öko badezimmer plastik
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Kleine Tipps für ein “grüneres” Badezimmer

öko badezimmer plastik

Auch Kleinvieh macht Mist. Deshalb habe ich ein paar ganz einfache Tipps zusammengetragen, wie man sein Badezimmer ein kleines bisschen ökologischer gestalten kann. Mit diesen Tipps spart man nicht nur Geld, sondern auch wichtige Ressourcen. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir diese Liste zusammen noch erweitern könnten. Wie „grün“ ist euer Badezimmer?

  1. Der Klassiker: Beim Einseifen in der Dusche und bei Zähneputzen am Waschbecken das Wasser abdrehen. An die Männer: Auch beim Rasieren am Waschbecken, muss man das Wasser nicht laufen lassen. Einfach den Stoppen in das Waschbecken und das angestaute Wasser für den Rasierer nutzen.
  2. Duschgel, Shampoo und Flüssigseife durch feste Seifenstücke ohne viel Umverpackung ersetzen. Schöne handgemachte vegane und palmölfreie Seifen gibt es zum Beispiel bei Wolkenseifen. Alternativen zur üblichen Haarwäsche finden sich hier: Übersichte: Alternative Haarwäsche
  3. Statt Einwegrasierer lieber Rasierer mit auswechselbaren Köpfen nehmen, die mehrfach verwendet werden können.
  4. Mit einem Peelinghandschuh wie dem KissMee ersetzt man teure Peelingcremes.
  5. Seifenbeutel bzw. Seifennetze wie der oben im Bild aus Sisal, können zur Aufbewahrung von Seifenresten verwendet werden, um sie anschließend zusammen mit dem Beutel unter der Dusche noch komplett aufbrauchen zu können. So geht kein Rest verloren.
  6. Für die Frauen: Tampons lassen sich wunderbar durch eine Menstruationstasse (z.B. MeLuna) und Binden durch Stoffbinden ersetzen. Besonders Frauenhygiene-Artikel wie Tampons und Binden verursachen regelmäßig wahnsinnig viel Müll.
  7. Anstatt alle paar Wochen die Zahnbürste komplett zu erneuern, kann man sich auch eine Zahnbürste mit einem auswechselbaren Kopf anschaffen. Meine ist von Monte Bianco.
  8. Auf Recycling-Toilettenpapier umsteigen. Schont Ressourcen und gibt es natürlich auch mehrlagig. ;) Die dm Drogerie bietet mit ihrer Eigenmarke Sanft & Sicher zum Beispiel welches an.
  9. Nicht gleich den chemischen Reiniger schwingen. Tolle Alternativen zum Saubermachen von Fliesen, Toilette, Badewanne und Waschbecken sind Backpulver, Essig und Zitronensaft.
  10. Außerdem öfter mal beim Händewaschen nur den Wasserhahn für kaltes Wasser aufdrehen. Man gewöhnt sich schnell daran. Übrigens ist kälteres Wasser auch für unsere Kopfhaut und unsere Haare besser als sehr warmes.

Tipps aus den Kommentaren

  1. Statt sich jedes Mal zu duschen, lieber am Waschbecken waschen.
  2. Das Wasser was normalerweise ungenutzt abläuft, wenn man auf warmes Wasser zum Duschen wartet, kann man auch in einem Eimer abfangen und für die Klospülung oder zum Putzen verwenden.
  3. Zum Abschminken oder allgemein zum Reinigen des Gesichts auf ein Mikrofastertuch zurückgreifen, anstatt Abschminktücher oder Pads zu verwenden. Mit einem Mikrofasertuch braucht man nicht mal ein Waschgel.
  4. Öfter mal auf den Föhn verzichten. Schont zudem die Kopfhaut und ist gut für das Haar.
  5. Seifenreste mit warmen Wasser und Stärke mischen um Flüssigseife zu bekommen.

 Was habt ihr für Tipps?

 

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55 Kommentare

  1. Steffi

    Hallo ihr Lieben,

    ich finde viele euer Tipps toll & werde einige bald mal ausprobieren!
    Aber ich möchte gern noch was ergänzen zum Thema „Wassersparen“: Klar, dass ihr versucht Wasser zu sparen ist sehr löblich und vor allem für euer Geldbeutel super, aber ihr müsst bedenken, dass unter euren Füßen Rohrleitungen verlaufen, die eine bestimmte Größe für einen bestimmten Wasserdurchfluss haben und wenn dieser wenig wird, dann gibt es Probleme in den Leitungen wie geringe Fließgeschwindigkeiten und damit verbundene erhöhte Bakterienanzahl, ach, alles sehr wasserwirtschaftlich, ich will da gar nicht zu sehr ins Detail gehen! =) Auf jeden Fall müssen die zuständigen Zweckverbände (unwichtig ob Abwasser oder Trinkwasser) ganz viel mit Wasser spülen um die Leitungen wieder auf Vordermann zu bringen oder sie müssen sie auswechseln, was auch Ressourcen angreift! Hier zum Beispiel ein Link zu dem Thema: http://www.bpb.de/gesellschaft/umwelt/dossier-umwelt/61196/wassersparen

    Ich wollte da jetzt nicht besserwisserisch rüber kommen, sondern einfach euch mal darauf hinweisen, da ich das Gefühl habe, das viele diesen Aspekt gar nicht beachten bzw. nicht wissen. =)

    Ganz viele liebe Grüsse,
    Steffi

  2. Über ein „grüneres“ Bad habe ich mir ehrlich gesagt noch nie gedanken gemacht, aber ich finde deinen Artikel sehr Interessant. Ich bin einfach immer ohne drüber nachzudenken ins Bad gegangen und habe einfach alles so gemacht wie es mir gerade gepasst hat

  3. Hallo,
    mein Freund benutzt einen Hobel, da hat man weniger Müll, da man da nur die Klinge an sich auswechselt. Die neuen Klingen gibts in einem Päckchen und sie sind in ein kleines Stück Wachspapier (oder so) eingepackt. Den Hobel haben wir von Kostkamm und ist aus Metall und Holz. Anstelle von Rasierschaum benutzt er eine Rasierseife, die hält nun schon seit 6 Monaten (bei 1 Rasur pro Woche)! Mit dem Hobel rasiert mein Freund sich zwar 3 Mal hintereinander, dann ist die Haut aber auch wie ein Babypopo ;-)

    Viele Grüße,
    Nadine

  4. Die Tipps sind wirklich sehr einleuchtend und gut beschrieben. Lediglich Punkt 7 stehe ich skeptisch gegenüber. Menstruationstasse?? Das klingt nicht gerade nach Hygiene und auch nach großer Sauerei beim „saubermachen“?? Hm :/ Ein Glück, dass ich das Problem nicht habe *g*

    LG

  5. Ally

    ich hab mir jetzt nicht alle kommentare durchgelesen und weiß nicht obs hier schon steht aber ich leg mal los:
    – lavaerde zum duschen oder, wenn man keine lust drauf hat, duschgel/shampoo verdünnen – spart kosmetik und ist auch besser für die haut/haare
    – alte kosmetikdosen und einmachgläser saubermachen und aufbewahren. damit kann sich sachen für unterwegs mitnehmen, von denen man nicht die ganze packung braucht (damit ist der rucksack viel leichter) oder spart sich die ein oder andere tupperware, tampondose o.ä. und ist für jede art von nachfüllpackung gerüstet
    – kleidung, die für die altkleidersammlung zu fleckig/löchrig ist, zerschneiden und als lappen für alles mögliche benutzen
    – putzmittel selber machen zb wie hier http://biotiful.at/blog/2009/10/reinigungsmittel-selbst-machen/
    – für gebiete mit hartem wasser sind die waschmitteldosierungen als recht hoch angegeben (nicht ohne grund- faser- und rohrverkalkungen sind nicht schön). anstatt mehr waschmittel zu verwenden, kann man (bio)waschmittel mit „baukastensystem“ benutzen. die dosierung des waschmittels ist unabhängig niedrig vom wasserhärtegrad und man gibt dann den entsprechenden enthärter separat dazu, somit verbraucht man weniger waschmittel
    – nachfüll- und großpackungen sind auf die menge gerechnet günstiger und brauchen weniger verpackung
    – öfter mal fegen statt staubsaugen
    – waschmittel mit (echter!) lavendel drin erspart den kleidermottenschutz
    – einen kosmetik-fehlkauf kann man bestimmt noch zweckentfremden oder verschenken, bevor man ihn wegschmeißt (z.b. duschgel für die hände)
    – putzmitttel für „spezialgebiete“ sind i.d.r. unnötig
    und ehe man sich versieht, hat man ein paar euro mehr in der tasche :)

  6. Meli

    Hallo,

    ich bin skeptisch was die Mikrofasertücher für’s Gesicht angeht, ich verwende auch keine Plastik-Massageteile, sondern nur Sisal oder Ähnliches.

    Das mit den Wasserrohren hab ich auch gelesen, zu wenig Durchfluß ist auch nicht gut.

    Pipi nicht wegspülen, das riecht finde ich schon. Ich trink aber auch zuwenig.

    Die Moon Cup hatte ich auch. Prinzip toll, einfach zu handhaben, ausgelaufen ist auch nichts, aber ich hab Probleme gekriegt, weil ich sehr empfindlich bin („lokale Neurodermitis“ oder sowas meinte meine Ärztin…) und eine Infektion. Man müsste sie im Prinzip nicht nach den Tagen sondern jedesmal abkochen. Das ist schon sehr aufwendig und man müssten mehrere zum Wechseln haben. Gut finde ich die neuen Tampons mit Milchsäurebakterien.

    Diese Luffaauflagen für die Seife hatte ich ein paar Mal. Leider schimmelt das organische Material immer wieder.

    Fenster im Bad ist auch wichtig wegen Schimmel. Dusche abwischen nach dem Duschen spart auch putzen, va. in sehr kalkhaltigen Gegenden.

    Wenn man öfter putzt, spart man auch aggressive Mittel :). Ich benutze folgende günstige, umweltfreundliche Hausmittel: Zitronensäure von dm, am günstigsten, Soda, Mikrofaserlappen (aber hochwertige, die sind besser) und für manche Sachen, ok, nicht umweltfreundlich, diese weißen Radierschwämme, die sich selber verbrauchen, wie Radierer.

  7. Eiswürfel

    Melde mich hier nochmal mit ein paar Tipps und einer Frage:

    1. Hat jemand Tipps, wo ich einen veganen Rasierer herbekomme, der vielleicht nicht hauptsächlich aus Plastik besteht?
    Meines Wissens sind die von Gillete zwar vegan, werden aber eben auch mit viel Verpackungsmüll geliefert.

    2. Tipps:
    -Es gibt die environmental Toothbrush, komplett plastikfrei aus Holz und Pflanzenfasern. Man kann diese bei vegan total bestellen, oder eine Großpackung imortieren lassen. Sicher ist das mit dem Import so eine Sache, aber unsere Plastikzahnbürsten sind auch nicht viel besser.
    -Von der Maienfelser Naturkosmetik gibt es vegane Zahnpulver und Mundspülungen, die fast komplett plastikfrei sind. :)

  8. Pingback: Mein grünes Badezimmer | yummy yummy yeah

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