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Kosmetik ohne Palmöl finden

Mein Artikel über Palmöl ist nun schon eine ganze Weile her. März 2011 war es, als ich das Thema hier das erste Mal behandelte. Und weil die Problematik seit dem natürlich nicht verschwunden ist, möchte ich abermals darauf aufmerksam machen. –> Problematik Palmöl
[pull_quote align=’left‘] „Weiter setzen wir auch weitere Hilfsstoffe aus natürlichen Rohstoffen ein. Hierunten fallen auch die sogenannten Palmöl-Derivate. wenn möglich, nutzen wir Rohstoffe, die nicht aus Palmöl gewonnen werden. Es ist heute jedoch nichtmöglich, vollständig auf Palmöl-Derivate zu verzichten. Palmöl-Derivate aus nachgewiesen nachhaltigem Anbau können heute noch nicht beschafft werden; konventionelles und nachhaltiges Palmöl werden für die Derivate nicht getrennt verarbeitet. Teilweise wird auch Kokos- oder Rizinus-Öl beigemischt.“ – Alverde [/pull_quote]

Nach damaligen Recherchen schrieb ich auch eine Vielzahl von Kosmetikfirmen an, um nach einem Statement bezüglich Palmöl und einer Liste mit palmölfreien Produkten zu fragen. Leider blieben die meisten Antworten aus. Nur Naturkosmetikmarke Alverde reagierte rasch, wie in einem älteren Artikel nachzulesen ist. –> Wie steht Alverde zu Palmöl? 

Mittlerweile enthalten laut DM Drogerie nur noch zwei Alverde-Produkte reines Palmöl. Zu entlarven sind diese via Inhaltsstoffliste. Vielleicht hat ja Jemand die Muse von euch und schaut mal auf den eigenen Alverde-Produkten nach. Gekennzeichnet ist das reine Palmöl bei Alverde mit der Bezeichnung „Elaeis Guieneensis Oil“. Jedoch sind sogenannte Palmöl-Derivate nicht so einfach zu erkennen, wie Alverde mir kürzlich mitteilte.
Bei der DM-Eigenmarke P2 findet man hingegen kein einziges Produkte welches direktes Palmöl enthält. Nur Palmöl-Derivate können nicht ausgeschlossen werden, denn manche der Kosmetikprodukte enthalten Inhaltsstoffe, die auf Basis von Palm-, Kokos- oder Ölen von Saaten hergestellt sein können. Gleiches Problem bei Lush. Nur geben diese zusätzlich an, dass ihre Seifenbasis unter Garantie frei von Palmöl-Derivaten ist. Es wird auf Raps- und Sonneblumenöl zurückgegriffen. Auch das  Glycerin ist palmölfrei.
Die Naturkosmetikmarke Martina Gebhardt gibt auf meine Nachfrage hin an, dass in keinerlei der Produkte Palmöl oder Palmöl-Derivate enthalten sind. Super!
Rossmann schreibt, dass sie derzeit prüfen ob und in welchen Bereichen sie auf konventionell angebaute Palmölprodukte verzichten können. Ihre Naturkosmetikmarke Alterra beinhaltet hingegen Bio-Palmölprodukte. Tatsächlich hat Rossmann sehr ausführlich auf meine Anfrage reagiert und sie sind sehr gut vorbereitet, denn im Anhang fand ich zwei Dateien mit einer Auflistung aller Alterra-Produkte mit dem Vermerk, ob diese Palmöl oder gar Palmöl-Derivate enthalten.
Logocos hingegen verwendet für ihre Marken Logona, Sante und Heliotrop kein direktes Palmöl, aber gibt deutlich an Palmöl-Derivate und Palmkernfett zu verwenden. Logocos arbeitet mit dem WWF und deren Initiave RSPO, welche Palmölprodukte zertifizieren, zusammen. Welche Produkte nun aber gar kein Palmöl enthalten, müsse man selbst recherchieren. Gleiche Aussage von Alva, mit dem Zusatz: „Derzeit mangelt es allerdings bei vielen Produkten an wirtschaftlich sinnvollen bzw. an überhaupt verfügbaren Alternativen. Wir behalten den Markt stets im Blick und werden nach Möglichkeit auch reagieren.“ – Auch Annemarie Börlind (Dadosens) gibt an Palmöl-Derivate zu verwenden und ist außerdem seit 2013 Mitglied des Forums für nachhaltiges Palmöl, welches vom WWF Deutschland und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gegründet wurde.

Diese Beispiele machen allerdings deutlich, weshalb sich Kosmetikfirmen schwer tun und oft keine offiziellen Listen mit palmölfreien Produkten veröffentlichen. Was mich und vielleicht bereits einige von euch verwundert, ist aber die Tatsache, dass die wenigsten großen Kosmetikfirmen zumindest zertifizierte Palmöl-Produkte verwenden. Kleine Unternehmen haben verständlicherweise nicht genügend Budget dafür übrig, aber gerade die großen könnten es sich doch sicherlich leisten. Immerhin kommunizieren manche immer wieder in Kampagnen oder in Pressemitteilungen das Problem.

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Diese Produkte sind laut Hersteller garantiert palmölfrei…

…ob sie auch alle vegan sind, habe ich nicht überall gegengeprüft. Das müsstet ihr also leider seperat machen oder mit unseren veganen Listen vergleichen. –> Vegane Kosmetik
Die Listen wurden zwar gewissenhaft recherchiert, aber dennoch sind alle Angaben ohne Gewähr. Manchmal ändern sich zudem nach einiger Zeit die Produktzusammensetzungen. Die einzelnen Listen sind nach Marken sortiert und lassen sich mit einem Klick als Dropdown-Menü lesen.

[toggle title=’Palmölfreie Produkte von Alterra‘ show=’false‘] Diese Produkte enthalten weder Palmöl noch mögliche Palmöl-Derivate. Dickgedruckte Produkte sind außerdem vegan.

  • Deo-Zerstäuber Jojoba & Salbei
  • Men Deo-Spray
  • Natural Spirit Eau de Toilette
  • Secret Garden Eau de Toilette
  • Gesichtswasser Wildrosenblüte
  • Pflegender Glanzlack Mango
  • Nagelhärter
  • Kompaktpuder Light, Medium und Bronze
  • Loser Mineralpuder Vanilla und Honey
  • Rougepuder Natural Rose, Cinnamon, Rosewood, Red Blush
  • Bronzing Puder Honey Gold und Sun Kissed
  • Lidschatten Duo und Trio Olive Green, Blue Water, Smokey Grey Matt, Grey Rose, Tiger’s Eye, Cacao Sensation, Shiny Violet, Silver Star, Golden Khakis, Blue Cloud
  • Duo Lidschattenstift Brown & Beige
  • Liquid Eyeliner Black und Grey Metallic
  • Creme Eyeliner Black, Brown und Blue
  • Lippenstift Bronze Metallic, Fuchsia, Terra, Classic Red, Shiny, Brilliant
  • Pflegender Lippenstift Silk, Red Brown, Berry Brown, Coral, Hibiscus, Mauve
  • Lippenbalsam Pearl & Shine, Bronze & Shine, Vanilla & Shine
  • Lipgloss Honey Rose, Raspberry, Cherry, Rosy, Violet

 

 

[/toggle]

[toggle title=’Palmölfreie Produkte von Benecos‘ show=’false‘]  Frei von Palmöl sind:

  • Mascara Foundation
  • Eyeshadows Mono, Duo und Quattro
  • Liquid Eyeliner
  • Nagellack
  • Concealer
  • Mineral Loose Powder
  • Mineral Compact Powder
  • Mineral Compact Blush

[/toggle]

Ja, mehr Listen wurden mir nach mehreren Monaten Wartezeit leider nicht zugeschickt. Wie oben erwähnt, nutzen aber manche Kosmetikfirmen wie zum Beispiel Martina Gebhardt überhaupt keine Palmölprodukte. Wer also nicht selbst recherchieren und Inhaltsstoffe aufschlüsseln möchte, könnte auf solche Marken zurück greifen.

Bezeichnungen für Palmöl

Um die Recherche der einzelnen Inhaltsstoffe zu erleichtern, habe ich hier eine Liste für euch. Diese Inhaltsstoffe deuten auf Palmöl hin, zeigen also die gängisten Bezeichnungen für direktes Palmöl oder Palmöl-Derivate. Die Liste passt ausgedruckt gut in jeden Geldbeutel.
[col_half]

  • Cetearyl Alcohol
  • Cetyl Alcohol
  • Cetyl Palmitate
  • Coconut Butter Equivalent (CBE)
  • Coconut Butter Substitute (CBS)
  • Elaeis Guineensis
  • Emulsifiers E471
  • Fatty Alcohol Sulphates
  • Glyceryl Laurate
  • Glyceryl Stearate
  • Hydrated Palm Glycerides
  • Isopropyl
  • Octyl Palmitate (auf alle palmitate-Endungen achten)
  • Palm Oil Kernal
  • Palm Olein

[/col_half][col_half_last]

  • Palm Sterine
  • Palmate
  • Palmitate
  • Sodium Dodecyl Sulphate (auch SDS oder NaDS)
  • Sodium Isostearoyl Lactylaye
  • Sodium Laureth Sulphate
  • Sodium Lauryl Sulfoacetate SLSA (meist Kokosöl, kann jedoch auch mit Palmöl hergestellt werden – deshalb unsicher)
  • Sodium Lauryl Sulphate (kann auch nur aus Rizinusöl hergestellt sein)
  • Steareth -2
  • Steareth -20
  • Stearic Acid
  • Vegetable Oil / Vegetable Fat

[/col_half_last]

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Muss der Schokoriegel jetzt wirklich sein?

Durch Palmölplantagen werden nicht nur Menschen- und Tierrechte verletzt, sondern auch unsere Erde zerstört. Es ist schwierig ein komplett palmölfreies Leben zu führen, aber wir alle können unseren Teil dazu beitragen, indem wir versuchen auf manches zu verzichten und die Palmöl-Problematik immer wieder ins Gespräch bringen. Wir können uns zum Beispiel beim Schokoriegel fragen: „Brauche ich den jetzt wirklich, obwohl er Palmöl enthält… oder kann ich auch ganz einfach auf ihn verzichten?“ – Oder wer die Muse hat tritt einer Aktivisten-Gruppe bei und leistet auf diesem Gebiet politische Arbeit.
Viele Firmen, meist aus dem naturkosmetischen Bereich, propagieren mittlerweile, dass ihr Palmöl aus nachhaltigem Anbau stammt. Kurzum werden viele der Reglementierungen für die weltweiten Plantagen von den Regierungen missachtet. Das Durchsetzen von wirklich nachhaltigem Anbau ist schwer und kaum kontrollierbar. Außerdem ist eine Palmölplantage kein geeigneter Ersatz für den Regenwald, der zuvor abgebrannt und abgeholzt wurde, damit eine Palmölplantage entstehen kann. Wo die Palmen wachsen, kann nichts anderes mehr gedeihen.

Wer wirklich streng auf Produkte ohne Palmöl oder Palmöl-Derivate verzichten möchte, kommt also leider nicht um langwierige Recherchen herum. Eine Alternative ist wie immer das Selbermachen von Produkten – ob Kosmetik oder Lebensmittel – oder natürlich auch das Kaufen und Unterstützen von kleinen Manufakturen, die mit voller Gewissheit sagen könne, was in ihren Produkten steckt und was nicht.

Butter bei die Fische! (Den Spruch muss ich mir abgewöhnen. ;D) Wie streng achtet ihr auf Palmöl oder achtet ihr gar nicht darauf?

Weiterführende Links:

Waschbär Ben

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46 Kommentare

  1. Avatar
    Skadi

    Danke für diesen Artikel, der mir mal wieder in Erinnerung ruft, dass ich wieder vermehrt auf Palmölinhaltstoffe achten muss. Hatte mich im Studium mit der Problematik durch einen Vortrag auseinandergesetzt und mir von da an geschworen, vermehrt auf solche Sachen zu achten. Hat eine Zeit auch ganz gut hingehauen, aber dann wurde ich wieder nachlässig. Hab mich da auch sehr auf Codecheck.de verlassen gehabt, die aber anscheinend nich konsequent auf Palmöl hinweisen (bestes Beispiel die Sante Glanz-Haarspülung: bei der braunen Packung ist angeblich kein Palmöl drin, bei der Family-Packung ist Cetearyl-Alkohol als solches Derivat markiert, obwohl die Spülungen meiner Meinung nach vollkommen identisch sind/Cetearyl-Alkohol auch Bestandteil der Spülung in der braunen Verpackung ist). Jetzt werd ich erstmal meinen Badschrank durchstöbern und wahrscheinlich voller entsetzen feststellen, dass überall Palmöl drin ist, weil ich die Hälfte deiner hier gelisteten Derivate eben auch einfach nich auf dem Schirm hatte. Hach es ist alles nicht so leicht. Vielen Dank auf jeden Fall, dass du mir wieder den entscheidenen Anstoß gegeben hast und generell für deine ganze, meiner Meinung nach sehr wichtige Arbeit hier =)

    LG Skadi

  2. Avatar

    Ich achte schon drauf, bin aber nicht immer konsequent, zumal seit ich bei Rettet den Regenwald e.V. und bei Greenpeace angefragt habe, ob Kokosöl denn eine annehmbare Alternative wäre, und dort die Auskunft bekam, dass dies nicht so sei. So ist es dann schön, wenn Produkte palmölfrei sein, aber wenn sie stattdessen auf Kokosölbasis produziert wurden, ist der Nutzen gering.
    Verzicht oder noch bessere Recherche wäre hier wohl die Lösung, aber ich bin dann ehrlich gesagt oft doch zu bequem – nicht nur im Kosmetik-, sondern auch im Lebensmittelbereich. Danke aber für den Anstoß, mal wieder konsequenter zu werden :)

    Liebe Grüße
    Carola

  3. Avatar
    Miss K.

    Ich muss ganz ehrlich schreiben, dass ich bisher wenig darauf geachtet habe – das kommt also mit auf meine Liste für 2014.

    Beim Nachschauen finde ich daher leider auch kosmetische Produkte in meinem Regal, die Palmöl enthalten.

    Wenn die Problematik jedoch laut Greenpeace bei Kokosöl ähnlich ist (siehe Post von Carola), kann ich dann überhaupt ruhigen Gewissen naturreines Kokosöl kaufen? (sorry für die möglicherweise blöde Frage)

    Grüßle,
    Miss K.

    • Avatar

      Guten Gewissens Kokosöl kaufen: Meiner Meinung nach kann man das nicht. In der Greenpeace-Mail stand Folgendes: „Sollten Ölpalmplantagen durch Kokospalmpalntagen ersetzt werden, müssten Kokospalmen in großem Stil, in Monokulturen angebaut werden. Die dadurch verursachten Probleme – Brandrohdung und massiver Artenverlust, Belastung der Böden/Bodenerosion, Flächenkonkurrenz, Verlust der Ernährungssouveränität usw. – sind die gleichen, die auch bei Ölpalm-Monokulturen auftreten. Insofern würde eine Umstellung auf Kokosölproduktion an dieser Problematik wenig ändern und, sollte dieser Anbau zudem in Konkurrenz zu Ölpamlanbau stattfinden, die Zerstörung tropischen Regenwaldes noch beschleunigen.“

      Von Rettet den Regenwald e.V. bekam ich die Auskunft, dass Kokosöl vor allem von Kleinbauern produziert werde und daher „nicht ganz so schlimm“ wie Palmöl von Plantagen sei. Auch hier aber keine Empfehlung, „weil es aus den Tropen kommt“.

      Daran liegt es vermutlich auch, dass die großen Umweltorganisationen immer nur sagen, dass Palmöl schlecht ist, aber nur selten Alternativen nennen. So empfinde ich das zumindest.

      • Avatar
        Miss K.

        Vielen lieben Dank für deine ausführliche Antwort, diese Infos sind sehr hilfreich. Ich werde mich weiter in das Thema vertiefen und schauen, welche Infos ich noch zusammen tragen kann.

        Grüßle,
        Miss K.

  4. Avatar
    Mercury

    Der Gedanke beschäftigt mich schon länger. Ich finde es auch bei Lebensmitteln ein Unding, dass „pflanzliches Fett/Öl“ draufstehen darf, ohne Nennung der Pflanze. So durfte ich mir schon Mecker anhören, weil bei mir Palmöl drauf stand und bei ihm „pflanzliches Fett“. Ja, hast du mal drüber nachgedacht, welches Fett? Nö? Dann hopp, informieren.
    Der schlechte Ruf von Palmöl ist ja da, also könnte man ihn darüber ganz gut nutzen.

    Worüber ich mir auch Gedanken mache, ist, obs bei Kokosfett nicht genau gleich aussieht. Ist Kokos wirklich besser? Wilmersburger wurde auf Kokos umgestellt, Aldinutella auch, gerade wegen dem schlechten Palmölruf. Aber bringts das?
    Und wie siehts mit Alsan aus, woraus besteht das? Ich stand mal vor der Entscheidung Biskin oder Alsan, da ertappte ich mich dabei, dass ich eigentlich keine Ahnung von Alsan habe.

    Oh, ich seh gerade, dass meine Vorkommentatoren den gleichen Gedanken haben. Ich muss wohl beruflich in den Bereich der Fetthärtung gehen und die Transfette verhindern, dann bekommen wir gesundes, festes Fett aus Rapsöl, das wär knorke :) Wobei der gute Ruf wahrscheinlich an gewissen medienfiguren scheitert. Und an der generellen Chemophobie.

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    Eiswürfel

    Vorneweg: danke für den informativen Beitrag!
    Ich versuche schon meinen Palmölkonsum einzuschränken, z.Bsp. beim Kauf von pflegender Kosmetik kann man gut verzichten und Wasch-und Reinigungsmittel etc. mache ich ja eh selber.Aber gerade bei dekorativer Kosmetik finde ich es immer schwierig, wenn Produkte dann palmölfrei sind, sind sie dafür oft r nicht vegan-.- .
    Bei verarbeiteten Lebensmitteln ist es dann auch immer schwierig, ich versuche meist nur unverarbeitete Lebensmittel zu kaufen,aber immer gelingt mir das auch nicht und ab und an möchte ich dann doch mal einen veganen Käse oder sowas haben. Obwohl ich zunehmend versuche auch diesem Problem durch immer mehr selber machen zu lösen. Oder z.Bsp. bei Süßkram allein aus Gesundheitsgründen auf Rohkostsüßkram umzusteigen-Lovechock oder selbstgemachte Dattelpralinen sind dann palmölfrei :). Unterwegs essen tue ich inzwischen auch zu 99% nur noch bei uns im veganen Café, wo ich bei dem Team auch weiß, dass sie auf „meine Kritererien“ (vegan, bio, regional, saisonal, so wenig Abfall wie möglich, plastikfrei und wenn möglich palmölfrei) achten.
    Ich denke aber ein 100% Verzicht ist, wenn man eben nicht auf alle üblichen Zivilisations-Luxus-Alltagsgüter verzichten möchte leider nicht möglich.
    Aber versuchen kann man es ja trotzdem :).
    Viele liebe Grüße!

  6. Avatar

    Interessantes Thema. Ich habe vor ein paar Tagen über eine Creme von Sonnentor auf einem veganen Blog gelesen, die ich gerne mal ausprobieren wollte. Nun nach deinem Beitrag wollte ich mal gucken ob da auch Palmölprodukte drin sind. Ich musste nicht nur feststellen das ziemlich viele Inhaltsstoffe was mit Palmöl zu tun hatten, sondern das ausgerechnet diese Produkte keine deutsche Übersetzung hatten. Andere Produkte allerdings schon. Das macht mich schon stutzig, und ich finde es schade, dass das nicht genauer deklariert ist. Hier der Link zu dem Produkt: http://www.sonnentor.com/Produkte-Online-Einkaufen/Weitere-Produkte/Duft-Kosmetik/naturkosmetik/Leichte-Creme

  7. Avatar

    Dass es so viele Bezeichnungen für Palmöl gibt, ist meiner Meinung nach eine Frechheit!
    Ich versuche schon länger auf Palmöl zu verzichten, aber auch nach dem Umstieg auf Naturkosmetik fällt das nicht besonders leicht. Manchmal wünsche ich mir einfach, dass ich gar kein Make-up besitze und mir auch keine Gedanken mehr machen muss, was in ihm enthalten ist. Am liebsten benutze ich simple Pflegeprodukte wie Haferflocken, Heilerde, Öl oder Honig als Pflege, frei nach dem Motto: „Ein Produkt, ein Inhaltsstoff“
    Nur leider verstecken sich umweltzerstörende Inhaltsstoffe ja auch in Lebensmitteln und anderen täglichen Gegenständen. Wirklich (fast) unumgänglich…

  8. Avatar

    Sehr guter Post, danke! Ich muss sagen, dass ich bei meinen Versuchen auf Palmöl zu verzichten, noch nicht so weit fortgeschritten bin…wobei ich hier besonders versuche, Artikel mit hohem Verbrauch wie Lebensmittel, Körperpflege usw. zu ersetzen. Minimale Mengen in Mascara etc. nehme ich in Kauf, vor allem weil ich die ja auch sehr selten nachkaufe.
    Bisher habe ich Bodylotion durch Körperöl ersetzt, zur Gesichtsreinigung benutze ich eine Ölmischung und Haferfockenbrei und zum Duschen und Händewaschen die Dr. Bronner Flüssigseife.
    Sehr schwierig finde ich es bei Shampoo und Spülung, da ich darauf einfach nicht verzichten mag, mit No Poo fühl ich mich komisch, aber ich verbrauche bei meinen langen Haaren sehr viel davon. Kennt jemand in diesem Bereich etwas empfehlenswertes?
    Bei Lebensmitteln kaufe ich sowieso kaum verarbeitetes, besonders in veganem Gebäck ist ja oft Palmfett drin… Margarine wurde ebenfalls zum Luxusartikel deklariert, einzig bei meiner geliebten Erdnussbutter habe ich auch noch keine Alternative gefunden. Aber ich versuche auf jeden Fall, weiter dran zu bleiben, bei Martina Gebhardt schaue ich mich dann als nächstes Mal um.

  9. Avatar
    Melanie

    Liebe Erbse,
    herzlichen Dank für Dein Engagement in Richtung „palmölfreie Produkte finden“. Ich weiß selbst, wie schwierig es ist, palmölfreie Kosmetik zu finden. Ich habe so viele Abende, so viele Stunden mit Recherche und dem Sezieren von Inhaltsstoffen verbracht, weiß deshalb also, wieviel Mühe, Zeit und Konzentration Du in dieses Thema gesteckt hast.

    Ich selbst in erst vor einigen Monaten auf dieses Thema aufmerksam geworden, da ich Kontakt zum Verein „www.regenwald.org“ hatte und nun regelmäßig den Regenwald-Report erhalte. Hier wird immer wieder auf die Problematik und das große Unrecht bei der Entstehung und beim Erhalt dieser Plantagen hingewiesen. Es kommen einem wirklich die Tränen bei soviel Ausbeutung, Misshandlung und Enteignung. Ein großes Unrecht, das hierzulande viel zu sehr missachtet oder verdrängt wird. Die Fashion-Lobby ist einfach enorm stark, der Preisdruck extrem.

    Ich unterstütze regenwald.org und ähnliche Organisationen finanziell und versuche auf Palmöl so gut es geht zu verzichten. Das Zeug steckt in fast allem, wie Du ja selbst weißt, in Autoreifen, in so vielen Gummiprodukten, in so vielem, worauf wir gar keinen Einfluss haben. Deshalb versuche ich, wenigstens bei Luxusartikeln wie Kosmetik voll und ganz darauf zu verzichten. Ich prüfe ständig Produkte über codecheck.de (Du sicher auch), notiere mir, welche Produkte palmölfrei sind, teste, suche, recherchiere – immer wieder. Genau wie Du.

    Ich überlege schon lange, ob ich eine Website ins Leben rufe, die palmölfreie Kosmetik listet, die von jedem gepflegt werden kann, so dass sich die Liste nach und nach verlängert. Vielleicht gibt es so etwas Unabhängiges schon, ich habe aber noch nichts gefunden.

    An Pudermake-Up und Lidschatten kann ich „everyday minerals“ nur empfehlen. Palmöl- und schadstoff-frei. Vegan auch.

    Wie erreiche ich Dich denn direkt per Mail, dann könnten wir uns austauschen, wenn wir Produkte gefunden haben?

    Viele nette Grüße und danke nochmals für den Tipp mit dem Distelöl zum Abschminken vor einiger Zeit. Ich schminke mich seitdem so ab – klappt wunderbar!

    Melanie aus Braunschweig

  10. Avatar
    Ally

    bäm! dass die m.gebhardt-produkte palmölfrei sind, find ich super, denn eine gesichtspflege hat mir auf meiner liste noch gefehlt. meine „strategie“:
    – lavaerde von kopf bis fuß
    – alepposeife, 72 savon du marseille oder die ohne-schnickschnack-seifen für empfindliche haut von soap mystic – stehn aufm waschbecken oder werden benutzt wenn ich besonders stinke
    – pflanzenöle auf die haut (außer ins gesicht, zu fettig)
    – deo aus natron
    – in der küche viel selber machen (z.b. schokoaufstrich), steh ich total drauf
    – seife, natron und essig zum putzen und waschen

    auf umweltblick.de gibt es produktlisten, ist aber noch nicht wirklich umfangreich. eine öffentliche plattform wäre cool, wikipalm oder so xD

  11. Avatar

    Vielen Dank für diesen exzellenten und ausführlichen Artikel. Bei den vielen Bezeichnungen für Palmöl war ich zwar nicht überrascht, aber dennoch erstaunt, dass es so viele sind. Die Liste werde ich mir definitiv ausdrucken und schauen, ob ich meinen „Palmölverbrauch“ minimieren kann.

  12. Avatar
    Isa

    Danke erstmal für deine Mühe und Arbeit, nicht nur bei dem
    Artikel, sondern allgemein der ganze Blog – das ist herausragend!

    Habe grad mal im Schrank gekramt @Alverde-Produkte, die Palmöl enthalten:
    Zumindest die „alverde Babyseife Bio-Sheabutter Bio-Kamillenextrakt“ enthält Palmölseife + Kokosölseife.
    Hat zwar den Namenszusatz „Seife“ drin, das macht das ganze aber vermutlich auch nicht weniger schlecht, oder?

  13. Avatar
    Isa

    Zusatz:
    – alverde clear Peelingmaske Heilerde: „Glyceryl Stearate“
    – alverde Deo Roll-on Soft (Aloe Vera Perle): „Hydrogenated Palm Glycerides“
    – alverde Milder Augen-make-up Entferner Calendula: „Glyceryl Stearate“

    Auf keinem der drei angegebenen Produkte stehen die Inhaltsstoffe auf Deutsch, immer nur Englisch.
    Lediglich auf der Seife aus dem ersten Kommentar stehen sie auf deutsch.

  14. Avatar
    Faun

    Hallo Erbse,

    ich habe mich bissl mit der Palmölsache auseinandergesetzt und verstehe diese pauschale Ablehnung Palmöls nicht. Die Ablehnung von Palmöl aus gerodeten Wäldern etc. verstehe ich ja, aber es gibt ja auch fair trade palm oil, welches unter fairen Bedingungen hergestellt und ökologisch, nachhaltig und rücksichtsvoll angebaut wird.

    In allen Artikeln die ich über Palmöl lese, lese ich nur, wie böse Palmöl ist, aber keiner zeigt die alternative faire Palmölerzeugung auf, von denen die Menschen leben, die diese anbauen.

    Dr. Bronner benutzt z.B. faires Palmöl: http://drbronner.de/allgemein/faires-palmol-dr-bronners-zeigt-wie
    Dann wäre hier noch was: http://fair-plus.de/unser-weg.html

    http://www.kritischerkonsum.de/?id=129

    http://www.rapunzel.de/faires-palmoel.html

    http://www.fair4you-online.de/index.php/mID/3.1.1.4/lan/de

    http://fair-plus.de/fileadmin/redaktion/dokumente/Handelspartner/AF_Gha_Serendipalm_10-12_dr.pdf

    Ich finde, dass man hier einiges dazu finden kann und das sind jetzt die Links, die ich in 10-minütiger Recherche gefunden habe. Eine pauschale Verteufelung sehe ich ohne den Hinweis auf faire und nachhaltige Händler, die von diesem Rohstoff abhängen, nicht ein.

    Grüße,
    Faun

  15. Avatar
    Flia

    Hallo liebe Erbse,

    auch ich möchte mich für diesen Artikel bedanken. Ich finde es immer wieder wichtig, dass auf die Palmölproblematik aufmerksam gemacht wird. Meiner Meinung nach wird die noch zu wenig beachtet bzw. ist überhaupt zu wenigen Menschen bewusst. Gerade auch in Zusammenhang mit dem Veganismus finde ich es kritisch, statt auf Produkte tierischen Ursprungs auf Produkte mit Palmöl zurückzugreifen (z.B. Alsan statt Butter), weil es meiner Meinung keineswegs tierfreundlicher ist, den Lebensraum von Tierarten wie dem Orang-Utan, dem Malaienbären und dem Sumatra-Tiger zu zerstören, als die Kühe als Milchmaschinen zu missbrauchen. Ich find beides mies …

    Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich deine Recherche durch ein paar eigene Erkenntnisse ergänze …

    RSPO-zertifiziertes Palmöl, welches du in deinem obigen Artikel mehrmals erwähnst, wird leider von Umweltorganisationen (Rettet den Regenwald, Greenpeace etc.) sehr kritisch gesehen und häufig als Greenwashing bezeichnet. Die Kriterien, die Palmölbauern erfüllen müssen, sind sehr lasch. RSPO-Plantagen unterscheiden sich dadurch kaum von konventionellem Ölpalmplantagen, auch für sie werden beispielsweise große Waldflächen gerodet (siehe z.B. http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/palmoel_treibt_waldzerstoerung_in_indonesien_voran/). Megakonzerne wie Unilever sind Mitglied im RSPO und nutzen ihn, um sich als nachhaltig zu profilieren. Der WWF, der ebenfalls Mitglied ist, steht ja sowieso in der Kritik, weil er häufig mit der Industrie zusammenarbeitet und nicht unabhängig erscheint.

    Selbst auf Bio-Palmöl kann man scheinbar nicht bauen. Zwar darf für die Gewinnung von Bio-Palmöl kein Regenwald gerodet werden, hat aber vorher schon jemand anders hier den Regenwald gerodet, darf trotzdem eine Bio-Ölpalmplantage errichtet werden. Auch Rettet den Regenwald rät von Bio-Palmöl als Alternative ab und berichtet von schweren Zwischenfällen, die der Umwelt und den Anwohnern geschadet haben (http://www.regenwald.org/themen/palmoel/fragen-und-antworten).

    Leider gibt es also keine verlässliche Zertifizierung für nachhaltiges Palmöl. Ob es trotzdem halbwegs nachhaltige Möglichkeiten gibt, an Palmöl zu kommen, weiß ich nicht. So oder so sollte sich meiner Meinung jedenfalls auch bewusst sein, dass Palmöl IMMER um die halbe Welt reist, bevor es bei uns ankommt, und allein schon der Transport eine Belastung für die Umwelt darstellt. Darum sollte man es sowieso nicht im Übermaß konsumieren, finde ich.

    Mir persönlich gelingt es mittlerweile ganz gut, ohne Palmöl auszukommen. Allerdings bin ich auch nicht so der Kosmetikfreak und in der Hinsicht recht genügsam. In meinen Haarwaschseifen ist allerdings Kokosöl enthalten und auch zur Hautpflege benutze ich hin und wieder Kokosöl. (Auf Dauer hat die Natronhaarwaschmethode meine Haare leider sehr ausgetrocknet :( ) Ich denke auch, dass Kokosöl weniger umweltschädigend ist als Palmöl, solange es in verantwortungsvollem Maß konsumiert wird (obwohl man dasselbe dann wohl über Palmöl sagen könnte … aber da die meisten Menschen bewusst oder unbewusst sehr viel Palmöl konsumieren, ist es wohl gut, wenn ein paar wenigstens statt Palmöl Kokosöl konsumieren, damit das ein bisschen besser verteilt ist). Ich werde mich aber auf jeden Fall mal umsehen und ausprobieren, ob ich eine geeignete Haarwaschseife (oder eine andere Haarwaschmethode) ohne Palmöl und Kokosöl finde.

    Für die Leute unter euch, die gerne Margarine zum Backen verwenden: In den meisten Rezepten (Kuchen, Muffins) kann man ohne Probleme die angegebene Menge an Margarine durch 80% dieser Menge an geschmacksneutralem Öl ersetzen (z.B. statt 100 g Margarine 80 g Rapsöl).

    Für einen Überblick über die ganzen Deklarationen von Palmöl bzw. Palmölderivaten find ich übrigens diesen PDF-Download hier super praktisch: http://www.umweltblick.de/links-downloads/downloads/item/deklarationen-palmoel Der ist noch ein bisschen umfassender als der in deinem Artikel, Erbse. Auf welchen Quellen die Liste dort basiert und ob sie vollständig ist, weiß ich aber leider auch nicht …

    • Avatar
      Melanie

      Hallo Flia,
      vielen Dank für Deine tollen Ergänzungen. Ja, dass BIO-Palmöl eine Farce ist, lese ich auch immer wieder. http://www.regenwald.org berichtet regelmäßig über Zustände, die jedem mit Herz die Tränen in die Augen treiben. Die Palmöl-Lobby ist einfach so mächtig, dass sie – des guten Ansehens wegen – bei Pseudo-Palmölplantagen mitmachen, um das BIO-Palmölsiegel zu erhalten (womit sich schließlich auch Geld verdienen lässt), aber die gleichen Firmen, die auf der einen Seite am RSPO-Tisch sitzen, roden unter anderem Namen oder durch ein Subunternehmen legal oder auch illegal neue Palmölplantagen. Wenn man nach Filmen googelt und sich ansieht, wie der Regenwald gerodet wird, dass Flächen so groß wie Bremen einfach „niedergemetzelt“ werden – es ist unbeschreiblich deprimierend.
      Hier einige Haarshampoos, die laut codecheck.de weder Schadstoffe noch Palmöl enthalten. Ich bin ständig auf der Suche nach Kosmetik, auf die beides zutrifft und dankbar für alle Tipps in Richtung Körperpflege und dekorativer Kosmetik dieser Art. Diese Shampoos habe ich übrigens selbst ständig im Einsatz. Ohne Spülung geht das bei meinen langen Haaren nicht, aber es gibt natürlich auch Spülungen, auf die beide Anforderungen zutreffen.

      Bitteschön:

      Shampoos:
      * LUVOS Heilerde Shampoo (gibt es in den meisten BIO-Märkten und vielen Reformhäusern)

      * Logona Sensitiv-Shampoo BIO-Akazia

      * Aubrey Organics – Rosa Mosqueta Wildrose Kräutershampoo

      Spülungen:
      * Aubrey Organics GBP Glanzpflege-Spülung
      * Dr. Hauschka – Conditioner Jojoba Eibisch (enthält allerdings 1 Tensid)

      An Puder, Lidschatten und Rouge kann ich nur „everyday minerals“ empfehlen.

      Ich bin noch auf der Suche nach Abdeckstiften (bisher keinen Erfolg bei der Suche ohne Palmöl) und Mascara!

      Herzliche Grüße
      Melanie

      • Avatar
        Lillea

        Liebe Melanie!
        MIr geht es ganau so wie dir, ich verbringe Stunden mit der Recherche nach Produkten, die weder Schadstoffe noch Palmöl enthalten und bin höcht erfreut, da ich Aubrey Organics gar nicht kannte.
        Als Mascara könnte ich dir einen von La Bella Nussy möglicherweise empfehlen, habe der Firma ein Email geschrieben und warte derzeit auf die Antwort.
        http://www.labellanussy.com/

      • Avatar
        Lillea

        Ich habe hier eine Antwort von La Bella Nussy bezüglich inhaltsstoffe / Palmöl/ Tierversuche
        „in unserer Rezeptur befindet sich kein Palmöl oder Palmölderivat!
        Unsere Mascaracreme enthält: Aqua, Cera Alba, Hydrocarbons
        (aromatenfreies Kohlenwasserstoffgemisch), Oleum Lini, Oleum Ricini,
        Farbstoff
        Die Creme- keine Tusche, enthält keine Harze oder Parabene noch
        Triethanolamine.
        Die Haltbarkeit ist gewährleistet aufgrund der speziellen Aufbereitung der
        Creme.
        Tierversuche sind für uns ein absolutes NO-GO!“

        La Bella Nussy Produkte sind zwar ein bisschen teurer, dafür ist dann auch der Versand gratis bzw ich glaube im Douglas gibt es einen von ihren Mascaras. Man kann auch Nachfüllcremes womit der Plastikverbrauch reduziert wäre.
        Der Mascara sieht auch echt toll aus wenn er aufgetragen ist, kann ich nur empfehlen!!!!

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    Danke für den umfangreichen Artikel!
    Ich finds super, wie viel Mühe sich manche Firmen bei den Infos über ihre Produkte geben.
    Bei Kosmetik habe ich eher selten auf Palmöl geachtet, habe aber ab jetzt vor, es öfters zu tun. Nur Süßkram, der eindeutig Palmöl enthält, stell ich fast immer wieder zurück ins Regal.

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    Laila

    Hallo Erbse,
    ich kenne die Produkte von Nonique, welche auch laut Hersteller KEIN Palmöl enthalten und natürlich vegan sind. Die wurden früher bei „Ihr Platz“ vertrieben, aber seitdem Rossmann die Kette aufgekauft hat, sind sie aus dem Sortiment verschwunden, was ich sehr schade finde :-(. Aber die sind online zu bestellen, für alle die sich interessieren: https://www.nonique.de/
    Kennst du diese Marke vielleicht? Vielelicht sollten wir uns dafür stark machen, dass Rossmann oder dm siese in das Sortiment aufnehmen. Nachfrage nach veganen Produkten ist ja da!
    Gruß
    Laila

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    diestimmen

    Hallo!

    Da ich selbst schon vor Ort auf den Plantagen war, kann ich das Ausmaß, was ausgelöst vom Konsum hier in Europa verursacht wird, nur als Katastrophe beschreiben.
    Die Bulldozer, Kettensägen und Rodungsfeuer kommen quasi nie zum Stillstand, da permanent mehr und mehr Fläche benötigt und dem Regenwald abgerungen wird.
    Der Wald stirbt, die Tiere werden verdrängt und sterben, weil sie kein Zuhause und keine Nahrung mehr haben, die Flüsse verdrecken und sind als Trinkwasser-Quelle für Mensch und Tier nicht mehr zu gebrauchen. Und wenn die Palmen-Plantage abgeerntet ist, wird auch sie brand-gerodet, so dass tote Erde zurückbleibt auf der nichts mehr wächst.
    Der Regen bzw. Monsun in der Region wäscht den Boden zusätzlich aus, es kommt zum Abrutschen von Schlamm, da es keine Wurzeln mehr gibt, die das Erdreich halten und dann trocknet die Sonne den Boden danach so weit aus, dass es sich wortwörtlich nur noch um toten Boden handelt.

    Kosmetik, Waschmittel, Kleber, Süßigkeiten, Seife und Co. werden durch die Verwendung von Palmölen nicht besser, sondern einzig und allein für den Produzenten billiger.

    Und weil die Nachfrage so groß ist und so viele Produkte mit Palmöl hier in Europa gekauft werden, wird vor Ort im Herstellungsland das Palmöl für die Bevölkerung so teuer, dass sie es kaum noch für sich selbst „Butter“ bzw. zum Kochen verwenden können.
    Und das alles nur, weil neben der Benzin-Industrie eben auch die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie immer mehr davon haben will und der Kunde in Europa möglichst viele und billige Produkte kauft.

    Vielen Dank für die Auflistung, das wird mir bei der Aufklärung im Freundeskreis enorm helfen.

    Beste Grüße – diestimmenausdemoff

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    Helena

    Ich lebe jetzt seit etwa einem Jahr vollständig palmölfrei. Wie auch schon angesprochen, stellt sich hier allerdings die Frage, ob die Alternative Kokosöl tatsächlich eine Alternative ist und nach einiger Recherche ist es wohl klar, dass dem nicht so ist. Was die Ernährung betrifft, ist der Verzicht auf beides nach einiger Gewöhnungszeit an das veränderte Einkaufsverhalten durch aus möglich. Am schwierigsten ist es bei Hygieneprodukten wie Spülung zum Beispiel. Wenn ich viel Zeit habe mache ich die Spülung selber, was aber aus nahelieenden Gründen nicht immer möglich ist. Meiner Meinung nach ist das Kokosöl aber trotz allem eine Möglichkeit, wenn man es in Maßen konsumiert. Ein Grund dafür ist sicherlich das Kokosöl weniger konsumiert wird, weil es für den Menschen ziemlich ungesund ist. Trotzdem sollte man auch darauf achten und es sich gut überlegen, ob die Produkte die es enthalten, wirklich nötig sind. Meiner Meinung nach gibt es nichts auf das man nicht entweder verzichten kann, oder für das es eben eine Alternative gibt. Und auf die Frage zu dem Bio-Palmöl. Im Zweifel ist es definitiv besser, als das normale Palmöl, aber auch keine endgültige Lösung für die Problematik.

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