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1075 Tage ohne Shampoo

Uff. Ich bin euch ja sowas von ein Update schuldig. <(-‚.‘-)> Am 6ten August 2012 schrieb ich das letzte Mal über ‚poo free, also das Waschen meiner Haare ohne Shampoo. Damals waren es fast 500 Tage. Die Zeit ist so schnell verflogen und das erst noch sehr aufregende Projekt wurde zu meinem Alltag. Jetzt lebe ich bereits seit 1075 Tagen, das sind fast drei Jahre, ohne Shampoo. Dieser Alltag ist auch der Grund, weshalb ich einen weiteren Artikel dazu so lange vor mir her schob.
Um nun nicht einfach nur ein „Ich bin immer noch dabei“ hier hin zu klatschen, will ich euch ein bisschen von der Routine erzählen, die sich derweil bei mir eingestellt hat.

Tatsächlich habe ich an meinen Haaren bemerkt, dass sie viel mehr Volumen haben als früher. Sie brechen nicht so schnell ab, wie ich es damals noch gewohnt war. Und vor Allem fühlen sie sich mittlerweile einfach nur gut an. Auch die Kopfhaut. Mit der habe ich nur noch im Winter ab und zu Probleme, oder aber wenn ich zu lange eine Haarwaschmethode am Stück anwende. Dann juckt und schuppt es manchmal. Ich hatte vor rund einem Jahr auf Reisen mal das Problem, dass ich gezwungen war ein herkömmliches Shampoo zu verwenden. Es hat mir beinahe die Kopfhaut weggebrannt. Wohl scheint sich mein Körper an die milderen Reinigungsmethoden bestens gewöhnt zu haben.

nach wenigen Tagen ohne Shampoo und nach 500 Tagen ohne Shampoo - poo free - veganLinks nach wenigen Tagen ohne Shampoo und rechts nach knapp 500 Tagen ohne Shampoo.

Ein Grund für ‚poo free war für mich damals der Verzicht auf eine Vielzahl von Tensiden, also waschaktiven Substanzen. Ich vertrage die meisten einfach nicht. Auch welche die in Naturkosmetik verwendet werden, waren für meine Kopfhaut eine Qual. Wenn ich mich nun so zurück erinnere, waren es sogar besonders die. Sodium Coco Sulfate, also Kokostenside, sind üblicherweise in vielen Naturkosmetik-Shampoos zu finden. In konventionellen Produkten finden sich außerdem noch folgende Tenside, die alle hautreizend oder austrocknend sein können: Sodium Lauryl Sulfat, Ammonium Laureth Sulfat, Ammonium Lauryl Sulfat, Sodium Laureth Sulfat, MIPA-Laureth Sulfat. Falls ihr also ebenfalls eine sensible Kopfhaut habt, schaut mal nach ob eure Beschwerden vielleicht von den verwendeten Tensiden kommen.

Stattdessen fahre ich sehr gut mit Saponinen, also nichtionische Tenside. Das sind die mildesten Tenside überhaupt, außerdem nicht giftig, komplett abbaubar und da fast ausschließlich pflanzlich, sind diese aus nachwachsenden Rohstoffen. Pflanzen(teile) die das natürliche Tensid enthalten sind zum Beispiel Seifenkraut, Waschnüsse (Reetha), Rosskastanien, Birkenblätter, Shikakai und sogar Gänseblümchen. Zufällig meine Lieblingsblume. Wie hoch der Saponingehalt in den Gänseblümchen ist, weiss ich aber leider nicht. Ich werde das einfach mal für euch testen, sobald sie wieder auf den Wiesen blühen.
Neben diesen Möglichkeiten gibt es natürlich noch viel mehr, wenngleich ich leider noch nicht alles ausprobiert habe. Ein altes japanisches Rezept ist zum Beispiel die Haare mit pulverisierten Algen zu waschen. Ich werde das dieses Jahr auf jeden Fall mit Nori oder Wakame testen. Aber auch Amla, neutrales Henna, Heilerde oder Lavaerde reinigt und pflegt die Haare. Ein Allrounder in der Küche und in der Kosmetik ist Natron, was sich ebenfalls zur Haarwäsche eignet. Mein Alltagsfavorit, da schnell und effektiv, ist aber Aleppo-Seife bzw. Olivenseife. Seifen verhalten sich anders als Shampoos oder Pflanzen mit nichtionischen Tensiden. Jedoch möchte ich auf die Haarwäsche mit Haarwaschseifen ein anderes Mal genauer eingehen. Wie ihr seht… es gibt so unsagbar viele Möglichkeiten sich die Haare zu waschen und ich habe mit Sicherheit noch nicht alles auf diesem Blog erwähnt. Aus der Haarwäsche kann man so leicht eine ganze Wissenschaft machen. <3

schwarze haare black hair die längen haare poo free ohne shampooAktuell: Meine noch schwarzen Haarlängen.

rote haare die spitzen poo free red hairAktuell: Meine Haarspitzen. Nehmen Henna gut an, aber Chemiefarbe will nicht mehr halten.

Meine Routine sieht derzeit in etwa wie folgt aus:

1075 days without shampoo poo free ohne shampoo black red hair long hair lange haare vegan

Aktuell mit rotem Haaransatz und ausgeblichenen Haarspitzen.

Eins meiner Ziele war damals das Hinauszögern der Haarwäsche. Ich wollte nicht mehr jeden Tag waschen müssen, damit die Haare einigermaßen liegen und nicht fettig aussehen. Zwischenzeitlich hatte ich es mal geschafft nur noch alle drei Tage waschen zu können, aber so richtig wollte es dahingehend mit meinen sehr glatten Haaren nicht voran gehen. Jetzt hat es sich auf alle zwei bis drei Tage eingependelt und das ist in Ordnung für mich.

Ich muss mich oft ganz schön selbst geiseln, damit ich mich ausreichend um meine Haare kümmere. Es gibt Phasen da bin ich sowas von nachlässig und faul mit meinem Haar, dann bereue ich es und muss mich irgendwie motivieren wieder mehr zu tun. Langes Haar funktioniert eben nur mit ausreichender Pflege.

Meine zehn Regeln für schniekes, langes Haar:

  1. Kein Föhnen, sondern Lufttrocknen. Oder nur in Ausnahmefällen, weil draußen Minusgrade sind oder ein wichtiger Termin beziehungsweise eine Party ansteht und man unter Zeitdruck ist.
  2. Jeden Morgen und Abend die Haare mit einer geeigneten Bürste entwirren. Aber bloß nicht im nassen Zustand, denn da brechen die Haare schnell. Ich liebe dafür den Tangle Teezer.
  3. Für mehr Glanz und eine schöne Kopfhautmassage verwende ich gerne eine Haarbürste mit Sisalborsten. Die ist vegan und den Wildschweinbürsten sehr ähnlich. Kostkamm und Culum Natura stellen solche zum Beispiel her. Außerdem reinigt sie Haar und Kopfhaut auf mechanische Weise.
  4. Auch wenn es schwer fällt: Regelmäßig die trockenen Spitzen abschneiden. (Oh verdammt, ja… das ist mein Ernst. Ab damit. :/)
  5. Nachts einen lockeren Dutt tragen, damit die Haare nicht zu stark verknoten und sie durch die Reibung kaputt gehen.
  6. Haargummis ohne Metal verwenden. Zum Beispiel solche hier aus kaputten Strumpfhosen: Nur mit Gummi
  7. Die Haare mit hautfreundlichen Mitteln, wie die oben aufgeführten, waschen.
  8. Nach der Haarwäsche eine saure Rinse anwenden. Besonders wichtig ist das bei häufiger Haarwäsche mit Seifen, denn es könnten sich ansonsten Kalkablagerungen bilden. Als Haarfestiger lieber ein bisschen Bier verwenden, anstatt chemischen Schaumfestiger oder Haarspray.
  9. Ab und zu eine Ölkur mit Olivenöl oder Kokosöl durchführen. Dafür die Haare einfach einölen und über Nacht oder eine Stunde vor der Haarwäsche einwirken lassen. Zwischendurch kann man auch Öl, wie etwa Distelöl oder Brokkolisamenöl, in den Haarspitzen geben.
  10. Die Haare so wenig wie möglich durch zu viel UV-Licht, durch Chlor oder chemische Haarfarbe strapazieren und dadurch schädigen.

Da ich immer mal wieder gefragt werde: Ich bin eine Frisuren-Niete. Ich trage sie so gut wie immer offen und glatt. Pony meistens gerade. Wenn ich aber keine Lust zum Nachschneiden habe oder die Haare nicht so liegen wie ich will, dann trage ich den Pony auch gerne mal zur Seite. Das war’s. Ein bisschen langweilig vielleicht.

Das Färben der Haare

Früher färbte ich mir einmal im Monat meine eigentlich blonden Haare mit schwarzer Chemiefarbe. Mal von Smart Beauty, mal von Sanotint. Beides vegan und tierversuchsfrei. Hin und wieder gab es einen Monat wo ich mit rotem Henna drüber färbte. Das will ich nicht empfehlen. Ich höre oft, dass es nach hinten los gehen kann und die Haare hinterher eine ganz andere Farbe haben als man erhoffte. Bei mir selbst gab es da aber nie Schwierigkeiten. Danach kam eine Phase wo ich immer öfter mit einer Mischung aus Indigo und Henna färbte. Meine Haare nahmen das sehr gut an und blieben schön dunkel. Allerdings färbte ich trotzdem noch ab und zu mit Chemie darüber. Ich merkte aber nach einigen Monaten ‚poo free, dass ich Chemiehaarfarbe stets weniger gut vertrug. Meine Kopfhaut war nach jeder Färbung echt fürchterlich am Jucken. Das Problem hatte ich früher nicht. Ich entschied mich also nur noch Henna und Indigo zu nutzen. Mittlerweile aber habe ich Indigo abgeschworen, da das nicht mehr bei mir halten möchte. Jetzt färbe ich einmal im Monat mit dem roten Henna von Khadi und alle paar Monate zwischendurch mit der veganen Schaumtönung von Accent. Diese hält nur einige Haarwäschen, aber ich benutze sie wenn ich mich unwohl fühle wegen dem roten Haaransatz. Wie ihr auf den Fotos sehen könnt, lasse ich das Schwarz also rauswachsen und will ein Rotschopf werden. Ich spielte seit Jahren mit den Gedanken und versuchte es ein paar Mal, aber ich wurde immer wieder schwach, da der Haaransatz wirklich schrecklich aussieht. Jetzt bin ich schon so weit gekommen, dass ich nicht mehr umkehren möchte. Irgendwann ist es geschafft. :) –> Vegane Haarfärbemittel im Überblick

Es gibt noch so viel zum Ausprobieren für mich. Water Only, Sebum Only, verschiedene Haarwaschmittel wie die oben angesprochenen Gänseblümchen… ach, Haare. <3
Wer noch mehr zum Thema lesen möchte, ist natürlich eingeladen in den vorangegangenen Artikeln zu stöbern: Alternative Haarwäsche

Wie pflegt und wascht ihr eure Haare?

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70 Kommentare

  1. Avatar
    Joana

    Deine Haare sehen echt super aus!
    Welche Haarbürste findest du denn besser, die von kostkamm oder von culum natura? Preislich liegt da ja schon ein gewaltiger Unterschied vor.

    Ich habe leider extrem feines Haar und habe noch nicht das richtige Shampoo bzw. die richtige Haarwaschmethode für mich gefunden, ich möchte jetzt mal haarwaschpulver testen.
    Ich bin auch am überlegen meine Haare mit Henna zu waschen, da sie nach dem Färben mit Henna immer so voll wirken, aber trocknet das die Haare nicht aus?

    Viele liebe Grüße
    Joana :)

    • Erbse

      Liebe Joana,

      das kommt ganz auf deine Haare und deine Kopfhaut an. :) Nachdem ich mit Henna färbe, nutze ich besonders in den Längen auch gerne etwas Öl.

      Die Bürste von Culum Natura habe ich leider nicht hier, daher kann ich dir dazu nichts sagen.

      Liebe Grüße

  2. Avatar

    Vielen Dank für das sehr interessante Update, ich freue mich schon auf das nächste. Ich versuche gerade die perfekte Kombination von verschiedenen Tonerden zum Haare waschen herauszufinden, mal sehen was da am Ende herauskommt. Noch bin ich am jeden Tag waschen, mein Ziel sind aber auch 2-3 Tage. Meine Haare sind sehr fein, glatt und die Kopfhaut fettet schnell nach, da werde ich wohl nie auf einen Waschrhythmus von einer Woche kommen, mit 2-3 Tagen wäre ich schon sehr glücklich. Übrigens finde ich die Idee die Haare mit einem Gänseblümchensud zu waschen richtig entzückend.

  3. Avatar

    Habe mir vor einer Woche meine brustlangen Haare bis zum Kinn abschneiden lassen und habe den Zopf gleich einmal gespendet.
    Ob ich sie überhaupt wieder so lange wachsen lassen möchte, weiß ich noch nicht. Aber auf jeden Fall muss das Problem mit meinem fettigen und schuppigen Ansatz gelöst werden, weil ich darauf wirklich keine Lust mehr habe. Durch die kürzeren Haare benutze ich jetzt auch noch Haarspray, was da natürlich keine große Hilfe ist.
    Die Spitzen sind dagegen vergleichsmäßig gut gepflegt, weil ich außer einem (viel zu aggressiven) Shampoo keine Pflegeprodukte verwende. Und wenn doch einmal Spliss auftaucht, wir der einfach vereinzelt abgeschnippelt. Reines Öl als Pflege für die Spitzen würde ich aber auch bald gerne ausprobieren ;)

  4. Avatar

    Finde alle Regeln gut, nur beim „No Blow Dry“ bin ich mittlerweile abgewichen, da es eine Studie gab, dass Föhnen mit niedriger Temperatur weniger schädigend sein kann als Lufttrocknen.

    Hier die kritischte Stimme, welche ich gefunden habe zu der Studie: http://www.thenaturalhavenbloom.com/2013/08/could-air-drying-actually-damage-your.html

    Jedoch bin ich für mich selbst recht überzeugt davon, auf niedriger Temperatur zu föhnen, da meine Haare (wahrscheinlich wie bei Dir) wegen der Länge einfach sehr lange nass sind und somit auch länger für mechanischen Reiz et cetera empfindlich sind.
    Mache immer eine Mischung von Stufe 1 -> kalt -> Stufe 1 -> kalt and so on.

  5. Avatar

    Hi Erbse, ich wollte schon länger mal bei deinen Poo-free Beiträgen kommentieren.
    Erstens Mal, deine Haare sehen super aus! Persönlich finde ich rot sowieso schöner als schwarz :D
    und ich bin total begeistern von deinem Blog & vielleicht kommentiere ich auch mehr in Zukunft.

    Seit ich deine Beträge gelesen habe ich, bin ich neugierig geworden und habe angefangen, meine Haare mit Lavaerde + Rinse zu waschen.
    Ich habe aber festgestellt, dass ich jetzt irgendwie Schuppen habe… und dann verwende ich doch wieder ab und zu mein geliebtes Bodyshop Shampoo… Das ist wahrscheinlich nicht empfehlenswert.
    Egal was ich verwende, ich spüle immer mit Essig nach (oder Birkenblättersud wenn ich habe). Das hat sich einfach als super herausgestellt.

    ich hab 3 Jahre in den Tropen gelebt und dort gab es nie heisses/warmes Wasser zum Waschen und auch keine Fön. Und ich hab auch gemerkt, dass Lufttrocknen einfach gut ist. So gut es geht, verwende ich auch nur noch lauwarmes Wasser zum Haare waschen seit ich wieder zurück bin und keine Fön.
    Ich hab in diesen 3 Jahren einfach sensationell schöne Haare bekommen (aber mit herkömmlichen Shampoos gewaschen).

    Was ich noch sagen wollte, ich färbe mit Henna seit ich 17 bin und ich bin noch nie auf die Idee gekommen, einfach das Henna auszuspülen OHNE danach noch Shampoo zu verwenden! Vielen Dank für den Tipp!!

    Was ich dich noch fragen wollte:
    Du schreibst, du verwendest auch ab und zu Öl zur Pflege. Ich hab ein khadi Öl zu Hause, das ich liebe. ABER ich habe das Gefühl ich bekomme das Öl mit Lavaerde nicht heraus. Da verwende ich dann eben wieder Shampoo. Wie bekommst du das weg? Mit Alepposeife?

    Mit Alepposeife hab ich mich noch nicht getraut.. weiss nicht warum.

    Wie wäscht du dir die Haare mit Natron? Wie richtest du es an?
    Danke und lg

    • Erbse

      Hey Kvetina,

      erstmal danke für die vielen lieben Worte. :D

      Wenn ich eine Ölkur gemacht habe, dann wasche ich das mit der Aleppo-Seife raus. Lavaerde und Co haben es bei mir nicht geschafft. Aber ein starker Waschnusssud sollte das ebenfalls hinbekommen.

      Natron mische ich in etwa so: Ein Esslöffel auf eine Tasse Wasser. Also alles Pi mal Daumen. :) Danach spüle ich mit Apfelessig. Das Verhältnis dafür ist das gleiche wie beim Natron. Muss man ausprobieren was die eigenen Haare am Liebsten mögen.

      Zum Friseur gehe ich seit vielen Jahren nicht mehr.

      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag :D

      • Avatar

        Danke für deine Antwort, Erbse.
        Ich hab nun mit Aleppo Seife gewaschen aber die Haare fühlten sich total ölig an. Zuerst dachte ich, sie wären noch naß.
        Mmh, ich glaube, das ist nicht das Richtige für mich.

        Probiere noch mit Olivenseife, die meine Eltern von einer Cooperative in Griechenland mitgebracht haben. Mal sehen.

  6. Avatar
    Eiswürfel

    Uuuh ein neues Poo-free Update. Ich finde diese Beitragsreihe ja immer wieder sehr interessant!
    Das mit der Haarseife kann ich gut nachvollziehen. Ich nutze zu 90% nur noch Haarseifen. Ab und an wechsel ich wieder zu sulfatfreien Shampoos o.ä., ich habe sonst auch den Eindruck, dass durch das Waschen mit einer einheitlichen Methode die Kopfhaut und Haare irgendwann rumzicken. Ich persönlich kann aber Alepposeife für feine Haare nicht empfehlen, zumindest für meine feinen Haare scheint sie da zu überfettet zu sein. Als Alternative zur Haarseife habe ich gerade ein Conditoning Shampoo von Heymountain da, dass ohne Sulfate auskommt:) und von dem ich momentan sehr begeistert bin.
    Die Natronwäsche klingt nach wie vor sehr spannend, aber zieht das Natron nicht massiv Farbe?
    Und woran hast du denn gemerkt, dass deine Haare kein Indigo mehr annehmen?
    Viele liebe Grüße!

    • Avatar
      Mieze

      Ich hab sehr feine Haare mit wenig Volumen. Bei mir klappt das mit der Aleppo-Seife wirklich super und sie ist mein Haupthaarwaschmittel.
      Es gibt da zwar keine Überfettung, aber man kann ganz gut an der Menge Lorbeeröl festmachen, wie pflegend sie ist.

      Jedes Haar ist anders und man muss sich da wohl einfach durchprobieren. :-)

  7. Avatar
    Anja

    hach, die Haare :) schön mal wieder was von dir darüber zu lesen. Ich bin ja immer noch nicht glücklich mit meiner Routine. Wasche auch schon seit zwei Jahren poo-free, aber ich vertrage das meiste nicht. Lavaerde trocknet extrem meine Kopfhaut aus, von Seife werden sie komisch wachsig, auch mit Rinse, und meine Kopfhaut zickt bei Seife, Natron geht aber nur zwischendurch (sonst krieg ich den selben Effekt wie bei Seife), und die KräuterTrockenshampoos (ala Elijah Sahil) gehen auch zwischendurch, aber auf dauer, wie bei allen : juckende, schuppende Kopfhaut :((( Benutze jetzt seit zwei Monaten wieder ein Shampoo (Khadi Hibiskus), und meine Kopfhaut ist fast wieder okay, schon komisch…. Dafür hab ich das perfekte zwischendurch Trockenshampoo endeckt, puder(mit Pinsel) einfach ein bisschen feines Reismehl ins Haar, sieht super aus und fühlt sich gut an :)

  8. Avatar

    Du bast so wunderschön und deine Haare sind wirklich ein Traum!
    Oh wie schön, dass es endlich mal ein Update zu deinem Haar gibt :)
    Wow, deine Haare sind ja wirklich mega schön und gesund. Hoffentlich klappt das bei meinen auch. Zur Zeit sind die noch eher in einer Art Gewöhnungsphase…

  9. Avatar
    H.V.

    Sehr interessanter Beitrag.
    Ich selber wasche meine Haare mit Haarwaschseife, habe mir aber auch Amla-Pulver zugelegt, das soll ein toller Conditioner sein.
    Hast du als Haarfestiger mal Agavendicksaft ausprobiert? Ich benutze immer Honig, aber Agavendicksaft funktioniert auch ganz gut, einfach einen Esslöffel in die Saure Rinse mischen und dann ab auf den Kopf.

    Liebe Grüße

  10. Avatar
    Kafka

    Muss auch sagen, deine Haare sehen super aus! Ich finde das Thema nach wie vor super interessant. Würde auch gerne weniger waschen, aber bisher habe ich einfach noch nicht den Mut/die Muße/die Nerven gehabt, es braucht sicherlich nicht nur Konsequenz sondern auch viel Feinabstimmung, bis man die individuelle Mischung aus Rinsen, waschen und ölen gefunden hat. Alle 2-3 Tage wäre schon ne gute Einheit für mich.. meine Haare fetten einfach so krass. Wobei das seit Alepposeife schon besser geworden ist. Ich freue mich dementsprechend auf den „Seifenartikel“! :-D Besonders zum Thema „normale“ Olivenseife, denn diese gibts hier sogar im Importgeschäft super günstig, ohne Zusätze und mit irgendeinem Vegan-/TV-frei-Siegel.
    Auch finde ich deine Übergangsfarbe recht schnieke, mit dem roten Pony siehts (soweit ich es erkennen kann) wie gewollt aus. Bleib dran :-D

  11. Avatar

    Wow, das ist echt mal ein Unterschied, der für sich selbst spricht!
    Reetha habe ich auch schon probiert und fand den Reinigungseffekt der Saponine echt überraschend.
    Ich setze inzwischen seit etwa einem Jahr ausschließlich auf Pflanzenhaarfarben und meine Haare und Kopfhaut danken es mir.
    Das Henna von Khadi ist wirklich unvergleichlich gut und hat bei mir bisher das schönste, weil tiefste Rot erzielt.

    Schön, dass du jetzt auch wieder rot wirst!

    Liebste Grüße
    Mexi

  12. Avatar

    Ich bin ganz einer Meinung mit dir, aus Haarpflege kann man wirklich eine richtige Wissenschaft machen. Da ich nicht unbedingt mit den dicksten und widerstandsfähigsten Haar gesehen bin, versuche ich ständig neue Wege zu finden, um mein Haar zu kräftigen und stärken. Auf Naturprodukte bin ich schon lange umgestiegen, da ich auf chemische Produkte teilweise mit allergischen Reaktionen (Rötungen) und heftigen Juckreiz reagierte. Außerdem versuche ich auch immer, die Haarwäsche möglichst lange hinauszuzögern. Mehr als drei Tage schaffe ich auch nie, dann fühle ich mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut. Da habe ich dann das Gefühl, ständig in meinen Haaren herumwuseln zu müssen und sie sehen platt und langweilig aus. Da hilft dann nur: Zopf binden oder Haare waschen. ;)
    Danke für die tollen Tipps übrigens, davon waren mir einige noch unbekannt.
    Liebe Grüße, Hannah

  13. Avatar
    Miss K.

    Deine Haare sehen sehr schön aus und die poo-free-time scheint ihnen richtig gut zu tun.

    Ich wasche momentan nur mit NK-Produkten alle 2 Tage und meinen Haaren geht es ganz gut (auch wenn sie sehr viel leiden müssen, ich bin eine viel Färberin, an sich wechsel ich alle 4 Wochen meine Haarfarbe).

    Ich werde wohl auch bei den NK-Shampoos und anderem bleiben, auch wenn ich gerne alles einmal ausprobieren würde. Aber rein zeittechnisch ist das echt eng.

    Momentan bin ich blond und grübel welche Farbe und welche Art ich als nächstes benutze. Ich habe zwar eine Zeit lang mit Henna gefärbt, aber das Ergebnis hatte mich damals nicht wirklich vom Hocker geschmissen.

    Aber das ist nun auch schon einige Jährchen her und vielleicht nehme ich mir einfach mal einen Sonntag Zeit und färbe meine Haare wieder natürlich (zuvor muss ich allerdings meine neue lila Farbe ausprobieren, die steht schon in meinem Bad und wartet auf mich :D).

    Grüßle,
    Miss K.

  14. Avatar

    Hallo Erbse,

    ich wüsste gerne, wie du deine Haare im nassen Zustand entwirrst, wenn du nicht kämmst. Meine sind dann total verknotet, zumal ich über Kopf waschen muss. Ich muss sie danach immer mit einem grobzinkigen Kamm entwirren, bzw. „runterholen“, wenn ich dann wieder gerade stehe (Macht das Sinn, kann man das verstehen?^^).

    Liebste Grüße
    Kathrin

    • Erbse

      Hey Kathrin :)

      Ich kämme sie immer sehr ausgiebig vor der Haarwäsche. Daher ist es hinterher nicht so schwer. Ich lasse sie einfach komplett trocknen und nehme dann den Tangle Teezer.

      Liebe Grüße

  15. Avatar
    Lena

    Ach endlich wieder einen Beitrag zum Thema Poo-free. Danke schon mal dafür :)
    Ich habe wie du blondes Haar und färbe jetzt seit ca 3 Jahren mit rotem Henna vom Türken, da es einfach intensiver ist. Seit einiger Zeit habe ich nur das Problem, dass mein Ansatz wie eine kahle Stelle aussieht, richtig schlimm. Färbe daher zur zeit einmal pro Woche – sehr nervig! Hast du vielleicht irgendwelche Tipps? LG

  16. Avatar
    kohana

    Hi! MIr fällt immer wieder die Kinnlade runter und das du jetzt schon sooooo lange (Zeit vergeht xD) ohne Shampoo lebst: großer Respekt.

    Einen Tipp hätte ich allerdings für dich:

    Dutt (egal ob fest oder locker) ist für die Haare eher suboptimal, weil die durch das Biegen und den Zopfgummi (auch ohne Metal) brechen und dann hat man früher oder später (dank Dutt und Zopf) ganz viele kurze Haare mit drin.

    Dann doch lieber ab und zu flechten, das gefällt den Haaren besser.

    Am Besten ist natürlich offen tragen (muss ja nichts mit Faulheit zutun haben ;) ).

    Im übrigen durch das Reiben auf der Kleidung und die ständige Bewegung verfitzeln Haare ja auch tagsüber ohne großes Dilemma -> nachts im Bett passiert da nichts anderes.

  17. Avatar
    werhamster

    Ich mag Avocadoöl mittlerweile sehr gerne. :)

    „Finde alle Regeln gut, nur beim “No Blow Dry” bin ich mittlerweile abgewichen, da es eine Studie gab, dass Föhnen mit niedriger Temperatur weniger schädigend sein kann als Lufttrocknen.“

    Daran könnte schon was dran sein, wenn meine Haare zu lange nass bleiben werden sie sehr seltsam, hm. Föhne sie trotzdem nie, ausser bei Notfällen. :)

  18. Avatar

    Ich mag diesen Blog echt sehr gerne :)

    Seit ein paar Wochen wasche ich meine Haare mit so einem festen Shampoo von Lush und ich merke schon einen gewaltigen Unterschied zu den ganzen Chemieprodukten.

    Meine Haare sehen viel schöner aus und fühlen sich nicht so schwer an. Außerdem fängt meine Kopfhaut zu jucken an, wenn ich etwas von meinen alten chemischen Produkten aufbrauchen möchte – die werde ich bald verschenken.

    Ich konnte auch bemerken, dass meine Haare viel schneller trocknen, seit ich chemiefreie und vegane Produkte verwende. Wahnsinn oder?

    Ich möchte dieses „Experiment“ auch bald einmal machen, hört sich echt interessant an. :)

  19. Avatar
    rhabarbermaus

    Hallo Erbse,
    erst einmal vielen Dank für diese wunderbaren Artikel!
    Nachdem auf einmal vor ein paar Jahren Probleme mit juckender Kopfhaut bekam habe ich zunächst versucht meine Haare mit NK- Shampoo zu waschen, was jedoch auch nichts brachte. Seit ein paar Monaten wasche ich daher meine Haare mit Natron und Heilerde. Jedoch habe ich bei Heilerde das Problem mit sehr Strohigem Haar und bei Natron das Problem mit sehr reagierender Gesichtshaut (ich leide auch unter Akne). Daher habe ich versucht meine Haare mit Oliveölseife zu waschen, doch irrgendwie klappt das nicht so wirklich, ich habe das Gefühl meine Haare sind fettiger als vor der Wäsche. Woran könnte das liegen? benutze ich die falsche seife, gibt es da unterschiede oder verwende ich zuviel Seife? Liebe grüße rhabarbermaus

  20. Avatar
    Mondlicht

    Nun hab ich erst mal ein paar Tage nachdenken müssen, worin denn der Sinn liegt, seine Haare so lange ungewaschen zu lassen?

    Das muss doch ganz furchtbar auf dem Kopf jucken, ganz zu schweigen vom muffelichen Geruch, dem Staub im Haar und den Bakterien auf dem Kopf.

    Also ich wasche alle 8 Tage mit mildem Shampoo, mehrmals braucht man nicht zu waschen, wir arbeiten ja nicht in einer Großküche, wo die Haare permanent fettig werden.

  21. Avatar

    So interessant der Post, ich neige ja auch zu fettigen Haare, vielleicht kann ich mit deinen Tipps zumindest mal einige Tage hinauszögern, bei den langen Haaren, dauerts ja leider immer so lange bis die trocken sind und im Winter kann ich leider nicht so lufttrocknen lassen, weil ich mich sonst verkühle, da würden mir ein paar Tage schon länger helfen. ICH LIEBE DEINE AUSFÜHRLICHEN POSTS!!! vielen Dank dafür ;) LG Babsi

  22. Avatar

    Hach wie toll, Beiträge über Haare les ich ja furchtbar gerne :)

    Letztes Jahr war ich durch deinen Blog ca. einen Monat (glaube ich?) ‚poo free.
    Zwischendurch war ich aber wieder zu NK-Shampoo gewechselt.
    Weil ich das irgendwann auch nicht mehr vertragen hatte, wechsel ich mittlerweile ab: NK-Shampoo mit viel Öl gemischt (ohne Öl und zwei Mal hintereinander mit Shampoo waschen würde meine Kopfhaut nicht mitmachen, da könnte ich mir den ganzen Tag den Kopf kratzen, vor allem auf der Arbeit war das nicht so appetitlich :( ), Alepposeife, Haarseife, das Reetha-Pulver von Khadi, Natron (vorm Haarefärben wasche ich immer mit Natron, da habe ich das Gefühl, als würde es mein Haar ganz von irgendwelchen Shampoo- oder Spülungsrückständen befreien) und Conditioner Only (da fängt mein Haar nach einem Tag aber an zu müffeln – vielleicht hatte ich bis jetzt nur den falschen benutzt). Shikakai-Pulver hatte ich auch mal ausprobiert, funktioniert bei mir aber wohl nur bei normal verschmutztem Haar. Eine Packung Lavaerde wartet auch wieder im Schrank auf mich <3
    Zwischendurch öle ich auch, benutze aber wieder "normale" Haarkuren. Mein fast tägliches Haareglätten von früher hat eben seine Spuren hinterlassen, mit Öl werden die irgendwie nicht viel besser :(

    Wie ist denn die Bürste von Culum Natura? Die Sisalbürste von Kostkamm hatte ich mir mal zugelegt, aber mit der komme ich irgendwie nicht richtig durch mein Haar durch. Und es ist nach dem Bürsten furchtbar statisch aufgeladen und die Bürste sieht dann wie eine uralte, dreckige Zahnbürste aus. Ich hatte sie auch mal mit Shanpoo sauber gemacht, dann hatte sie ziemlich gemüffelt – oder darf man das bei Bürsten mit veganen Fasern nicht machen? Jetzt benutze ich sie nur noch ab und zu um Öl ein bisschen besser zu verteilen.

    Das wars wohl so ziemlich :) ach und eben nachts flechten, alle drei Tage waschen (auch wenn sie manchmal schon nach einem Tag wieder fettig aussehen) und am besten lufttrocknen.

  23. Avatar

    Liebe Erbse,
    wie schön, mal wieder einen ausführlichen Bericht über dein „Experiment“ zu lesen, so kam ich damals auch auf diese Seite… :)
    Ich habe es vor etwa einem halben Jahr geschafft, meine Haare daran zu gewöhnen, dass sie nur noch einmal in der Woche gewaschen werden und ich muss sagen, es funktioniert super. Ich habe allerdings auch sehr unempfindliches Haar/Kopfhaut und neige nicht wirklich schnell zu fettigen Haaren. Vielleicht fällt es aber auch nur deshalb so wenig auf, weil ich sie so gern und häufig flechte? Du motivierst mich jedenfalls gerade, nun doch endlich vom NK-Shampoo auf Heilerde zu wechseln – wenn die familienpackung irgendwann mal aufgebraucht ist. ;)
    Viele liebe Grüße, Vixanne

    P.S. an Mondlicht: Wovon sollen denn Haare so extrem müffeln? O.o

  24. Avatar

    Super interessant dein „Haar Experiment“. Ich versuche meine Haare so wenig wie möglich zu waschen und benutze total unterschiedliche Shampoos, mal mit Spülung, mal ohne, mal eine Kur etc. und ich finde man merkt krasse Unterschiede zwischen Naturkosmetik Shampoos, aber auch dann, wenn man seine Haare zb mit Olivenöl vor der Haarwäsche behandelt.

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