie mal auszuprobieren. Die Beschreibung der Looncup hat mich da aber schnell wieder wachgerüttelt. Habe mit einer innovativen, praktischen Idee gerechnet. Aber wie schon geschrieben: Wofür muss ich den Blutstand meiner Tasse wissen? Ich leere in der Regel auch nach Gefühl bzw. eben einfach wenn ich eh auf Toilette bin. In so eine Tasse passt wahnsinnig viel rein.
      Richtig irritiert war ich dann aber, als ich las wie kurz die Batterie darin halten würde. Ist ja logisch, dass man die nicht austauschen würde können. Aber es ist einfach wahnsinnige Verschwendung sich wegen ner ollen App, die unnütze Daten trackt, zwei mal im Jahr ne neue Tasse kaufen zu müssen. Gnah.
      Dann lieber die Kohle in Tassen für Andere stecken! Da hast du so recht. :)

      Liebe Grüße,
      Erbse

      • Arcia

        Ich zweifle auch irgendwie hart dran, dass ne Microzelle eben mal so 10 Minuten gekocht werden wegsteckt.

        Die wird also wohl schon beim ersten Auskochen den Geist aufgeben.

        Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, das die Entwickler dieser Idee hauptsächlich Menschen sind, die keine Menstruationstassen verwenden ;)

        Aber die sollen mal ruhig am Ball bleiben. Einführbare Sensorik mit App ist sicherlich was, was für Frauen mit Kinderwunsch oder Krankheiten wünschenswert ist. Und da die Tasse generell immer verwendet werden kann, um zum Beispiel Scheidensekret auszumessen, ist die Idee vielleicht auf anderer Ebene mal ne ganz tolle, sobald ein hitzbeständiger Akku mit click&charge drin steckt.

        • Katarzyna

          Wie du den Zusammenhang zwischen diesen Menstruationstassenund Kinderwunsch herstelltst, ist mir wirklich unklar.
          Diese außerhalb der Menstruation zu tragen um das Scheidensekret analysieren zu lassen wäre doch mehr als absurd…

        • Arcia

          Warum?

          Die Tassen sind dazu da, Flüssigkeiten aufzufangen.

          Meine Gyn zum Beispiel empfiehlt sie zum inneren Auftragen der Pilzsalbe, wenn man mit den Zäpfchen nicht klar kommt, weil sie nebenbei den Effekt haben, dass man das Scheidensekret viel besser kontrollieren kann.

          Warum sollte man sie also nicht zur Messung der Hormone verwenden? Mal unter der Annahme, dass das genauer ist, als das Messen der Basaltemperatur und der rein optisch/haptischen Beobachtung des Zerfixschleims (Zumal besonders letzteres eher was für erfahrene Frauen ist und man das überhaupt nicht anwenden sollte, wenn man mit dieser Methode verhüten will).

          Sone Tasse kann meiner Ansicht nach also durchaus ne große Hilfe sein, sowohl für Kinderwunsch, wie auch für natürliche Verhütung am Anfang.

          Gegenargumente?

  2. Liebe Erbse,
    ich finde Deinen gesamten Post ziemlich toll und muss eine ganz dämliche Frage vorweg stellen: Welche Produkte zeigst Du da in dem Teaser/ Foto bei deinem Gastpost? Die sehen so toll aus!

    Und nun zum wichtigeren:
    Den Chip in der Menstruationstasse finde ich persönlich etwas strange. Ja vielleicht wehre ich mich gegen die Technik oder keine Ahnung.
    Was wird denn mit den gesammelten Daten gemacht? Wer hat Zugriff darauf? Will man solche privaten „Erlebnisse“ mit anderen Menschen freiwillig oder unfreiwillig teilen?!
    Ich sage nicht, dass die Menstruation ein Tabuthema ist – mit nichten. Die ganze Welt soll das erfahren und ich sage auch offen, wenn meine Laune gerade mal ausschlägt, woran es liegen könnte.
    Aber über Aussehen und Menge will ich dann doch nicht informieren.
    Weißt Du was ich meine?!

    Grünste Grüße
    Fräulein Immergrün

    • Hey Fräulein Immergrün :D

      Danke dir. :) Das ist ein (nicht veganer) Lippenstift von Alverde, den ich kürzlich als PR-Sample bekam und ein Lidschatten von Alva. Ich glaube die Mascara war von Lavera. Und der Pinsel ist von ebelin.

      Ja, ich kann deine Bedenken bezüglich der Tasse absolut nachvollziehen! Zwar habe ich selbst auch ne App mit der ich meinen Zyklus festhalte (da ich NFP mache), aber sich wegen unnützer Daten eine Tasse mit Batterie, Chip und Antenne einzuführen, die man dann auch noch zwei Mal im Jahr neu kaufen müsste… äh… nein! :D

      Liebe Grüße!

  3. Rea

    Menstruationstasse mit Chip? Weil wir die Rohstoffe dafür so dicke haben, oder wie…? :/ Nee, für mich ist das gar nichts und ich finde es ziemlich sinnfrei. Vor allem, weil ich noch nie an den Punkt kam, an dem meine Menstasse übergelaufen wäre – und letztlich sind mir Blutfarbe und -menge auch total egal… (wofür muss/will man sowas wissen? Oo)
    Batterien sind auch grundsätzlich nichts, was ich einführen würde – worauf basieren die denn? Gesund sind die ja alle nicht.
    Nee, sorry, ich wüsste Wege, die Ressourcen sinnvoller einzusetzen; ein typischer Fall von „Dinge, die die Welt (eigentlich) nicht braucht“.
    Deinen Artikel auf dem denns-Blog fand ich interessant, wirklich ein schöner Einsteigerartikel. :)

    • Hey Rea,

      oh man… und ich dachte ja schon, ich hätte den eigentlichen Sinn von Looncup einfach nur nicht kapiert. ;D Aber ihr beruhigt mich damit, dass ihr das genauso absurd findet.

      Danke dir. <3

      LG

      Erbse

  4. Die Menstruationstasse finde ich irgendwie überflüssig. Die Idee dahinter ist an sich ganz nett, aber da ich keine Tassen-Nutzerin bin, wüsste ich nicht, ob man so eine App wirklich benötigt oder man nicht irgendwann selbst einschätzen kann, ob die Tasse voll ist oder nicht. An eine App „gebunden“ zu werden hat eher weniger mit Freiheit zu tun.
    Die Sendung habe ich mir noch nicht angeschaut, wurden denn auch Bewegungen wie Ärzte gegen Tierversuche genannt? Deren Seite finde ich sehr aufschlussreich und zeigt auch, dass auch Leute „vom Fach“ sich gegen medizinische Tierversuche aussprechen. Generell ist es ein schwieriges Thema, aber ich hab das Gefühl, dass Tierversuche oft als einziger Weg dargestellt wird um Medikamente zu testen. Der Tipp mit den Generika ist super, ich wusste gar nicht, dass die dann nicht mehr getestet werden. Das werde ich mir merken :)

    Liebe Grüße

    • Hey! :)

      Ich mag da jetzt nur von mir selbst sprechen, aber ich habe mittlerweile absolut ein Gefühl dafür, wie voll die Tasse ungefähr ist. Die Tage sind zwar nicht immer gleich stark, aber in so einer Tasse ist je nach Modell echt viel Platz, sodass ich da für mich nie ein Problem sah.
      Sehr schön finde ich den von dir angebrachten Aspekt der Freiheit. Looncup wirbt ja exakt damit, dabei ist es, wie du sagst, bei näherer Betrachtung genau anders herum.

      Ärzte gegen Tierversuche kamen leider nicht zu Wort. Zumindest nicht in der Sendung an sich. Habe auf der Webseite des WDR gerade gesehen, dass sie allerdings dennoch ein Interview mit Ärzte gegen Tierversuche geführt hatten. Schade, dass das nicht in der eigentlichen Sendung zu sehen war. http://www1.wdr.de/fernsehen/wissen/quarks/sendungen/tierversuche-interview-contra-100.html

      Soweit ich das bisher mit den Generika verstanden habe, kann man da zwischen Marken unterscheiden die Generika herstellen, aber selbst auch forschen und/oder zu nem größeren Konzern gehören, die die Forschung betreiben. Oder eben, wie im Falle von Stada (soweit mir bekannt), Marken die Generika vertreiben und herstellen, aber selbst gar nicht an der Forschung beteiligt sind.

      Viele liebe Grüße,
      Erbse

  5. Also, bevor ich zum eigentlichen Inhalt deines Posts komme: ich freu mich auch schon wahnsinnig auf Halloween-Content! Deiner wird bestimmt auch grandios 😊

    Die komische Cybertasse finde ich auch bescheuert, für mich hat das überhaupt keinen Mehrwert…
    Aber viele Leute stehen ja auf dieses ganze Daten Zeug und führen genau Buch über ihr Essen (Kalorien, Protein/Fett/Kohlenhydrate, …), zeichnen ihre Laufstrecke mit dem Smartphone auf oder haben sogar eines dieser Armbänder, die alles aufzeichnen und so weiter.
    Meins ist das Nicht, ich muss mein Leben nicht durch optimieren und alles in Zahlen packen 😁

    Deiner Kritik an der Quarks und Co Sendung Stimme ich an sich zu, vor allem das mit den Tierversuchen für Kosmetik hat mich auch ziemlich gestört.
    Man muss aber auch immer bedenken, dass sich das Format auch an Menschen richtet, die sich nicht in das Thema eingearbeitet haben und von daher kann man einige Punkte etwas relativieren, finde ich.
    Es wurde versucht auch zu zeigen, dass es Alternativen zu Tierversuchen gibt, die Forscher aber Probleme haben das Geld für die Zulassung zu beschaffen.
    Dazu kommt auch, dass viele der Zuschauer selbst auch Fleisch essen usw und Tierrechtsaktivisten schon für sehr extrem und ein bisschen spinnert halten (leider) – wenn man diese dann nicht zu positiv darstellt, ist das zwar unfair, aber damit vermeidet man eben auch den Zuschauer zu verschrecken.
    Meiner Meinung nach hat die Sendung da schon einen guten Zugang zum Thema für den „Otto Normalverbraucher“ vermittelt.
    Eine solche Sendung kann dem Zuschauer immer nur Denkanstöße liefern, ihm aber nicht die Pflicht abnehmen sich eigenständig auch noch woanders zu informieren.

    Bei der Sache mit den Generika wäre ich vorsichtig. Bei Medikamenten, die oral eingenommen werden, sind sog. Bioäquivalenzstudien vorgeschrieben, die auch an Tieren durchgeführt werden.
    Über die Firma, die du vorgeschlagen hast, habe ich mich noch nicht näher informiert, aber grundsätzlich heißt Generikum nicht auch tierversuchsfrei, selbst wenn die Firma keine eigenen Medikamente entwickelt.

    Liebe Grüße 😊

  6. Katarzyna

    Diese Tasse ist ein Witz, oder? Wäre ein klasse Beitrag für nen 1. April.
    Ich kann mich hier den Vorschreiber*innen anschließen, das ist eine absolut schwachsinnige Erfindung
    Doch finde ich es bedenklich, dass das Thema Datensicherheit hier überhaupt nicht zur Sprache kommt. Wer kann welche Daten für was verwenden? Glaubt hier jemand an die Sicherheit von Daten im Zusammenhang mit Apps???

  7. Kati

    Ich bin hier scheinbar die einzige, die einen Sinn in der Cybertasse sieht. Nicht, dass ich sie mir jetzt kaufen würde, ich bin hier mit „gewöhnlichen“ Tassen schon ganz gut versorgt.

    Einen Sinn in einer 6-monatigen Überwachung sehe ich vor allem in einer vereinfachten Diagnostik von Krankheiten wie Endometriose und PCOS. Beide haben ja unter anderem Symptome wie besonders starke Krämpfe und, eben, eine besonders starke Regelblutung. Was ist nun aber eigentlich stark? Da hat ja jeder andere Vorstellungen. Ich muss zum Beispiel meine größte Tasse (Meluna XL) am stärksten Tag alle 2-3 Stunden entleeren.

    Tja, und durch Zufall (weil sich eine Zyste gebildet hat, die zufällig bei einer Routineuntersuchung entdeckt wurde), wurde bei mir dann Endometriose diagnostiziert. Endlich wurden mir (nach jahrelangem Leiden) sinnvolle (=starke) Schmerzmittel verschrieben.

    Übrigens ist die medizinische Welt immer noch der Meinung, dass Endometriose nur bei erwachsenen Frauen auftritt, Jugendliche werden oft mit „das kann es nicht sein, dafür bist du zu jung“ abgespeist. Dabei hatte ich die Symptome von Anfang an – also schon mit 13. In Europa liegt die durchschnittliche Zeit vom Auftreten der ersten Endometriose-Symptome bis zur Diagnose bei 12 schmerzhaft-furchtbaren Jahren. Je länger die Krankheit unentdeckt (und daher unbehandelt) bleibt, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass frau unfruchtbar wird.

    Wenn die Diagnostik also durch so eine Cybertasse um ein paar Jahre beschleunigt werden kann, dann finde ich die Erfindung sogar ziemlich großartig.

  8. nichtwegsehen

    Bioäquivalenzstudien werden NICHT an Tieren durchgeführt!

    Vera schreibt:

    „Bei der Sache mit den Generika wäre ich vorsichtig. Bei Medikamenten, die oral eingenommen werden, sind sog. Bioäquivalenzstudien vorgeschrieben, die auch an Tieren durchgeführt werden.“

    Bioäquivalenzstudien von Medikamenten für die Anwendung am MENSCHEN sind dazu da, zu testen wie sich der Wirkstoff im Körper eines MENSCHEN verhält, nicht in dem eines Tieres. Dafür stellen sich freiwillige Testpersonen zur Verfügung, denen in regelmässigen Abständen freiwillig Blut entnommen wird. Anders kann es NUR bei Tiermedikamenten sein.

    „Über die Firma, die du vorgeschlagen hast, habe ich mich noch nicht näher informiert, aber grundsätzlich heißt Generikum nicht auch tierversuchsfrei, selbst wenn die Firma keine eigenen Medikamente entwickelt.“

    Doch genau das heisst es – WENN die Firma keinem übergeordnetem Konzern angehört der forscht!

    Und es macht einen Unterschied für jedes einzelne Tier, das in Forschungseinrichtungen zu Tode gequält wird!

    Wenn ich meine Medikamente z. B. von Ratiopharm kaufe, geht das Geld erst zu Ratiopharm, dann (zumindest teilweise) zu Teva, wo Forschung an Tieren betrieben wird. Dasselbe gilt für sämtliche anderen deutschen Generikahersteller bis auf AL (ALIUD) und STADA (wo AL dazu gehört). Diese beiden Unternehmen sind die einzigen, die keinem Konzern angehören der an Tierversuchen beteiligt ist (kann man in wenigen Minuten durch entsprechende Wikipedia-Artikel herausfinden).

    Daher meine BITTE an alle die das hier lesen: Wenn ihr Medikamente kauft: Macht euch die Mühe und fragt ob ihr es auch von einer dieser beiden Firmen haben könnt, auch und gerade (wegen des hohen Preises) bei verschreibungspflichtigen Medikamenten. Eine kurze Frage ob die Krankenkasse das entsprechende Medikament auch von diesen Firmen im Rahmen der Rabattverträge erstattet bei der Abgabe des Rezeptes genügt!

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